Politik Archives - Macnotes.de https://macnotes.de/thema/politik/ iPhone, iPod, iPad, Mac - das unabhängige Magazin rund um Apple Tue, 21 Dec 2021 21:15:43 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.1 https://macnotes.de/images/2021/02/image-150x150.jpg Politik Archives - Macnotes.de https://macnotes.de/thema/politik/ 32 32 Apple wehrt sich in Russland gegen Kennzeichnungspflicht https://macnotes.de/2021/12/06/apple-wehrt-sich-in-russland-gegen-kennzeichnungspflicht/ Mon, 06 Dec 2021 13:00:00 +0000 https://macnotes.de/?p=607291 Geht es nach der russischen Kartellbehörde, dann muss Apple Entwicklern erlauben, in Apps auf Angebote außerhalb des App Store hinzuweisen. Ähnliche Fälle verhandelt der iPhone-Anbieter auch andernorts, zum Beispiel mit Epic Games. Doch der Konzern aus Cupertino schöpft nun seine Rechtsmittel aus. Apple möchte von einem ordentlichen Gericht festgestellt bekommen, ob es den Auflagen der […]

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Geht es nach der russischen Kartellbehörde, dann muss Apple Entwicklern erlauben, in Apps auf Angebote außerhalb des App Store hinzuweisen. Ähnliche Fälle verhandelt der iPhone-Anbieter auch andernorts, zum Beispiel mit Epic Games. Doch der Konzern aus Cupertino schöpft nun seine Rechtsmittel aus.

Apple möchte von einem ordentlichen Gericht festgestellt bekommen, ob es den Auflagen der Kartellbehörden in Russland Folge leisten muss, die berichtet RT.

Die Kartellbehörde hatte zunächst eine Untersuchung eingeleitet und später Apple Machtmissbrauch vorgeworfen. Einige Nutzer und Entwickler sollen Beschwerden eingereicht haben, die darauf verweisen, dass es günstigere Wege gibt, um an App-Inhalte zu kommen, diese aber innerhalb der Software selbst nicht angeboten, respektive beworben werden (dürfen).

Frist zum 30. September verstrichen

Der Konzern hatte ursprünglich Zeit bis 30. September, das Problem aus der Welt zu schaffen und Entwicklern die Möglichkeit zu geben, auf Angebote außerhalb des App Store zu verweisen. Andernfalls würde eine Strafe fällig, die sich an den Umsätzen Apples in Russland bemisst.

Apples Provision in Höhe von 30 Prozent wird für die Preisunterschiede verantwortlich gemacht.

Nicht die erste Auseinandersetzung

Apple sah sich in Russland schon einigen Vorwürfen ausgesetzt und musste aber auch auf Anweisungen der Regierung Änderungen an seinem System vornehmen. Kund:innen in Russland musste man bei der Ersteinrichtung neuer Hardware auf eine Liste von Apps zur Installation hinweisen, die von der russischen Regierung „befürwortet“ werden. Dabei ging es vor allem um Suchmaschinen, Browser, Mail-Programme und ähnliche Apps.

Im April des Jahres erhielt Apple zudem in Russland eine Strafe in Höhe von rund 12 Millionen US-Dollar aufgebrummt, weil Verstöße gegen das Kartellrecht festgestellt wurden. Auch in diesem Fall wählte Apple den Rechtsweg, weil es mit der Strafe nicht einverstanden war.

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Craig Federighi: Sideloading ein Schritt zurück https://macnotes.de/2021/11/03/craig-federighi-sideloading-ein-schritt-zuruck/ Wed, 03 Nov 2021 19:15:00 +0000 https://macnotes.de/?p=602672 Apples Softwarechef, Craig Federighi, sprach auf der Web Summit Konferenz in Portugal. Dort stellte er sich gegen eine Gesetzesnovelle der EU, die womöglich Sideloading erlauben könnte. Dies sei für ihn ein Rückschritt. In Lissabon findet zwischen dem 1. und 4. November der „Web Summit“ statt. Es handelt sich dabei um eine Konferenz mit namhaften Sprecher:innen. […]

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Apples Softwarechef, Craig Federighi, sprach auf der Web Summit Konferenz in Portugal. Dort stellte er sich gegen eine Gesetzesnovelle der EU, die womöglich Sideloading erlauben könnte. Dies sei für ihn ein Rückschritt.

In Lissabon findet zwischen dem 1. und 4. November der „Web Summit“ statt. Es handelt sich dabei um eine Konferenz mit namhaften Sprecher:innen. Darunter fand sich auch Apples Softwarechef Craig Federighi. Er sprach an Tag 2 der Veranstaltung. Wer sich den Vortrag noch einmal ansehen möchte, findet eine Aufzeichnung mittlerweile auf LinkedIn.

Craig Federighi gegen Sideloading

Federighi gab sich während seines Vortrags Mühe, eine Gesetzesinitiative Europas zu kritisieren. Würde man das Sideloading von Apps erlauben, öffnete man Schadsoftware Tür und Tor, so der Apple-Verantwortliche.

Der „Digital Markes Act“ habe Gutes im Sinn. Doch er würde an dieser Stelle nicht den Schritt in die Zukunft bedeuten, sondern vielmehr einen Rückschritt. Er als Entwickler wolle, dass das iPhone möglichst sicher bleibe und Nutzer nicht zu sehr sorgen müssten. Doch genau das würde das „Sideloading“ konterkarieren.

Info

Für diejenigen, die noch nicht wissen, was es mit dem Begriff Sideloading auf sich hat, wollen wir ihn an dieser Stelle einmal erläutern. Der Begriff stammt aus der neueren Zeit, in der Smartphones und App Stores zum Status quo geworden sind. Viele der Hersteller boten einen Marktplatz für den Verkauf und Download von Software an. Ferner gibt es bei Apple aber keine Möglichkeit, Apps zu installieren. Das stimmt natürlich nicht ganz. Denn Entwickler können zum einen Testversionen über die Testflight-App an Nutzer austeilen, die noch nicht offiziell im App Store vorhanden sind. Überdies gibt es auch die Möglichkeit, Apps zu installieren, die dann über eine Signatur von einem Entwickler autorisiert werden. Doch Apple begrenzt die Nummer von möglichen Nutzer:innen.

Apples Haltung zum „Sideloading“ von Apps wurde im Rahmen des Gerichtsverfahrens zwischen Epic Games und Apple bereits mehr als deutlich.

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Apple nimmt Dampf vom Kessel: Einigung mit Entwicklern, Netflix, Spotify und der Politik https://macnotes.de/2021/09/03/apple-nimmt-dampf-vom-kessel-einigung-mit-entwicklern-netflix-spotify-und-der-politik/ Fri, 03 Sep 2021 14:29:24 +0000 https://macnotes.de/?p=590451 Innerhalb von wenigen Tagen hat Apple gleich zwei „Baustellen“ geschlossen. Das Unternehmen einigte sich zunächst mit US-Entwicklern, um eine Sammelklage zu vermeiden. Es kommt außerdem Anbietern wie Netflix und Spotify entgegen, damit aber vor allem der japanischen Politik, die ansonsten eine Kartellbeschwerde weiter untersucht hätte. Gleichzeitig beharrt Apple in Südkorea auf seinem Standpunkt, und macht […]

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Innerhalb von wenigen Tagen hat Apple gleich zwei „Baustellen“ geschlossen. Das Unternehmen einigte sich zunächst mit US-Entwicklern, um eine Sammelklage zu vermeiden. Es kommt außerdem Anbietern wie Netflix und Spotify entgegen, damit aber vor allem der japanischen Politik, die ansonsten eine Kartellbeschwerde weiter untersucht hätte. Gleichzeitig beharrt Apple in Südkorea auf seinem Standpunkt, und macht nach wie vor Epic Games und anderen großen Entwicklern eben keine Zugeständnisse.

Sammelklage in den USA vermieden

Apple hat sich mit App-Store-Entwicklern in den USA geeinigt, die eine Sammelklage angestrebt hatten. Vorbehaltlich der Entscheidung durch das Gericht kann man den Fall dann zu den Akten legen.

Die Einigung sieht im Wesentlichen einen 7-Punkte-Plan vor und stellt außerdem einen Fonds in Höhe von 100 Millionen US-Dollar bereit, der etwaige Entschädigungen abdecken wird. Berechtigt, eine solche zu erhalten, sind lediglich US-Entwickler, und auch nur solche, die weniger als eine Million US-Dollar mit bezahlten Downloads, In-App-Käufen oder Abonnements im Jahr verdienten. Dies wiederum betrifft nur den Zeitraum zwischen dem 4. Juni 2015 und dem 26. April 2021.

Wie kommen Entwickler an die Entschädigung?

Die Anwaltskanzlei hat für die Entwickler eine Website unter dem URL SmallAppDeveloperAssistance.com eingerichtet. Dort können sich Entwickler für einen Newsletter registrieren, um zu erfahren, wann Rechtsgültigkeit herrscht. 45 Tage nach dem feststehenden Urteil soll die Möglichkeit bestehen, Ansprüche geltend zu machen. 120 Tage Zeit sollen Entwickler dann bekommen, den Anspruch einzureichen.

Wie viel Geld Entwickler dann von Apple erhalten, richtet sich nach dem Gesamtumsatz in dem zuvor erwähnten Zeitraum von nicht ganz sechs Jahren. Wer in dem Zeitraum lediglich bis zu 100 US-Dollar Umsatz erzielte erhält eine Einmalzahlung in Höhe von 250 US-Dollar. Entwickler, die in diesen knapp sechs Jahren zusammen mehr als eine Million US-Dollar verdient haben, bekommen 30.000 US-Dollar einmalig. Die Summe der Auszahlung kann sich erhöhen, wenn sich weniger Entwickler melden als eigentlich vorgesehen. In dem Fall wird das vorhandene Geld proportional auf die übrigen verteilt.

Was umfasst der 7-Punkte-Plan?

Apple selbst informierte über diese Einigung in einer Pressemeldung. Sie beschreibt im Wesentlichen das Geschriebene und fasst noch einmal sieben Eckpunkte zusammen, die zu der Einigung geführt haben:

  • Apple wird das App Store Small Business Programm, bei dem kleine Entwickler nur 15 Prozent Provision zahlen, mindestens noch drei Jahre fortführen.
  • Die App-Store-Suche wird in den kommenden drei Jahren weiterhin auf objektiven Kriterien wie Downloadzahlen, Bewertungen und ähnlichen beruhen. Apple hatte angekündigt, den Algorithmus ändern zu wollen. Dies hätte unter anderem mehr Raum für App-Werbung auf den vorderen Plätzen gemacht.
  • Entwickler dürfen Nutzer per E-Mail und auf anderen Wegen informieren, dass es Bezahlmöglichkeiten auch außerhalb des App Store gibt. Allerdings müssen Nutzer der Kommunikation zustimmen und auch in der Lage sein, die Kontaktaufnahme abzulehnen (opt-out). Dies entspricht dann in etwa derzeitigen Regeln für Datenschutz. Ärgern dürfte sich an dieser Stelle Epic Games. Denn das Unternehmen wird davon explizit nicht profitieren und möchte aber genau dies erreichen.
  • Zusätzlich weitet Apple die Zahl der Preispunkte aus, die Entwickler für In-App-Käufe und Abonnements einrichten dürfen. Möglich, dass wir dann in Zukunft noch viel maßgeschneidertere Angebote erleben. Derzeit gibt es für Entwickler weniger als 100 Preispunkte, in Zukunft werden es mehr als 500 sein.
  • Entwickler dürfen auch in Zukunft Einwände vorbringen, wenn die eigene App abgelehnt werden sollte. Zudem wird Apple weitere Informationen veröffentlichen um den „App-Review“-Prozess transparenter zu gestalten.
  • Apple hat sich außerdem dazu verpflichtet, einmal jährlich eine Auswertung zu veröffentlichen, die Kennziffern zum App-Review-Prozess enthält. Dieser Bericht wird auch die Zahl von abgelehnten Apps enthalten und die Gründe der Ablehnung. Wir werden aber auch Hinweise erhalten, wie viele Entwickler- und Nutzer-Konten geschlossen wurden, und wie viele Apps aus dem App Store entfernt.
  • Zu guter Letzt umfasst die Einigung eben noch die oben bereits erläuterte Entschädigung für Entwickler.

Wieso hat Apple der Einigung zugestimmt?

Wenn man es mit Mundart ausdrücken möchte, dann könnte man sagen: Mit Speck fängt man Mäuse. Denn diejenigen Entwickler, die der Einigung zustimmen und die Entschädigung akzeptieren, bringen damit außerdem zum Ausdruck, dass sie mit Apples App-Store-Regeln explizit einverstanden sind. Die Entwickler haben entsprechend die Wahl: Nehmen sie das Geld an, oder kritisieren sie weiterhin die App-Store-Bedingungen als unfair. Da der Konzern aus Cupertino aber auch an der Stelle nachbessert, kann man sagen: Apple erkauft sich somit ein Votum kleinerer Entwickler (und könnte dieses später noch in einem Gerichtsverfahren gegen Epic Games und andere vorbringen).

Netflix und andere Medienkonsum-Apps mit Ausweg aus App Store

In Japan gab es darüber hinaus eine schwebende Untersuchung der Handelskommission. Diese wollte rausfinden, ob Apple seine Marktmacht ausnutzt und die Konkurrenz abkanzelt, indem es Anbietern von Medienkonsum-Apps nicht erlaubt, auf die Registrierung und das Abo außerhalb des App Store hinzuweisen.

Noch ehe die Untersuchung abgeschlossen wurde, einigte sich Apple mit der Administration. Entsprechend wurde die Untersuchung für beendet erklärt.

Apple macht Zugeständnisse weltweit

Das Unternehmen kündigte in der Folge an, dass es in Zukunft Anbieter von Medienkonsum-Apps Zugeständnisse machen wird. Netflix, Readly und viele weitere Anbieter von Abonnements für Magazine, Comics, Nachrichten, Bücher, Musik, Filme und Serien profitieren in Zukunft davon.

Die Neuregelung sieht vor, dass die Anbieter nun auch in der App auf eine Registrierungsmöglichkeit außerhalb des App Store verweisen dürfen. Dort können die Anbieter dann auch eigene Bezahlmethoden vereinbaren und Apple erhält in dem Fall keine Provision mehr. Die Anpassungen haben weltweit Gültigkeit und nicht nur in Japan. Anfang 2022 tritt die Änderung in Kraft.

Interessant ist in diesem Fall, dass Apple mit dieser Entscheidung womöglich einen Keil zwischen die Teilnehmer der Koalition für App-Fairness treiben könnte. Der gehören unter anderem Epic Games aber auch Spotify an. Während der Musikstreaming-Anbieter nun einen Grund weniger hätte, gegen Apple zu opponieren, schaut Epic Games weiter in die Röhre.

Apple nimmt Änderungen vor

Entwickler werden bis dahin noch durch geänderte Nutzungsbedingungen über die Änderungen im Detail informiert werden.

An der Stelle betont Apple, dass das eigene Bezahlsystem nach wie vor die sicherste und effizienteste Lösung sei. Trotzdem werde man Entwicklern helfen, die Weiterleitung auf externe Webseiten sicher zu gestalten.

Unzufrieden über Gesetz in Südkorea

Es ist aber nicht alles Gold, was glänzt, genauer gesagt Apple nicht mit allen Entscheidungen in der jüngsten Zeit zufrieden. Denn Ende August wurde in Südkorea ein Gesetz verabschiedet, wie das Wall Street Journal berichtete. Es erweitert die Möglichkeit für Entwickler von Apps in App Stores.

Davon betroffen sind grundsätzlich auch Anbieter von Android-Apps. Die dürfen in Südkorea nun nämlich von Gesetzes wegen Nutzer auf Bezahlmethoden außerhalb des jeweiligen App Store hinweisen.

Der iPhone-Hersteller ist mit der Entscheidung nicht glücklich und sieht die Gefahr des Missbrauchs, wie er in einer Stellungnahme wissen ließ. Nutzern würden auf externen Kanälen nicht dieselbe Sicherheit garantiert. Außerdem würden damit Jugendschutzfunktionen ausgehebelt, Eltern könnten nun nicht mehr sicherstellen, dass Kinder nicht unbeabsichtigt deren Geld ausgäben.

„The Telecommunications Business Act will put users who purchase digital goods from other sources at risk of fraud, undermine their privacy protections, make it difficult to manage their purchases, and features like “Ask to Buy” and Parental Controls will become less effective. We believe user trust in App Store purchases will decrease as a result of this legislation — leading to fewer opportunities for the over 482,000 registered developers in Korea who have earned more than KRW8.55 trillion to date with Apple.“

Neues Angebot für Nachrichten-Produzenten, nur Epic Games geht leer aus

Ebenfalls neu ist das News Partner Programm Apples. Das bringt einige Verbesserungen in den Geschäftsbeziehungen für solche Nachrichtenpublikationen mit sich, die a) über eine App im App Store verfügen und b) Inhalte hinter einer Bezahlschranke respektive im Abo-Modell vertreiben. Auch ihnen bleibt unter dem Strich mehr Geld übrig.

Es fällt auf, dass Apple vor allem dort Zugeständnisse machte, wo es dem eigenen Geldbeutel nicht so sehr wehtut. Es bleibt abzuwarten, ob die Strategie sich auszahlt, oder am Ende das App-Store-Monopol doch noch fällt.

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Bundeskartellamt mit Untersuchung gegen Apple https://macnotes.de/2021/06/21/bundeskartellamt-mit-untersuchung-gegen-apple/ Mon, 21 Jun 2021 13:50:25 +0000 https://macnotes.de/?p=570038 Das Bundeskartellamt leitet offiziell eine Untersuchung gegen Apple in Deutschland ein. Man möchte herausfinden, ob der iPhone-Hersteller eine dominante Position im marktübergreifenden Wettbewerb innehat. Konkret sind Apples Apps und Services im Visier der Kartellwächter. Verfahren nach § 19a Abs. 1 GWB Der Präsident des Kartellamtes, Andreas Mundt, leitet zunächst ein Feststellungsverfahren gegeben Apple ein. Darüber informierte […]

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Das Bundeskartellamt leitet offiziell eine Untersuchung gegen Apple in Deutschland ein. Man möchte herausfinden, ob der iPhone-Hersteller eine dominante Position im marktübergreifenden Wettbewerb innehat. Konkret sind Apples Apps und Services im Visier der Kartellwächter.

Verfahren nach § 19a Abs. 1 GWB

Der Präsident des Kartellamtes, Andreas Mundt, leitet zunächst ein Feststellungsverfahren gegeben Apple ein. Darüber informierte die Behörde heute in einer Pressemitteilung.

Das Verfahren beruft sich auf neue Digitalvorschriften nach § 19a Abs. 1 GWB. Das neue Digitalisierungsgesetz erlaubt andere Sachverhalte zu prüfen als bisher. Paragraf 19a lautet dabei „Missbräuchliches Verhalten von Unternehmen mit überragender marktübergreifender Bedeutung für den Wettbewerb“. Konkret wird nun eruiert, ob Apple eine „marktbeherrschende Stellung auf einem oder mehreren Märkten“ innehat. Gleichzeitig beurteilt man die „Finanzkraft“ Apples, legt ein Augenmerk auf die „vertikale Integration“ (vgl. Wikipedia), sowie den „Zugang zu wettbewerbsrelevanten Daten“ und schätzt die Bedeutung Apples „Tätigkeit für den Zugang Dritter zu Beschaffungs- und Absatzmärkten“ ein.

App Store im Fadenkreuz

Dem Bundeskartellamt geht es in erster Linie um Apples App Store. Man wird die Frage klären, ob Apple ein Ökosystem geschaffen hat, das auf mehreren Geräten auch Einfluss auf die Geschäftstätigkeit Dritter nimmt. Öffentliche Beschwerden gibt es genug. Man denke nur an die kolportierten Wettbewerbsnachteile von Spotify, oder Facebook, aber auch Axel Springer und andere, die zuletzt wegen der Einführung von Datenschutzmaßnahmen die Fälle beim Nachverfolgen von Nutzerverhalten davonschwimmen sahen. Die Medienunternehmen nennen das Verhalten wettbewerbsgefährdend.

Erst in einem zweiten Schritt will man sich dann auch Apples System für In-App-Käufe und deren Provisionen anschauen, sowie das angesprochene Tracking.

Das Bundeskartellamt wird sich im Laufe des Verfahrens womöglich auch mit der EU-Wettbewerbsbehörde und denjenigen anderer Länder kurzschließen, heißt es in der Pressemeldung weiter.

Facebook, Amazon und Google ebenfalls am Pranger

Apple ist nicht das erste Unternehmen, gegen das das Kartellamt ein Feststellungsverfahren einleitet. Zuvor leitete man selbige Ende Januar 2021 auch gegen Facebook, Mitte Mai gegen Amazon und Ende Mai 2021 gegen Google ein. Nun folgt Mitte Juni also eine Untersuchung gegen Apple.

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Recht auf Reparatur: So hat Apple sich das nicht vorgestellt https://macnotes.de/2021/03/31/recht-auf-reparatur-so-hat-apple-sich-das-nicht-vorgestellt/ Wed, 31 Mar 2021 17:11:30 +0000 https://macnotes.de/?p=550821 Im US-Bundesstaat Nevada wird demnächst über ein neues Gesetz entschieden. Darin geht es um das „Recht auf Reparatur“. Zumindest geht es darin um eine Facette des „Reparierens“ im gewerblichen Umfeld. Apple stellt sich neben HP und Honeywell gegen das Gesetz. Das vermeintliche Totschlagargument in diesem Fall ist abermals die Privatsphäre. Wenn man die passenden Schlagzeilen […]

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Im US-Bundesstaat Nevada wird demnächst über ein neues Gesetz entschieden. Darin geht es um das „Recht auf Reparatur“. Zumindest geht es darin um eine Facette des „Reparierens“ im gewerblichen Umfeld. Apple stellt sich neben HP und Honeywell gegen das Gesetz. Das vermeintliche Totschlagargument in diesem Fall ist abermals die Privatsphäre.

Wenn man die passenden Schlagzeilen liest, könnte man das Gefühl haben, Apple wehrt sich mit Händen und Füßen gegen das Reparieren seiner Geräte. Tatsächlich scheint der iPhone-Hersteller kein Freund davon, dass die eigenen Geräte wirklich reparaturfreundlich sind. Eine Frage, die man nicht ohne Weiteres beantworten kann, ist: Wie sehr steht Apple gegen das Recht auf Reparatur.

Entscheidung in Nevada ist besonders

Vor diesem Hintergrund wird Apples Lobbyarbeit leider aus den falschen Gründen vor den Karren gespannt. Denn die Interpretation kann nur die falschen Schlüsse ziehen.

Es geht im Kontext der Entscheidungen in Nevada nämlich nicht um Themen wie Obsoleszenz, oder wenn, dann nur im entfernten Sinn. Vielmehr planen die Gesetzgeber die Pflicht für Elektronikhersteller, unabhängigen Reparaturdienstleistern passende Reparaturunterlagen zur Verfügung zu stellen, aber auch den Zugang zu Ersatzteilen zu gewähren. Noch konkreter regelt das Gesetz dieses Vorgehen für alle Elektronikgerät im Wert von unter 5.000 US-Dollar. Hersteller beispielsweise teurer Klimaanlagen, oder von Autos wären dann von dem Gesetz ausgenommen. Bei Computern würde sich hingegen eine merkwürdige Situation ergeben. Für seinen Mac Pro müsste Apple womöglich keine Ersatzteile und Unterlagen bereitstellen, für viele andere Geräte aber schon, vor allem iPhones und iPads.

Privatsphäre als Totschlagargument?

Nun hat der Konzern aus Cupertino Sorge, dass dann die Nutzerdaten auf dem Spiel stehen. Bislang nämlich erhalten nur autorisierte Reparaturdienstleister die Möglichkeit, Apples Geräte zu reparieren und unterschreiben Verträge, die Apple absichern und manche als drakonisch kategorisieren.

Ungeprüfte Dienstleister könnten Zugang zu persönlichen Informationen der Gerätebesitzer bekommen lautet Apples, aber auch das Argument einiger anderer Technologiekonzerne. Sie werden vertreten von Cameron Demetre, dem Direktor von TechNet. Über den Vorgang berichtet Associated Press.

Apple und andere Technologiekonzerne stehen zunehmend unter Druck, die Elektronik nachhaltiger zu gestalten. Dazu zählt auch, sie reparaturfreundlicher zu machen.

Um ein wenig Druck vom Kessel zu nehmen, führte Apple Ende 2019 das „Independent Repair Provider“ Programm ein. Daran können Reparaturdienstleister teilnehmen und erhalten Zugang zu Ersatzteilen und Dokumentation für Geräte, die Apple selbst nicht mehr repariert.

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EU-Kartellwächter bereiten Anklage gegen Apple vor https://macnotes.de/2021/03/05/eu-kartellwachter-bereiten-anklage-gegen-apple-vor/ Fri, 05 Mar 2021 13:00:00 +0000 https://macnotes.de/?p=540160 Die EU-Kommission wurde aufgrund einer Beschwerde Spotifys hin erst tätig. Nun berichtet die Agentur Reuters exklusiv über die Vorbereitungen einer Anklage der EU gegen Apple. Noch in diesem Sommer soll eine Anklage der EU-Kartellwächter Apple zugestellt werden. Dies berichtet die Agentur Reuters unter Berufung auf zwei Personen, die mit der Angelegenheit vertraut seien. Apples Geschäftsmodell […]

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Die EU-Kommission wurde aufgrund einer Beschwerde Spotifys hin erst tätig. Nun berichtet die Agentur Reuters exklusiv über die Vorbereitungen einer Anklage der EU gegen Apple.

Noch in diesem Sommer soll eine Anklage der EU-Kartellwächter Apple zugestellt werden. Dies berichtet die Agentur Reuters unter Berufung auf zwei Personen, die mit der Angelegenheit vertraut seien.

Apples Geschäftsmodell steht auf dem Spiel

Insgesamt vier Fälle behandelt die EU-Kommission derzeit gegen Apple, allesamt sind im Sommer 2020 auf den Tisch gekommen. Zumindest eine davon, die auf eine Beschwerde von Konkurrent Spotify zurückgeht, dürfte Apples Geschäftsmodell betreffen.

App-Entwickler müssen an Apple eine Gebühr abgeben, wenn sie Software im App Store verkaufen wollen. Ende letzten Jahres reduzierte Apple als Zeichen des guten Willens für „kleine Entwickler“ diese Gebühr von 30 auf dann 15 Prozent.

Abonnements dürfen nicht ohne Apple ausgehandelt werden. Es gibt jedoch Ausnahmen und natürlich können Anbieter Software bereitstellen, in die man sich einloggt, bei der man den Bezahlvorgang aber in jedem Fall außerhalb der App realisieren muss. Dies ist umständlicher und ein Nachteil in der Benutzerführung gegenüber Apples eigenen Apps. Entweder nimmt der Anbieter dann in Kauf, Apple etwas abgeben zu müssen oder er akzeptiert, dass Apples Angebote oder die von Konkurrenten, die dies akzeptieren, leichter bedienbar sind.

Schwierig ist dies vor allem, da Apple mit Apple Music ein Konkurrenzangebot zu Spotify betreibt.

Warten auf EU-Kommission

Reuters weist zurecht darauf hin, dass die EU-Kommission in solchen Fällen vorab immer auch eine Stellungnahme veröffentlichen wird. Dies kann zwar trotzdem noch Wochen oder Monate dauern, wird aber dann sehr interessant werden. Denn darin wird normalerweise die Anklage begründet, eine mögliche Strafe angedroht und aber auch Möglichkeiten zur Lösung bereitet.

Lösungsansatz: Ausgliederung von Servicegeschäft

Eine Lösung fällt uns spontan ein: Apple könnte Apple Music und seine übrigen Services in ein separates Unternehmen ausgliedern. Eine „Apple Services“-Gesellschaft müsste dann dem Mutterkonzern seinerseits Tantieme entrichten und sich außerdem an die Spielregeln im App Store halten.

Spotify drohte Entwicklern

Spotify selbst legt sehr viel Wert darauf, sein System geschlossen zu halten und drohte Entwicklern Ende letzten Jahres mit dem Lizenzentzug, wenn sie nicht aufhörten, Datenmigration zu anderen Anbietern in ihren Apps zu erlauben.

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Sajonaras 7 Minuten #26: Wie kann NRW nur 2,6 Millionen Euro für den Brockhaus ausgeben? https://macnotes.de/2021/03/03/sajonaras-7-minuten-26-wie-kann-nrw-nur-26-millionen-euro-fur-den-brockhaus-ausgeben/ Wed, 03 Mar 2021 14:00:47 +0000 https://macnotes.de/?p=532920 Die Überschrift zu unserer jüngsten Podcast-Ausgabe ist etwas irreführend. Tatsächlich hat sich die Bildungsministerin des Landes NRW dazu entschieden, auf drei Jahre 2,5 Millionen Euro für eine Brockhaus-Lizenz auszugeben. Doch das ist deutlich weniger ein Aufregerthema als man das nach der Recherche in den sozialen Medien denken könnte. Heutzutage regt sich eigentlich jeder über alles […]

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Die Überschrift zu unserer jüngsten Podcast-Ausgabe ist etwas irreführend. Tatsächlich hat sich die Bildungsministerin des Landes NRW dazu entschieden, auf drei Jahre 2,5 Millionen Euro für eine Brockhaus-Lizenz auszugeben. Doch das ist deutlich weniger ein Aufregerthema als man das nach der Recherche in den sozialen Medien denken könnte.

Heutzutage regt sich eigentlich jeder über alles auf. Spannend wäre aber, wenn die Leute irgendwann anfingen, sich über sich selbst aufzuregen, statt über andere. Vielleicht werden wir das ja noch erleben. Gerade aber in den „Social Networks“ gibt es zu jedem Thema auch eine Aufreger-Bubble, ob nun gerechtfertigt oder nicht. Letztlich ist Aufregen nie gut, auch nicht für die eigene Lebenserwartung, wie diverse medizinische Studien bereits nachgewiesen haben.

2,5 Millionen Euro für den Brockhaus?

Auf den ersten Blick könnte man denken, dass dort jemand 2,5 Millionen Euro für Wissen ausgegeben hat, das heute niemand mehr benötigt. Auf Twitter beispielsweise wurde die Entscheidung kritisiert und der Ruf laut, man hätte doch das Geld auch für die Wikipedia ausgeben können.

Doch wer so etwas fordert, der weiß nicht, was es mit dem Brockhaus 2021 auf sich hat. Die Marke firmiert unter schwedischer Flagge und liefert keine staubtrockenen Bücher mehr, die man sich ins Regal stellt. Die gibt es bereits seit 2015 nicht mehr. Stattdessen offeriert Brockhaus ein gesamtes Bildungsangebot für Schüler und Lehrer, zu den unterschiedlichsten Themen in der Bildung. Dazu zählen auch Inhalte in der Cloud und Videokurse und interaktive Tutorials, Prüfungsvorbereitungsinhalte, und vieles mehr. Lehrer bekommen außerdem einen Kanon an Inhalten geliefert, Inspiration für Aufgaben, usf.

33 Cent pro Schüler

Man muss zudem die Situation ein wenig näher beleuchten. Sind 2,5 Millionen Euro viel Geld? Mit Sicherheit. Aber das Bundesland NRW verfügt über 2,5 Millionen Schüler. Die 2,5 Millionen Euro fließen auf drei Jahre. Also zahlt man umgerechnet lediglich 33 Cent pro Jahr pro Schüler und für 200.000 Lehrer, um diesen allen den Zugriff auf ein umfangreiches Lehr- und Bildungsangebot zu ermöglichen.

Wikipedia ist (k)eine Anlaufstelle

Wer spontan Wikipedia als Ersatz für „den“ Brockhaus, wie ich ihn oben erläutert habe, sieht, der irrt. Zum einen hat das Onlinelexikon keine Schnittstellen um Computer und Tablets mit Lehr- und Lernmaterial zu versorgen. Man kann die App oder die Website öffnen und selbst darin suchen. Aber das ist nicht vergleichbar mit dem „modernen“ Angebot von Brockhaus.

Nun erläutere ich im Podcast aber noch umfangreicher, wieso ich denke, dass die Aufregung absolut nicht angebracht ist, und Wikipedia in diesem Fall keine echte Alternative. Und auch wenn es so klingt, möchte ich gar nicht Partei ergreifen für etwas, sondern nur darauf aufmerksam machen, dass man nicht aufgrund falscher Annahmen ein Urteil fällt, was so nicht statthaft ist.

Ihr findet unseren Podcast auf iTunes, Spotify und auch in Googles Podcast-Verzeichnis. Dort könnt Ihr ihn abonnieren, wenn Ihr mögt.

Damit zeichnen wir unseren Podcast auf:

Wer Lust hat, selbst auch einen Podcast aufzuzeichnen, dem wollen wir einen Blick auf unser Zubehör geben. Neben Apples GarageBand nutzen wir noch ein wenig Hardware, um unseren Podcast aufzuzeichnen. Wer sich selbst für die Podcast-Produktion interessiert, für den ist womöglich folgende Übersicht interessant:

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links.

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Sajonaras 7 Minuten #23: der Netzdoktor gegen Jens Spahn https://macnotes.de/2021/02/21/sajonaras-7-minuten-23-der-netzdoktor-gegen-jens-spahn/ Sun, 21 Feb 2021 02:23:35 +0000 https://macnotes.de/?p=524061 Das Thema ist schon etwas älter, aber dennoch auf unserem Schirm. Ich widme mich in dieser Ausgabe unseres Podcasts der Causa Netdoktor gegen Jens Spahn. Eigentlich ist es dann ja der Burda Verlag gegen das Bundesgesundheitsministerium + Google. Was war passiert? Wir alle erleben derzeit immer noch die Covid-19-Pandemie als weltweit grassierende Krankheit, die zu […]

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Das Thema ist schon etwas älter, aber dennoch auf unserem Schirm. Ich widme mich in dieser Ausgabe unseres Podcasts der Causa Netdoktor gegen Jens Spahn. Eigentlich ist es dann ja der Burda Verlag gegen das Bundesgesundheitsministerium + Google.

Was war passiert?

Wir alle erleben derzeit immer noch die Covid-19-Pandemie als weltweit grassierende Krankheit, die zu politischen Entscheidungen führt, die unsere Gesellschaft und das Miteinander vor Herausforderungen stellt. Es gibt verschiedene Perspektiven auf das gleiche Thema.

Damit es nicht zur Verbreitung von „Fake News“ kommt, hat das Bundesgesundheitsministerium sich gedacht: Wir gehen eine Kooperation mit Google ein. Tatsächlich zahlte das Ministerium von Jens Spahn dem Suchmaschinenbetreiber Google Geld dafür, dass es zu einer ganzen Reihe von Suchphrasen besonders weit vorne in der Suchmaschine landet, um nicht zu sagen, ganz weit vorne.

Genau das aber war privaten Unternehmen ein Dorn im Auge. Es klagten mehrere, aber eine Klage des vom Burda-Verlag betriebenen „NetDoktors“ kam früh vor Gericht und so auch die Entscheidung. Denn das Gericht entschied, dass es wettbewerbswidrig sei, dass hier einseitig ein Vorteil geschaffen würde, den andere gar nicht für sich in Anspruch nehmen könnten. Denn Google hat tatsächlich noch eine Position vor den Top-Positionen in Informationshinweise hinzugefügt, die es so offiziell gar nicht gibt. Egal wie sehr man sich anstrengt, man kann dort aus eigenen Stücken nicht hinkommen.

Wettbewerbsverzerrung, meinetwegen

Es ist richtig, dass dies Wettbewerbsverzerrung bedeutet. Es ist aber auch klar, dass es derzeit eine besondere Situation ist, die besonderer Maßnahmen bedarf. Ich unterstelle Jens Spahn nicht, dass sein Ministerium hier aktiv wirtschaftlichen Schaden bei Unternehmen wie dem Netzdoktor anrichten wollten.

Falschinformationen vorbeugen

Stattdessen ging es dem Minister darum, dass Falschinformationen möglichst nicht von zu vielen Nutzern konsumiert werden. Denn auch, wenn NetDoktor Einbußen bei den Nutzerzahlen hatte, gibt es ja auch „echte“ Konkurrenz, die tatsächlich seichte oder sogar unseriöse Informationen verbreiten und damit immer mal auf Seite 1 landen.

Wie ist Eure Meinung zu dem Thema? Hat das Ministerium hier den Wettbewerb verzerrt? Oder hätte der Burda-Verlag nicht angesichts der besonderen Umstände auf eine Klage verzichten sollen?

Eine eindeutige Meinung dazu hat auch der Anbieter des SEO-Tools Sistrix, Johannes Beus. Der sprach in einem Newsletter und Blog kurz nach Bekanntwerden der Entscheidung pro NetDoktor nämlich davon, dass dies eine „staatliche Manipulation von Suchergebnissen“ sei. Mehr dazu im Podcast.

In jedem Fall könnt Ihr Euch den Podcast sowohl auf iTunes als auch auf Spotify anhören.

Damit zeichnen wir unseren Podcast auf:

Wer Lust hat, selbst auch einen Podcast aufzuzeichnen, dem wollen wir einen Blick auf unser Zubehör geben. Neben Apples GarageBand nutzen wir noch ein wenig Hardware, um unseren Podcast aufzuzeichnen. Wer sich selbst für die Podcast-Produktion interessiert, für den ist womöglich folgende Übersicht interessant:

Update vom 21. Februar 2021 (19:40 Uhr):

Wir wurden von Jens Richter von NetDoktor informiert, dass sowohl Google als auch das Bundesgesundheitsministerium in der mündlichen Verhandlung bestreiten, dass Gelder geflossen seien. Zudem erklärte Richter, dass das Ministerium davon spricht, die Kooperation sei unabhängig von der Pandemie bereits im Sommer 2019 in Angriff genommen worden. Das Portal gesund.bund.de stellt offenbar eine Schnittstelle für Informationen zur Verfügung, die darüber hinaus auch Betreibern anderer Suchmaschinen zur Verfügung stünde.

In seiner Erklärung für das Urteil schreibt das Gericht, dass die Aufgabe des Gesundheitsportals nicht „rein hoheitlich“ sei, sondern „wirtschaftlich“. Noch gibt es aber kein Hauptsacheverfahren und die Parteien werden vermutlich überlegen, wie es weitergehen soll. Welche „wirtschaftliche“ Tätigkeit das Gesundheitsportal ausübt, erklärte das Gericht nicht. Dies ist vielmehr dann noch zu klären. Persönlich finde ich diese Kategorisierung schief, um es euphemistisch auszudrücken.

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Großbritannien biedert sich an: Apple soll Auto in England bauen https://macnotes.de/2021/02/10/grossbritannien-biedert-sich-an-apple-soll-auto-in-england-bauen/ Wed, 10 Feb 2021 12:08:27 +0000 https://macnotes.de/?p=522984 Britische Abgeordnete haben laut Telegraph die britische Regierung gebeten, sich doch bitte um Apple und dessen Project Titan zu bemühen. Der iPhone-Hersteller aus Cupertino solle sein Auto doch im Vereinigten Königreich bauen. Die britische Regierung solle Apple Zugeständnisse machen, „mitbieten“ nennt James Sunderland dies, der seines Zeichens das Örtchen Bracknell im Parlament vertritt. Es sei […]

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Britische Abgeordnete haben laut Telegraph die britische Regierung gebeten, sich doch bitte um Apple und dessen Project Titan zu bemühen. Der iPhone-Hersteller aus Cupertino solle sein Auto doch im Vereinigten Königreich bauen.

Die britische Regierung solle Apple Zugeständnisse machen, „mitbieten“ nennt James Sunderland dies, der seines Zeichens das Örtchen Bracknell im Parlament vertritt. Es sei ein „Klacks“ (engl. „no brainer“).

Nick Fletcher, ein weiterer Abgeordneter, der Doncaster vertritt, fügte hinzu, dass man auf diese Weise zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könne. Einerseits würde man so die britische Wirtschaft ankurbeln und könnte so in eine umweltschonende Technologie investieren.

Nissan Leaf wird in Sunderland produziert

Die Idee dazu, Apple Anreize für die Fahrzeugproduktion seines Elektroautos zu geben, kommt nicht von ungefähr. Denn schon jetzt läuft in der Hafenstadt Sunderland der Nissan Leaf vom Band.

Mike Hawes ist Chef der Motorenhersteller-Vereinigung in Großbritannien. Er erzählte dem Telegraph, dass die britische Regierung aktiv versucht, Firmen für die Produktion von Batteriefabriken im Land zu interessieren. Er konnte oder wollte jedoch keine weiteren Details preisgeben.

Warum Großbritannien aktiv werden muss?

Über Apples eigenes Auto gibt es bislang in erster Linie Spekulationen, die zuletzt allerdings deutlich mehr Nahrung bekamen. Glaubt man den Berichten der Gerüchteküche ist es frühestens 2024 oder 2025 so weit, dass Apple überhaupt mit der Fertigung seines Elektroautos beginnt.

Deswegen betonen britische Politiker aber in der Presse die Wichtigkeit, sich schon zu so einem frühen Zeitpunkt als Standort ins Schaufenster zu stellen. Nicht zuletzt hat Deutschland Elon Musks Tesla für den Bau einer Fabrik gewinnen können, und muss Großbritannien nach dem Brexit neue Impulse setzen.

Wie groß die Chancen Großbritanniens sind, ist für uns schwer einzuschätzen. In der Gerüchteküche kursieren vermeintliche Wahrheiten über Verhandlungen zwischen Apple und Hyundai, die jedoch eine Produktion von Apples Auto in den Vereinigten Staaten von Amerika sehen.

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Google schließt Fitbit-Übernahme ab: Daten kommen in Quarantäne https://macnotes.de/2021/01/14/google-schliesst-fitbit-ubernahme-ab-daten-kommen-in-quarantane/ Thu, 14 Jan 2021 20:00:00 +0000 https://macnotes.de/?p=513648 Mehr als ein Jahr ist es her, dass Google Fitbit übernehmen wollte. Nun darf der Suchmaschinenanbieter die Übernahme abschließen. Die europäischen Regulierungsbehörden gaben nach zähen Verhandlungen grünes Licht. Voraussetzung für den Abschluss des Geschäfts ist jedoch, dass die Nutzerdaten in Quarantäne kommen und nicht mit Googles Tagesgeschäft vermischt werden. Rick Osterloh, Senior Vice President Devices […]

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Mehr als ein Jahr ist es her, dass Google Fitbit übernehmen wollte. Nun darf der Suchmaschinenanbieter die Übernahme abschließen. Die europäischen Regulierungsbehörden gaben nach zähen Verhandlungen grünes Licht. Voraussetzung für den Abschluss des Geschäfts ist jedoch, dass die Nutzerdaten in Quarantäne kommen und nicht mit Googles Tagesgeschäft vermischt werden.

Rick Osterloh, Senior Vice President Devices & Services, informierte die Öffentlichkeit darüber, dass Google die Übernahme von Fitbit abschließen kann.

Fitnessdaten werden nicht zu Werbezwecken genutzt

Osterloh betont, dass es von Beginn an Googles Wunsch war, die Privatsphäre der Fitbit-Nutzer zu respektieren. Allerdings gab es Einwände gegen die Übernahme von Regulierungsbehörden weltweit. Die musste Google erst aus dem Weg räumen. Offensichtlich versprach man den Verantwortlichen, die Nutzerdaten der Fitbit-Kunden nicht zu Werbezwecken zu verwenden.

Aus diesem Grund kommen die Daten der Fitbit-Kunden in Quarantäne und werden nicht mit den übrigen Daten Googles vermischt. Während Google die Übernahme aber erst jetzt offiziell machte, gab es bereits Mitte Dezember 2020 eine Stellungnahme der EU-Kommission zu diesem Thema.

Macht es Google wie Facebook bei Oculus?

Google wird sich aller Voraussicht nach an die Vorgaben halten. Das Unternehmen könnte aber in Zukunft die gleiche Strategie verfolgen wie Facebook bei Oculus. Da vor allem in Europa der Datenschutz eine besondere Aufmerksamkeit erhält, fällt es Unternehmen schwer, Informationen aus unterschiedlichen Firmen zusammenzufügen.

Das merkte Facebook mehrfach, als es Nutzerdaten bei Instagram oder WhatsApp mit Facebook verschmelzen wollte. Zuletzt allerdings änderte Mark Zuckerbergs Firma die Strategie. Statt sich wieder einen Rüffel einzufangen, Daten von Oculus-Kunden mit Facebook zu verschmelzen, machte es für alle Kunden von Oculus 2 einen Facebook-Account zur Voraussetzung zur Nutzung.

Diese Strategie könnte auch Google anwenden und vor allem bei der Veröffentlichung neuer Fitbit-Produkte einen Google-Account voraussetzen. An „alte“ Fitbit-Daten könnten Nutzer dann „freiwillig“ kommen, indem sie dem Import zustimmen. Das ist natürlich nur eine Vermutung unsererseits, klingt aber nicht allzu abwegig.

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