Kommentare zu: Indien: Immer eine Vergewaltigung wert, nur vor der Haustür kehrt niemand https://macnotes.de/2015/01/04/indien-vergewaltigung-statistik-deutschland-usa-schweden-daenemark/ iPhone, iPod, iPad, Mac - das unabhängige Magazin rund um Apple Thu, 14 Jul 2022 12:11:36 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.1 Von: Alexander Trust https://macnotes.de/2015/01/04/indien-vergewaltigung-statistik-deutschland-usa-schweden-daenemark/#comment-407690 Tue, 06 Jan 2015 14:25:50 +0000 http://sajonara.de/?p=71172#comment-407690 Als Antwort auf Ralph Steinfeldt.

Mit der Berichterstattung bin ich nicht bei Ihnen. Aber vielleicht in manchem anderen Punkt.

Ich habe vorher einige Fälle verglichen, und gerade wenn es spektakulär wird, gibt es natürlich Ausnahmen der überregionalen Berichterstattung auch in Deutschland.

Aber die Welt findet zunehmend in der Internet-Öffentlichkeit statt, was ja zum Beispiel auch die TV-Sender feststellen müssen. Nun ist die Regional-Seite von BILD-Hamburg aber nicht dasselbe wie die Startseite des Springererzeugnisses. Die größten Online-Plattformen, wenn man sie zahlenmäßig z. B. anhand von Zugriffszahlen über IVW/AGOF auswertet, berichten „prominent“ (auf Seite 1) in erster Linie über Fälle im Ausland, über die sie in den allermeisten Fällen sogar ganz wenig sagen können und kaum Möglichkeiten zur eigenen Recherche besitzen. Stattdessen werden Meldungen abgeschrieben. Das kann man auf der Startseite von BILD prima ablesen. Dort finden sich regelmäßig Meldungen, die beispielsweise über Kanäle wie Hacker News von YCombinator verbreitet wurden. Der Redakteur oder die Redakteurin kann dazu überhaupt nichts sagen, sondern muss den Fakten vertrauen, die in dem ausländischen Medium (oft UK oder USA) schon abgedruckt waren. Wenn dort jedoch etwas falsch wiedergegeben wird, dann wird die deutsche Öffentlichkeit mit falschen Tatsachen in die Irre geführt.

Es gibt klassische Agenturen mit Journalisten in Indien und natürlich schickt vielleicht Springer auch mal jemanden in die USA, wenn dort Wahlkampf ist, nur es wäre doch für Redaktionen von Welt, SpiegelOnline, Zeit, Taz, Focus und Co viel viel einfacher die Sachverhalte in Deutschland zu recherchieren. Wenn in Düren ein junges Mädchen vergewaltigt wird und neben dem Bahnhof ins Gebüsch geworfen, wenn in Augsburg, Bad Godesberg oder wo auch immer sich etwas ereignet, dann ist das in den Lokalzeitungen womöglich erwähnt worden. Meist beschränken sich die Medien jedoch darauf, Inhalte aus Pressemeldungen der Polizei wiederzukäuen.

Dem Konsumenten kann man relativ wenig Vorwürfe machen, weil er unzureichend mit Medienkompetenz ausgestattet wurde in seiner Ausbildung und weil dann noch überall der gleiche Mist geschrieben wird. So wie die meisten Leute bei Google auf Seite 1 aufhören zu suchen, verhält es sich mit den eben erwähnten Online-Medien auch. Viele Leute surfen täglich mehrfache die Startseite ihres Magazin des Vertrauens an. Wenn etwas nicht dort steht, wird es quasi nicht wahrgenommen. Und das Tragische ist, dass die Medien sich auf diese Weise ihr eigenes Grab schaufeln. Denn während in den Gazetten immer das gleiche steht, gibt es in der Bevölkerung, wie man der Diversifizierung der Parteienlandschaft erkennt, immer mehr Lager.

Deshalb bin ich sehr wohl dafür, dass man polarisiert, um die Aufmerksamkeit für dieses Thema zu erzeugen.

]]>
Von: Ralph Steinfeldt https://macnotes.de/2015/01/04/indien-vergewaltigung-statistik-deutschland-usa-schweden-daenemark/#comment-407689 Tue, 06 Jan 2015 12:34:23 +0000 http://sajonara.de/?p=71172#comment-407689 Das Einzige, was ich Ihnen versuchte zu vermitteln war und ist, dass man mit den vorliegenden nackten Statistiken weder in D noch sonstwo in der weiten Welt etwas dar- oder widerlegen kann. Diese Statistiken unterscheiden nicht zwischen, Taten, Falschen Verdächtigungen, vorgetäuschten Straftaten.
Zur Berichterstattung sei Ihnen mitgeteilt, dass sehr wohl ausgiebig berichtet wird. Leider beschränken sich die meisten Meldungen auf angezeigte Straftaten. Das redaktionelle Interesse ebbt regelmäßig dann ab, wenn die Ermittlungen nicht auch Strafprozessen führen. Ein reltiv prominetes Beispiel war der Fall in Köln, als eine ‚Frau benommen auf einer Parkbank am Rhein aufgefunden wurde‘ und anschließend die behandelnde Notärztin nichts besseres zu tn hatte, als das ‚Opfer‘ von iner katholischen Klinik zur nächsten zu kutshieren, in denen diese keine ‚Pille danach‘ erhielt. Über die KO-Tropfen oder eine Vergewaltigung berichtete innerhalb kürzester Zeite niemand mehr, aber dieser altmodische katholische Bischoff, der war fällig. Eine aufgelöste junge Frau wurde in Hamburg-Boberg angeblich vergewaltigt und anschließend in einen See geworfen – riesiges mediales Echo. Eine Woche später gsteht die Frau, war nicht so, keine Vergewaltigung, kein Wurf in den See. Ein Teenager auf einer Bank im Hamburger Stdtpark wurde vergewaltigt. Bohei! Zwei Tage später: Nix dran, aber die Mehrzahl der Medienkonsumenten haben davon nichts mehr mitbekommen. Ich mahne hier lediglich zu Vorsicht, im Umgang mit Reizthemen. Nicht tabuisieren, aber wenn darüber berichten, von Anfang bis zum Ende, gleichbleibend. Ich hoffe, das nun abschließend, ausreichend und verständlich herübergebracht zu haben. Wenn nicht, dann Pech. LG

]]>
Von: Alexander Trust https://macnotes.de/2015/01/04/indien-vergewaltigung-statistik-deutschland-usa-schweden-daenemark/#comment-407688 Mon, 05 Jan 2015 22:03:14 +0000 http://sajonara.de/?p=71172#comment-407688 Als Antwort auf Ralph Steinfeldt.

Tur mir Leid, Sie sollten mich nicht missverstehen. Weil Sie drehen und wenden die Zahlen in eine Richtung, mit dem Ergebnis, dass Indien Ihrer Meinung nach zurecht schlecht dasteht (dastehen soll).

Ich habe versucht Sie daran zu erinnern, dass Ihr Argument für beide Seiten gilt. Was Sie an möglichen Mängeln in der Statistik in Indien ausmachen wollen, können Sie genauso gut oder schlecht „vor der eigenen Haustür“ im deutschen Datenbestand tun. Das ist der Impetus meines Artikels.

Das Kritisieren der eigenen Arbeitslosenstatistik würde Ihnen wahrscheinlich wesentlich leichter fallen.

Für mich gehört die Berichterstattung hierzulande ausgewogener gestaltet. Als Deutscher sollte man nicht zu Unrecht das Gefühl haben, Indien sei ein Land voller Vergewaltiger, hier würden aber keine Sexualverbrecher rumlaufen. Dass Sie dieses Motiv von mir abschwächen wollen und stattdessen eine Wertung vornehmen, um Deutschland oder Europa oder was weiß ich wen in Schutz zu nehmen, fällt mir auf, kann ich nur trotzdem nicht gutheißen.

]]>
Von: Ralph Steinfeldt https://macnotes.de/2015/01/04/indien-vergewaltigung-statistik-deutschland-usa-schweden-daenemark/#comment-407687 Mon, 05 Jan 2015 20:36:20 +0000 http://sajonara.de/?p=71172#comment-407687 Als Antwort auf Alexander Trust.

Nun, nicht zuletzt, da Sie offensichtlich lediglich zwischen Bagatelle einerseits und Hysterie anderseits Ihre Wahl getroffen haben – offensichtlich, weil es in Ihrem kleinen Universum nur diese beiden Positionen gibt – erübrigt sich eine sachliche Diskussion im breiten Raum dazwischen. Dafür werden Sie gewiss eine Menge Applaus von denjenigen ernten, denen Sie das Wort reden, der Sache an sich jedoch nicht annähernd gerecht. Sie spielen ein gefährliches Spiel mit nicht vergleichbaren Zahlen und erklären das auf perfide Weise damit, dass die Dinge nicht so einfach lägen wie sie sich darstellten, es sich selber aber reichlich bequem machen. Die skandinavischen Länder stehen also ausgesprochen weit vor Indien? Was, wenn in Indien die selben Kriterien angewandt würden wie in Schweden? Was, wenn ein Julian Assange kein Vergewaltiger ist? Fragen über Fragen. Aber die Dinge sind ja dank Ihrer zweiseitigen Ausführungen endlich glasklar geworden, da wäre sonst niemand so schnell und leicht drauf gekommen. Ihre indirekte Betroffenheit macht Ihr Engagement verständlich, hat Sie jedoch zu stark geblendet, das zeigt mir insbesondere der von Ihnen ergangene Verweis auf den Fall Dall. Schön, was ist mit Türck, Wörz, Arnold, Kachelmann? Glasklar, Täter, die mit einem blauen Auge davon kamen, auch, wie im Fall Arnold, posthum. Und nicht zu vergessen, all die anderen rund 6000 Männer, die nicht wegen der ihnen zur Last gelegten Taten verurteilt wurden.

]]>
Von: T.B. https://macnotes.de/2015/01/04/indien-vergewaltigung-statistik-deutschland-usa-schweden-daenemark/#comment-407686 Mon, 05 Jan 2015 14:44:46 +0000 http://sajonara.de/?p=71172#comment-407686 Dankeschön vielmals, dass Sie den Menschen verständlich machen, dass nicht nur in Indien Vergewaltigungen stattfinden, sondern es noch andere Länder gibt, die Indien bei dieser schändlichen Tat toppen.

So traurig, dass auch sein mag.

]]>
Von: Alexander Trust https://macnotes.de/2015/01/04/indien-vergewaltigung-statistik-deutschland-usa-schweden-daenemark/#comment-407685 Sun, 04 Jan 2015 20:43:29 +0000 http://sajonara.de/?p=71172#comment-407685 Als Antwort auf Ralph Steinfeldt.

Selbst wenn nicht, kann man den Beitrag so stehen lassen!

Wie ich gegen Ende schreibe, kann man eine nicht gegen eine andere aufwiegen. Ihrer Logik zufolge wäre dem dann aber so, und das halte ich für falsch. Sie scheinen die Dinge zu bagatellisieren, was man in diesem Rahmen nicht tun kann.

Die angebliche Vergewaltigung durch Karl Dall wird übrigens in der deutschen Statistik nicht auftauchen, wenn Sie das beruhigt, sondern bei den Schweizer Eidgenossen. Nur kann ich Ihrer kruden Logik nicht folgen, beim besten Willen nicht. Oder ich habe Sie gänzlich missverstanden.

]]>
Von: Ralph Steinfeldt https://macnotes.de/2015/01/04/indien-vergewaltigung-statistik-deutschland-usa-schweden-daenemark/#comment-407684 Sun, 04 Jan 2015 20:13:48 +0000 http://sajonara.de/?p=71172#comment-407684 Wenn man davon ausgeht, dass jede angezeigte Vergewaltigung auch stattgefunden hat, kann man den Beitrag so stehen lassen.
Ich gehe davon nicht aus, denn die Statistiken zu Anzeigen nehmen Ergebnisse in Form von Verurteilungen vorweg, die sie schlicht nicht vorwegnehmen und auch keineswegs den Anspruch erheben dies zu können. Ebenso kann eine Verurteilungsquote nicht als Garant dafür herhalten, dass jeder Freispruch/jede Verurteilung auch bedeutet, dass die Tat (nicht) stattgefunden hat.

Ich sehe also viele zusammengestellte Zahlen, ohne Wertigkeit.

]]>