Test: Field Prowlers POLICE RUSH! für iPhone

Konami hat erst diesen Winter ein neues "Spielchen" zu seinem Produktportfolio hinzugefügt, das inhaltlich und preislich nicht ganz in die Reihe der übrigen Spiele zu passen scheint. Wir haben uns angesehen, ob der Casual-Titel eine gute Figur macht.

Field Prowlers Police Rush, Screenshot

30 Level verspricht Konami, die man mit zwei kleinen Polizeiautos „sicherer“ machen muss. Die 30 Spielabschnitte sind in Zehnerschritten unterteilt. Im jeweils 10ten Level gibt es einen Endgegner – dazu später mehr -, und es wechselt die Umgebung.

Es fahren Gangster in ihren schwarzen Karossen herum und legen in unregelmäßigen Abständen Bomben ab. Die erwähnte Umgebung hat natürlich einen Einfluss auf das Spielgeschehen. Level 11 bis 20 beispielsweise verfügen über 2 Brücken, eine kürzer, eine länger. Prinzipiell könnte man die Gauner einkesseln, indem man sich mit einem der Autos ans obere Ende stellt und mit einem ans untere. Solche strategischen Überlegungen sind im Spiel immer mal wieder notwendig, werden aber gleichzeitig durch das immer höher werdende Tempo ein bisschen in den Hintergrund getrieben. Zu Beginn wird man mit wenigen Gegner konfrontiert, die zudem relativ langsam fahren. Später dann gibt es auch Power-Ups, die man unbedingt einsammeln sollte.

Boss

Gerade im Kampf gegen die Endgegner werden sie benötigt, da man ansonsten mit dem normalen Polizeiauto gegen die „Riesenkarosse“ nicht ankommt. Das Power-Up funktioniert dagegen ein wenig wie Spinat, man wird flink und kriegt Bärenkräfte spendiert. Hat man eines aufgesammelt, ist es irgendwann aufgebraucht. Beim Kontakt mit einem Bossgegner erlischt das „Mehr“ an Kraft unmittelbar.

Der Schwierigkeitsgrad steigt mit fortschreitendem Spielverlauf an. In den ersten 10 Leveln legen die Gauner simple, schwarze Bomben ab, die wir mit einfachem Vorbeifahren entschärfen können. Später dann legen sie auch mal blaue Bomben ab, die wir erst entschärfen können, wenn wir einen von ihnen dingfest gemacht haben. Die Wagen der Ganoven leuchten an der Rückseite blau und auch wenn wir es nicht sehen, wird es wahrscheinlich so sein, dass wir dann in den Besitz der Informationen kommen, die uns das Entschärfen erlauben.

In der oberen linken Bildschirmecke verbirgt sich so etwas wie unsere Lebensanzeige. Allerdings wird sie mit PEACE überschrieben, was zu Deutsch Frieden heißt. Wenn zu viele Bomben in der Stadt explodiert sind, bricht das Chaos aus. Umgekehrt können wir diese Leiste jedoch auch wieder mit Energie anfüllen, indem wir die einzelnen Spielabschnitte absolvieren. Jeder abgeschlossene Level füllt die Friedensanzeige wieder auf.

Abwechslung

Field Prowlers POLICE RUSH! bietet neben dem normalen Modus mit 30 Leveln auch einen Endlosmodus an. Man wählt dafür das Setting aus und spielt dann mit immer weiter zunehmendem Schwierigkeitsgrad. Die unterschiedlichen Stationen lassen sich im Endlosspiel allerdings nur anwählen, wenn man sie im normalen bereits freigespielt hat.

Der einzige Anreiz sind jeweils die Punkte in einem Level, ganz gleich ob im Arcade-Modus oder im Endlosspiel. Wenn man mehrere Gegner in einer Reihe schnappt, ergibt das eine Combo und entsprechend mehr Punkte. Es gibt nur eine lokale Highscore und auch da nur für einen Spieler. Man könnte das Gerät nicht jemand anderem in die Hand drücken, der sich ein eigenes Profil anlegen darf, um eigene Erfolge zu feiern.

Fazit

Es fällt schwer, ein eindeutiges Fazit zu ziehen. Die Spielidee von Field Prowlers POLICE RUSH! wird ordentlich präsentiert, aber es fehlt doch auch etwas, den Spieler längerfristig an das Spiel zu binden. Ein Endlosmodus ist nicht für alle ein Anreiz, zumal man sich wünschte, es gäbe mehr als nur die drei vorhandenen Settings. Angesichts des Preises ist das, was uns angeboten wird, okay. Wenn man das Spiel losgelöst vom Preis betrachtet, fehlt einem irgendwas. Deshalb nur 3,5 von 5 Macs für ein ansonsten ganz „spaßiges“ Spiel, das aber für meinen Geschmack seinen Reiz zu schnell verliert.

Wertung

6/10

Positives

  •  gute Präsentation

Negatives

  •  verliert schnell seinen Reiz
Mehr über Alexander Trust:

Bekam seinen ersten PC mit sieben Jahren, einen XT mit 4 MHz und Monochrom-Monitor. Registrierte die erste Domain im Jahr 1998, vorher auch in Mailboxen aktiv, bei AOL und Compuserve. Studierte Computer Science (Anwendungsentwicklung) in Wuppertal und Informatik und Soziologie, Linguistik und Literatur in Aachen. Veröffentlichte bereits einen Roman.

Metadaten
  • Zuletzt aktualisiert am: 4. März 2021
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