Recht Archives - Macnotes.de https://macnotes.de/thema/recht/ iPhone, iPod, iPad, Mac - das unabhängige Magazin rund um Apple Fri, 19 Mar 2021 01:50:53 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.1 https://macnotes.de/images/2021/02/image-150x150.jpg Recht Archives - Macnotes.de https://macnotes.de/thema/recht/ 32 32 Alles nur geklaut? Apple Watch am Pranger https://macnotes.de/2020/01/10/alles-nur-geklaut-apple-watch-am-pranger/ Fri, 10 Jan 2020 02:23:19 +0000 https://macnotes.de/?p=393568 Masimo verklagt Apple wegen Apple Watch. Das kalifornische Unternehmen bekommt Gegenwind in der Heimat zu spüren. Denn der Hersteller „nicht-invasiver Patientenüberwachungstechnologien“ aus Kalifornien, Masimo, wirft Apple Patentverstoß vor. Gleich 10 Patente soll der Konzern aus Cupertino missachten. Zudem habe der iPhone-Hersteller Betriebsgeheimnisse gestohlen, indem es Mitarbeiter von Masimo abwarb. Series 4 und 5 am Pranger […]

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Masimo verklagt Apple wegen Apple Watch. Das kalifornische Unternehmen bekommt Gegenwind in der Heimat zu spüren. Denn der Hersteller „nicht-invasiver Patientenüberwachungstechnologien“ aus Kalifornien, Masimo, wirft Apple Patentverstoß vor.

Gleich 10 Patente soll der Konzern aus Cupertino missachten. Zudem habe der iPhone-Hersteller Betriebsgeheimnisse gestohlen, indem es Mitarbeiter von Masimo abwarb.

Series 4 und 5 am Pranger

Sowohl die Apple Watch Series 4 als auch das aktuelle Series-5-Modell würden gleich gegen 10 Patente verstoßen, lautet die Behauptung von Masimo. Das Unternehmen reichte Klage vor dem Bezirksgericht für den „Central District“ in Kalifornien ein (vgl. Klageschrift).

Masimo beschreibt sich selbst als Pionier, wenn es darum geht, einzig mit Lichtstrahlen „zum Beispiel“ die Sauerstoffsättigung in den Arterien von Personen messen zu können. Über diese optische Methodik will Masimo jedoch noch viele weitere Gesundheitsdaten abfragen können.

10 Patente und ein paar Mitarbeiter

2013 trat Apple auf Masimo zu. Noch bevor Apple 2015 die erste Watch vorstellte, wollte Apple gerne die Technologie der Firma nutzen, um ein noch nicht benanntes Produkt am Markt anzubieten.

Masimo lehnte das Angebot nicht etwa ab. Vielmehr trat Apple 2014 von den Verhandlungen zurück. In der Folge warb das Unternehmen einige zentrale Mitarbeiter von Masimo ab, darunter Michael O‘Reilly (nicht verwandt mit dem Verleger), der medizinischer Leiter bei Masimo war. Außerdem heuerte man Marcelo Malini Lamege an, den technischen Leiter bei Cercacor, einem „erst und dann nicht mehr“-Tochterunternehmen Masimos.

Apple war gewarnt

Die Klageschrift enthält noch weitere Vorwürfe. Als Apple nämlich seinerseits Patente für die Apple Watch anmeldete, sollen sowohl Masimo als auch Cercacor Apple vor der Registrierung der Patente gewarnt haben.

Nun fordert Masimo vor Gericht sogar, dass fünf von Apples Patenten umgeschrieben werden, damit die „eigentlichen“ Ideengeber berücksichtigt würden. Ferner soll der Verkauf der Series 4 und 5 gestoppt werden und man möchte natürlich entsprechend entschädigt werden.

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Nachlese: iPhone Developer Conference in Köln https://macnotes.de/2009/12/04/nachlese-iphone-developer-conference-in-koln/ https://macnotes.de/2009/12/04/nachlese-iphone-developer-conference-in-koln/#comments Fri, 04 Dec 2009 10:50:36 +0000 http://www.macnotes.de/?p=26005 Am Dienstag und Mittwoch fand in Köln die zweite iPhone Developer Conference statt. Über zwei Tage hinweg drehte sich die Veranstaltung nur um das iPhone, wie man Apps für Apples Mobilplattform entwickelt und wie man möglichst viel Geld mit letzteren verdienen kann. Aufgrund des großen Andrangs wurde die gesamte Veranstaltung in diesem Jahr in zwei […]

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Am Dienstag und Mittwoch fand in Köln die zweite iPhone Developer Conference statt. Über zwei Tage hinweg drehte sich die Veranstaltung nur um das iPhone, wie man Apps für Apples Mobilplattform entwickelt und wie man möglichst viel Geld mit letzteren verdienen kann.

Aufgrund des großen Andrangs wurde die gesamte Veranstaltung in diesem Jahr in zwei „Tracks“ aufgeteilt, nämlich „Business“ und „Developer“. Zwischen den parallel verlaufenden Vorträgen konnten die Besucher jeweils den gerade für sie Interessanteren wählen.

War 2008 in München noch die Eröffnungskeynote mit dem Titel „Wer braucht die nächsten 2000 Apps“ versehen, so sahen sich in diesem Jahr die Referenten mit einem explodierenden Markt und entsprechend gestiegenem Interesse potenzieller Besucher konfrontiert: Die iPhone Developer Conference war dank früherer Ankündigung trotz Teilnahmegebühren ab 400€ eine Woche vor Beginn ausverkauft.

Neben hochkarätigen Referenten (z. B. Markus Stäuble, dem Autor des iPhone-Entwicklerbuchs „Programmieren fürs iPhone“ oder Ortwin Gentz, CEO von Futuretap) haben sich auch zwischen den Präsentationen neue Kontakte knüpfen lassen. Das Publikum war bunt gemischt: Es waren nicht nur Vertreter von Firmen zur Promotion ihrer Apps vor Ort. Andere Unternehmen schickten Mitarbeiter, um die Möglichkeiten für ihr Business auf der iPhone-Plattform auszuloten, Einzelentwickler, die mehr über die iPhone-Programmierung lernen wollten, waren größtenteils im Developer-Track zu finden.

Das Programm war dabei außerordentlich vielseitig: Im Developer-Track ging es um XCode und seine Funktionsweise, die sinngemäße und nutzerorientierte Gestaltung von Benutzeroberflächen sowie Spezialbereiche wie Spieleprogrammierung und Web-Apps. Auch die von Apple flächendeckend eingeführte Programmiersprache Objective-C kam natürlich nicht zu kurz und auch dem Shopping mit dem iPhone war ein eigener Vortrag gewidmet.

Der Business-Track dagegen beschäftigte sich sehr breit gefächert mit Einsatzgebieten für iPhone und iPod touch in Universitäten und rechtlichen Bestimmungen, die bei der Softwareentwicklung insbesondere für deutsche Kleinentwickler wichtig sind. Im Vordergrund stand aber die Frage, wie man mit seinen Apps Gewinn macht: So wurde zum Beispiel diskutiert, ob man lieber selbst entwickeln oder lieber eine bereits vorhandene App von einer anderen Firma kaufen sollte, sowie die Frage, welche Möglichkeiten es für traditionelle Printverlage noch gibt, ihre Produktideen auf dem iPhone zu monetarisieren.

In den Pausen gab es somit genug Gesprächsstoff für Diskussionen mit den Referenten, Experten und Mitbesuchern. Am Rande des Events nutzte der Veranstalter die Öffentlichkeit, um eine neue Zeitschrift exklusiv für Entwickler vorzustellen, und teilte an die Besucher gleich Probeexemplare der neuen „MacDeveloper“ aus.

Am Ende des ersten Tages gab es zudem noch ein Special Event: Am Abend wurde die „Beste App Deutschlands“ in drei Kategorien gekürt: Eine Jury aus fünf Experten wählten bigMUSIC zur besten studentischen App, Trails GPS Logbuch zur App, die die neuen Features des iPhone OS 3.0 am Besten implementiert, und schließlich Crazy Machines zur insgesamt besten deutschen App.

Als Fazit bleibt also festzuhalten: Neben vielen interessanten Konzepten und neuen Informationen waren die Themen im Developer-Track teilweise sichtlich auf programmiererfahrene Entwickler zugeschnitten – wer noch nie für den Mac entwickelt hat oder überhaupt eine Programmierumgebung von innen gesehen hat, war schnell überfordert. Im Business-Track war dagegen die Zielrichtung der Referenten hauptsächlich eine: Möglichst schnell und sicher möglichst viel Geld mit Apps verdienen – auch, wenn zumindest die Vortragenden aus dem akademischen Umfeld mit echten Innovationen aufwarteten, die die Zukunft des Lernens an Universitäten entscheidend mitprägen könnten.

Fotos von der iPhone Developer Conference gibt es hier.

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