Mit Simty Parkscheine via iPhone lösen

Über das Handy Tickets für den Nahverkehr kaufen geht zumindest mit Java-fähigen Handys schon länger.

Simty, Screenshot

Auch Parkscheine kann man mittlerweile mit dem Mobiltelefon lösen, möglich macht es das Netzwerk Mobil-Parken mit aktuell sieben zertifizierten Betreibern. Simty ist einer von ihnen und hat als erster Anbieter die Dienste in eine iPhone-App gesteckt.

Startet man die App, wird automatisch via GPS bzw. GSM die Position bestimmt und man bekommt die nächstgelegenen Parkscheinautomaten angezeigt. Aus der Liste kann man den zum Parkplatz gehörenden Automaten anwählen und über das mobile Internet dort einen Parkschein lösen. Vorteil des mobilen Parkscheins: Man kann ihn bei Bedarf auch von unterwegs verlängern, ohne zum Parkplatz zurücklaufen zu müssen. Außerdem kann man bei Bedarf den Parkschein vorzeitig beenden und spart somit Geld.

Angeboten wird das mobile Parkticket in diversen großen und kleinen Städten (u. a. Köln, Berlin und Hamburg), Simty ist in Hamburg, Köln, Berlin, Butzbach und Linz (Österreich) verfügbar, ab 1. Februar kommt Lübeck dazu, bis Ende des Jahres sollen sich die mit Simty verfügbaren Städte auf über 40 erweitern. Bis 31.3. ist der Dienst kostenlos nutzbar, wenn alles gut läuft, wird es ab April werbefinanziert laufen. Die jeweils eingenommenen Parkgebühren gehen zu 100% an die jeweiligen Kommunen.

Nun aber zu der alles entscheidenden Frage, die auch ich mir zu Anfang gestellt habe: Wie erkennt die freundliche Politesse auf dem Parkplatz, dass man ein Ticket hat? Für alle angeschlossenen Anbieter gibt es eine einheitliche, orangefarbene Plakette. Der jeweilige Kontrolleur kann dann über das Kennzeichen nachvollziehen, ob ein Ticket gekauft wurde oder nicht.

Abgerechnet werden die Parktickets entweder über ein Prepaid-System (ähnlich dem von Mobilfunkanbietern) oder via Lastschrift am Ende eines Monats. Vorteilhaft ist das für Geschäftsreisende, die viel unterwegs sind und so nicht jeden Parkschein einzeln abrechnen müssen.