CeBit 2007: Fritz!Mini

Gestern konnte ich auf der CeBit 2007 am Stand der Berliner Firma AVM einen ersten Blick auf das neue Fritz!Mini werfen. Vereinfacht gesagt, ist dieses Gerät ein WLAN-Telefon für Internet und Festnetz, mit dem sich zusätzlich Dienste wie z. B. E-Mail, Podcasts und RSS-Feeds nutzen lassen.

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Aussehen

Das Gerät erinnert mit seinen abgerundeten Kanten an einen iPod mini. Es ist dabei aber deutlich größer (12 cm) und dicker. Das Telefon ist in Schwarz gehalten und die Zahlen 2, 4, 5, 6 und 8 auf dem Nummernblock erinnern ein wenig an das Click-Wheel des iPod. Über dem Ziffernblock befindet sich ein kleines Farbdisplay und darüber wiederum der Lautsprecher. Dieser ist im Verhältnis ziemlich groß geraten und lässt den Fritz!Mini etwas kopflastig wirken.

Funktionen

Der Fritz!Mini ist als WLAN-Telefon für Internet- und Festnetztelefonie gedacht. Diese Funktion erbringt er in Zusammenarbeit mit der Fritz!Box Fon WLAN. An diese können herkömmliche Festnetzanschlüsse angeschlossen werden, die sich dann über das Fritz!Mini nutzen lassen. Wenn man VoIP nutzt, kann man mit diesem Telefon die sogenannte HD-Telefonie nutzen, die statt 8 Kbit (ISDN-Standard) 16 Kbit für die Sprachkodierung verwendet und damit eine höhere Sprachqualität ermöglichen soll.

Foto des Fritz!Mini, aufgenommen auf der CeBit 2007.

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Fritz!Mini

Weiter ist es möglich das Telefon als Musikspieler für im WLAN verfügbare Musik oder Internetradio zu nutzen. An der ebenfalls neu vorgestellten Fritz!Box 7270 lässt sich über USB 2.0 eine Festplatte anschließen, auf deren Musikarchiv der Fritz!Mini zugreifen kann. Doch damit noch nicht genug: AVM hat dem Gerät noch einige PIM-Funktionen (Personal Information Manager) spendiert. Es verfügt über einen integrierten POP3-E-Mail-Client, mit dem sich E-Mails lesen lassen. Außerdem kann man Podcasts abrufen und anhören und RSS-Feeds lesen.

Damit man bei der Vielzahl der Funktionen nicht den Überblick verliert, hat AVM dem Telefon eine Menüstruktur und -Navigation spendiert, die sich stark an der des iPods orientiert. Man darf gespannt sein, wie Apple bzw. Creative reagieren werden, denn die beiden Firmen hatten erst vor kurzem ihren Rechtsstreit über das iPod-Interface beigelegt.

Anschluss gesucht

Mit der Fritz!Box kommuniziert das Telefon über den 802.11g WLAN-Standard. Das nicht schon der neue 802.11n-Standard zum Einsatz kommt, liegt daran, dass man bei AVM auf bestehende Anwender Rücksicht nehmen will.

An der Oberseite des Geräts befindet sich ein Audio-Ausgang, an den sich entweder Kopfhörer oder die Stereoanlage anschließen lassen. Als Clou für iPod-Besitzer dürfte sich der an der Unterseite integrierte Dock-Anschluss erweisen. Dieser ist mit dem iPod kompatibel und somit dürfte sich zahlreiches iPod-Zubehör (Lautsprecherstationen, Ladegeräte) mit dem Fritz!Mini nutzen lassen.

Fazit

Leider konnte ich das Gerät auf dem AVM-Stand keinem Kurztest unterziehen, da es sich aufgrund der Vielzahl an WLANs in der Messehalle für keins davon entscheiden konnte. Die Funktionen des Geräts wirken vielversprechend und machen Lust darauf, es selbst mal auszuprobieren.

Der Fritz!Mini soll im zweiten Quartal 2007 (Sommer) auf den Markt kommen und von AVM direkt verkauft werden, dass heißt es soll zunächst keine günstigen Bundle-Angebote von Providern geben, wie bei der Fritz!Box üblich.