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	<title>Du hast nach studivz gesucht - Macnotes.de</title>
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	<description>iPhone, iPod, iPad, Mac - das unabhängige Magazin rund um Apple</description>
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	<title>Du hast nach studivz gesucht - Macnotes.de</title>
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		<title>Interview mit mir selbst – S7M #60</title>
		<link>https://macnotes.de/2021/12/07/interview-mit-mir-selbst-s7m-60/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexander Trust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Dec 2021 14:15:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manche Menschen haben es offenbar gar nicht so gerne, wenn man ihnen Fragen stellt. In dieser Episode des Macnotes-Podcasts Sajonaras 7 Minuten spreche ich &#252;ber das leidige Thema Interviews. Wieso wir auf der Website noch nicht mehr davon haben, und weshalb sich manche Firmen so anstellen, wenn man sie etwas jenseits des Marketing-Prospekts fragt, erfahrt [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://macnotes.de/2021/12/07/interview-mit-mir-selbst-s7m-60/">Interview mit mir selbst – S7M #60</a> erschien zuerst auf <a href="https://macnotes.de">Macnotes.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class='lead'>Manche Menschen haben es offenbar gar nicht so gerne, wenn man ihnen Fragen stellt. In dieser Episode des Macnotes-Podcasts Sajonaras 7 Minuten spreche ich &uuml;ber das leidige Thema Interviews. Wieso wir auf der Website noch nicht mehr davon haben, und weshalb sich manche Firmen so anstellen, wenn man sie etwas jenseits des Marketing-Prospekts fragt, erfahrt Ihr in Episode 60.</p>
<p>Es ist ein leidiges Thema bei Macnotes, aber vermutlich auch in anderen Redaktionen: Interviews.</p>
<p>Als Leser habe ich interessante Interviews geliebt, die Fragen jenseits des Tellerrands gestellt haben. Sobald ich selbst dazu in der Lage war, habe ich versucht, auch interessante Fragen zu stellen. Das verlief nicht immer ohne Reibungsverlust. Als ich beispielsweise 2007 ein <a href="https://macnotes.de/2007/01/18/christian-zwittnig-und-mag-peter-krotky-von-die-pressecom-im-interview/">Interview mit zwei Verantwortlichen von &bdquo;Die Presse&ldquo;</a> ver&ouml;ffentlicht. Das gefiel &bdquo;Don Alphonso&ldquo; nicht, der seine Kunstfigur darin angegriffen sah. Zur Erl&auml;uterung: Seinerzeit hat Don Alphonso noch gerne &uuml;ber das StudiVZ und andere Internetmedien gel&auml;stert und Enth&uuml;llungen verbreitet. W&auml;hrend die Kritik der Kunstfigur an den sozialen Netzwerken und deren Betreibern in Teilen sogar berechtigt war, ging es trotzdem irgendwann in eine zu einseitige Richtung.</p>
<p>Als SelfHTML unter atmosph&auml;rischen St&ouml;rungen litt und vor dem Aus stand, <a href="https://macnotes.de/2007/02/05/interview-selfhtml-zukunft/">f&uuml;hrte ich ein Interview</a>. Ich mischte mich in <a href="https://macnotes.de/2007/05/27/eva-k-hinte-von-bondea-im-interview/">Sexismus-Debatten in der Blogosph&auml;re</a> ein, wollte aber auch von Start-ups wissen, wie sie sich <a href="https://macnotes.de/2008/01/30/ibrahim-evsan-interview/">gegen die Konkurrenz</a> zur Wehr setzen m&ouml;chten. Ich sprach aber auch <a href="https://macnotes.de/2008/10/08/interview-polarbit-tommy-forslund-iphone/">mit App-Store-Entwicklern</a> und war mir nicht zu schade, gro&szlig;e Publisher in den ersten Jahren von Apples Smartphones zu fragen, <a href="https://macnotes.de/2008/04/30/interview-sebastian-weidenbeck/">ob die Plattform Potenzial hat</a>. Mit manchen Firmen sprach ich mehrfach, und <a href="https://macnotes.de/2010/04/06/polarbit-im-interview-das-ipad-muss-oft-verkauft-werden/">stellte Ver&auml;nderungen fest</a>. Einmal musste ich nachtr&auml;glich die &Uuml;berschrift von einem Interview anpassen, weil ein gro&szlig;er Spielepublisher sie zu rei&szlig;erisch fand. Ich bin aber eben kein Unmensch, und wenn jemand Fragen nicht beantworten m&ouml;chte, dann braucht er das nicht.</p>
<p>Umso entt&auml;uschender ist es, wenn ich Anfragen stelle, wenn ich Zeit investiere, um die Produkte oder Firmen zu recherchieren und dann am Ende das Interview gar nicht zustande kommt. Es entt&auml;uscht vor allem, wenn es schon eine Zusage gab. Auch das ist kein neues Ph&auml;nomen, sondern das kenne ich aus den fr&uuml;hen Jahren <a href="https://macnotes.de/2007/01/25/martin-perscheid-abmahn-skandal-interview-zusage/">unter anderem im Fall von Martin Perscheid</a>.</p>
<h2>Interviewangebot</h2>
<p>Im Podcast erfahrt Ihr Details zum Umgang mit Interviews aus der j&uuml;ngeren Zeit und wer gerne interviewt werden m&ouml;chte, der kann sich nat&uuml;rlich an uns wenden. Wir versprechen aber nicht, die Samthandschuhe anzuziehen.</p>
<p>In jedem Fall findet Ihr unseren Podcast auf <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/sajonaras-7-minuten/id824164708?l=de&at=1l3vbAb" rel="nofollow">iTunes</a>, <a href="https://open.spotify.com/show/4qnHdmYLstodgK0j3fmqf1">Spotify</a> und auch in <a href="https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9tYWNub3Rlcy5kZS9wb2RjYXN0cy9zYWpvbmFyYXMtNy1taW51dGVuL2ZlZWQv">Googles Podcast-Verzeichnis</a>. Dort k&ouml;nnt Ihr ihn abonnieren, wenn Ihr m&ouml;gt.</p>
<audio class="wp-audio-shortcode" id="audio-606916-1" preload="none" style="width: 100%;" controls="controls"><source type="audio/mpeg" src="https://od7mky.podcaster.de/download/s7m060.m4a?_=1" /><a href="https://od7mky.podcaster.de/download/s7m060.m4a">https://od7mky.podcaster.de/download/s7m060.m4a</a></audio>
<div class="inlinebox"><h4 class="notification is-warning has-text-dark is-marginless is-radiusless" style="padding:5;">Damit zeichnen wir unseren Podcast auf:</h4><div class="notification has-text-dark is-radiusless">Wer Lust hat, selbst auch einen Podcast aufzuzeichnen, dem wollen wir einen Blick auf unser Zubeh&ouml;r geben. Neben Apples GarageBand nutzen wir noch ein wenig Hardware, um unseren Podcast aufzuzeichnen. Wer sich selbst f&uuml;r die Podcast-Produktion interessiert, f&uuml;r den ist wom&ouml;glich folgende &Uuml;bersicht interessant:</p>
<ul>
<li><a href="https://www.amazon.de/R%C3%98DE-Go-Compact-Mikrofonsystem-kabellos/dp/B07QGGBNMN?tag=sajonara0d-21" rel="nofollow">R&Oslash;DE Wireless Go Compact Mikrofonsystem kabellos</a> (ca. 180 Euro).</li>
<li><a href="https://www.amazon.de/R%C3%98DE-Lavalier-Professionelles-tragbares-Mikrofon/dp/B07WM65GTF?tag=sajonara0d-21" rel="nofollow">R&Oslash;DE Lavalier GO Professionelles tragbares Mikrofon</a> (ca. 65 Euro).</li>
<li><a href="https://www.amazon.de/Rode-Anschlusskabel-Klinkenstecker-VideoMic-Smartphone-Rot/dp/B00L6C8T22?tag=sajonara0d-21" rel="nofollow">Rode Anschlusskabel auf Handy</a> (ca. 11 Euro).</li>
<li><a href="https://www.amazon.de/Creative-Sound-Blaster-Play-USB-DAC-Verst%C3%A4rker/dp/B073KTPNDR?tag=sajonara0d-21" rel="nofollow">Creative Sound Blaster Play!3 &#8211; USB-DAC-Verst&auml;rker und externe Soundkarte</a> (ca. 25 Euro).</li>
</ul>
<p></div></div>
<p><small>Dieser Artikel enthält Affiliate-Links.</small></p><p>Der Beitrag <a href="https://macnotes.de/2021/12/07/interview-mit-mir-selbst-s7m-60/">Interview mit mir selbst – S7M #60</a> erschien zuerst auf <a href="https://macnotes.de">Macnotes.de</a>.</p>
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		<title>Nähkästchen #19: Da bin ich wieder</title>
		<link>https://macnotes.de/2019/11/01/nahkastchen-19-da-bin-ich-wieder/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Trust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Nov 2019 15:50:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Januar 2016 schrieb ich ein letztes N&#228;hk&#228;stchen f&#252;r Macnotes. Heute, knapp vier Jahre sp&#228;ter, bin ich nicht nur wieder mit von der Partie, sondern Herr im Haus. Und als solcher werde ich Einiges &#228;ndern. Auf manche mag dies wie eine Drohung wirken, doch langfristig m&#246;chte ich Euch alle davon &#252;berzeugen, dass dies ein Versprechen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://macnotes.de/2019/11/01/nahkastchen-19-da-bin-ich-wieder/">Nähkästchen #19: Da bin ich wieder</a> erschien zuerst auf <a href="https://macnotes.de">Macnotes.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class='lead'></p><p>Im Januar 2016 schrieb ich ein letztes N&auml;hk&auml;stchen f&uuml;r Macnotes. Heute, knapp vier Jahre sp&auml;ter, bin ich nicht nur wieder mit von der Partie, sondern Herr im Haus. Und als solcher werde ich Einiges &auml;ndern. Auf manche mag dies wie eine Drohung wirken, doch langfristig m&ouml;chte ich Euch alle davon &uuml;berzeugen, dass dies ein Versprechen ist.</p><p></p><p></p><p>Jetzt auf die Schnelle werdet Ihr hoffentlich feststellen, dass ich schon viele Werbebanner der Vorg&auml;nger entfernt habe. Die haben mir damals nicht gefallen und das werden sie auch in Zukunft nicht. Denn ich war zwar in einigen Jahren Mitarbeiter, in anderen sogar leitender Mitarbeiter, doch ich habe mich immer auch als Leser von Macnotes empfunden. Als solcher denke ich, muss es andere Mittel und Wege geben als das Lesen zu erschweren, indem ich mehr und immer mehr Werbung hinzuf&uuml;ge.</p><p></p><p></p><h2 class="wp-block-heading">Macnotes im zweiten Anlauf gekauft</h2><p></p><p></p><p>Ich wollte Macnotes schon damals von der Fliks GmbH kaufen, bevor es der ehemalige Betreiber (bis 31. Oktober 2019) erwarb. Es war schwierig, mit jemandem zu verhandeln, der seinen Lebensmittelpunkt in S&uuml;dafrika hatte und dort mit einem Bier-Bar-Franchise eine ganze andere Zukunft suchte. Das nur zur Erkl&auml;rung. Denn ich bin zufrieden, dass alles so gekommen ist, wie es gekommen ist und entsprechend auch beiden dankbar, Randolf, der mich damals zu Macnotes holte und Michael, Stefan und Silja von WakeUp, die mir das Projekt nun doch verkauften.</p><p></p><p></p><h2 class="wp-block-heading">Die Zukunft von Macnotes</h2><p></p><p></p><p>Da ich nat&uuml;rlich Einiges zu tun haben werde m&ouml;chte ich an dieser Stelle nur kurz andeuten, was hier in Zukunft passieren kann.</p><p></p><p></p><p>Macnotes, das war einst eines der gr&ouml;&szlig;ten deutschsprachigen Angebote rund um <a href="https://macnotes.de/firma/apple/">Apple</a>. Das soll es mittelfristig auch wieder werden. Aber Macnotes ist mehr, viel mehr. Es gibt Gamenotes, Androidnotes, iPhonenotes, und viele andere Domains, die Teil dieses &bdquo;Gesch&auml;fts&ldquo; waren. Und nat&uuml;rlich war ich auch bis dahin nicht unt&auml;tig. IchSpiele, Sajonara (und die Webseiten und Blogs, die bereits darin aufgingen, Blog4i, Elite-Gamerz, GamePorts, und andere mehr), sind Teil dieses Plans, von dem ich hoffe, dass er aufgeht.</p><p></p><p></p><p>Ich strebe <i>nicht</i> die Weltherrschaft an. ;) Doch obwohl Macnotes derzeit noch ziemlich unscheinbar ausschauen mag, ist vor allem die langfristige Strategie f&uuml;r mich entscheidend. Denn ich m&ouml;chte mit den Projekten Google Konkurrenz machen, und zwar auf eine Art und Weise, die die Suchmaschine mit ihren eigenen Waffen schl&auml;gt. Wenn das dazu f&uuml;hren sollte, dass aus den Webseiten auch eine Art Konkurrenz f&uuml;r etablierte Medienh&auml;user werden kann, dann ist das nur ein Nebeneffekt, aber nicht das eigentliche Ansinnen. Denn Ziel ist es, eine oder mehrere Anlaufstellen f&uuml;r &bdquo;uns alle&ldquo; zu kreieren, an denen wir valide Informationen erhalten. Wenn in der Wikipedia trotz mehrfacher Versuche, es zu &auml;ndern, heute noch das falsche Ver&ouml;ffentlichungsdatum von PlayStation Move steht, dann ist das ein Indiz, was falsch l&auml;uft im Netz.</p><p></p><p></p><p>Wenn nun jemand von Euch sich angesprochen f&uuml;hlt, und an dem Projekt mitwirken m&ouml;chte, oder bereits zu diesem fr&uuml;hen Zeitpunkt mit Sponsoring auf sich aufmerksam machen m&ouml;chte, sage ich nat&uuml;rlich nicht nein. Denn obwohl ich schon viele Jahre selbst&auml;ndig bin, f&uuml;hlt sich das hier gerade eher wie bei einem Start-up an. Dazu geh&ouml;rt eben auch, dass wir mit unseren Ideen und Businesspl&auml;nen mittelfristig nach Wagniskapital auf die Suche gehen werden. Einzige Voraussetzung: Wir verkaufen nicht unsere Seele. Denn ich m&ouml;chte hier kein zweites StudiVZ entstehen lassen, das irgendwann zwischen den Anspr&uuml;chen und dem Missmanagement der Geldgeber zerrieben wird.</p><p></p><p></p><p>Jedenfalls m&ouml;chte ich Euch alle herzlich begr&uuml;&szlig;en und werde langfristig um Euer Vertrauen werben &ndash; manchmal nat&uuml;rlich auch mit Worten &ndash; aber vor allem auch mit Taten. Also dann: Auf ein Neues bei Macnotes!</p><p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://macnotes.de/2019/11/01/nahkastchen-19-da-bin-ich-wieder/">Nähkästchen #19: Da bin ich wieder</a> erschien zuerst auf <a href="https://macnotes.de">Macnotes.de</a>.</p>
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		<title>Food Express: Grüßt das StudiVZ-Murmeltier?</title>
		<link>https://macnotes.de/2015/12/14/food-express-gruesst-das-studivz-murmeltier/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexander Trust]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Dec 2015 18:33:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Food Express ist ein Berliner Start-up, das Insolvenz angemeldet hat. Der Niedergang des Unternehmens erinnert einen auf unwillkürliche Weise an den Werdegang eines weiteren Berliner Start-ups: StudiVZ. Peer Schader hat auf Krautreporter einen umfangreichen Beitrag über Lieferdienste wie Pizza.de und Lieferheld formuliert. Darin erfährt man u.&#160;a., dass die beiden Portale zum selben Konzern gehören und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://macnotes.de/2015/12/14/food-express-gruesst-das-studivz-murmeltier/">Food Express: Grüßt das StudiVZ-Murmeltier?</a> erschien zuerst auf <a href="https://macnotes.de">Macnotes.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Food Express ist ein Berliner Start-up, das Insolvenz angemeldet hat. Der Niedergang des Unternehmens erinnert einen auf unwillkürliche Weise an den Werdegang eines weiteren Berliner Start-ups: StudiVZ.</p>
<p>Peer Schader hat auf Krautreporter einen <a href="https://krautreporter.de/1183--ausgeliefert-wie-pizza-de-und-lieferheld-die-gastronomie-unter-druck-setzen" target="_blank" rel="noopener">umfangreichen Beitrag</a> über Lieferdienste wie Pizza.de und Lieferheld formuliert. Darin erfährt man u.&nbsp;a., dass die beiden Portale zum selben Konzern gehören und teilweise 15 und mehr Prozent Provision von Restaurant-Inhabern verlangen, nebst 20 Euro monatlicher Gebühren und 990 Euro Antrittsgeld bei Verträgen mit 12 Monaten Laufzeit. Ich empfehle diese Lektüre, und möchte selbst einen Aspekt herausgreifen, der mich beschlich, als ich vom Schicksal von Food Express las.</p>
<h2>Der Fall Food Express</h2>
<p>Rocket Internet von den Samwer-Brüdern ist zu 38,5 Prozent in Delivery Hero investiert. Unklar ist, welchen Einfluss Rocket Internet auf die Entscheidungen bei Delivery Hero hat. Zumindest <a href="http://www.wiwo.de/finanzen/boerse/rocket-internet-delivery-hero-bremst-rocket-internets-boersenplaene/12424316.html" target="_blank" rel="noopener">in der Frage eines Börsengangs</a> lässt sich Gründer Niklas Östberg nicht von Oliver Samwer unter Druck setzen, wie er der Wirtschaftswoche verriet.</p>
<p>In jedem Fall war Delivery Hero bei Food Express eingestiegen. Das Berliner Start-up wollte eine Kette zwischen Restaurants und Kunden erstellen, solchen Restaurants, die normalerweise keinen Lieferservice bieten, weil sie keine Fahrer beschäftigen und deshalb nicht ausliefern, sondern nur Laufkundschaft bedienen. Es kamen Gerüchte auf, Delivery Hero wollte Food Express übernehmen. Doch dann kam alles anders: Food Express hat mittlerweile Insolvenz angemeldet. Öffentlich beteuert man seitens des Start-ups, dass eine Übernahme nicht an Food Express gescheitert sei.</p>
<p>Und Delivery Hero? Das gründete ein eigenes Start-up der Marke Food Express. Man wird zumindest die Frage stellen dürfen, ob man nur in Food Express investiert war, um Know-how in diesem Umfeld zu sammeln.</p>
<h2>Samwer-Kalkül oder Zufall?</h2>
<p>Was vor diesem Hintergrund besonders stutzig macht ist das Investment der Samwer-Brüder. Als es in Deutschland mit StudiVZ losging und später Facebook hierzulande startete, <a href="https://macnotes.de/?s=studivz" target="_blank" rel="noopener">schrieb ich regelmäßig</a> über die Social Networks. Deshalb ist mir ein Detail nicht verborgen geblieben: Die Samwer-Brüder waren nämlich in StudiVZ investiert und später dann aber auch in Facebook. Man half Facebook sogar beim Start in Deutschland. Vielleicht mit dem Know-how um die deutsche Kundschaft, das man aus dem Investment von StudiVZ-Zeiten bereits kannte?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://macnotes.de/2015/12/14/food-express-gruesst-das-studivz-murmeltier/">Food Express: Grüßt das StudiVZ-Murmeltier?</a> erschien zuerst auf <a href="https://macnotes.de">Macnotes.de</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Kommentar: Echte Apple-Kritik oder Lobbyismus bei Basic Thinking?</title>
		<link>https://macnotes.de/2015/06/26/kommentar-apple-kritik-lobbyismus-basic-thinking/</link>
					<comments>https://macnotes.de/2015/06/26/kommentar-apple-kritik-lobbyismus-basic-thinking/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexander Trust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2015 00:41:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[iOS 9]]></category>
		<category><![CDATA[Safari]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als bekannt wurde, dass Apples Mobile Safari mit iOS 9 Erweiterungen bekommt, und damit auch Adblocker möglich werden, hielt sich &#8222;unsere&#8220; Begeisterung als Content-Anbieter in Grenzen. Als ich Apples Presseabteilung zu Apple News befragte, sagte ich später zum Redaktionskollegen Keller, das müssen wir im Auge behalten. Nun veröffentlichte der Chefredakteur einer Webseite, deren Besitzer in [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://macnotes.de/2015/06/26/kommentar-apple-kritik-lobbyismus-basic-thinking/">Kommentar: Echte Apple-Kritik oder Lobbyismus bei Basic Thinking?</a> erschien zuerst auf <a href="https://macnotes.de">Macnotes.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als bekannt wurde, dass Apples Mobile Safari <a href="https://macnotes.de/2015/06/11/ios-9-adblocker-safari/">mit iOS 9 Erweiterungen bekommt</a>, und damit auch Adblocker möglich werden, hielt sich &#8222;unsere&#8220; Begeisterung als Content-Anbieter in Grenzen. Als ich Apples Presseabteilung zu Apple News befragte, sagte ich später zum Redaktionskollegen Keller, <a href="https://macnotes.de/2015/06/08/apple-news-finanzierung/">das müssen wir im Auge behalten</a>. Nun veröffentlichte der Chefredakteur einer Webseite, deren Besitzer in Adblock Plus investiert ist, eine kritische &#8211; wie ich finde &#8211; Fehleinschätzung zur Situation um Apples Safari-Erweiterungen und Apple News, die sehr schön zeigt, dass aus <a href="https://macnotes.de/2015/06/12/kommentar-das-hamsterrad-das-keines-ist/">Basic Thinking nicht nur eine Marke</a> werden soll, sondern eine Lobby-Plattform für das Geschäft des Besitzers.</p>
<h2>Android war früher dran!</h2>
<p>Den ersten Fehler, den Gillen in meinen Augen begeht, ist vor der Fertigstellung seiner Argumentation nicht noch einmal über den Vorwurf nachzudenken, &#8222;Apple würde unter dem Deckmantel der Nutzerfreundlichkeit mit Adblock-Extensions Medien und Konkurrenz unter Druck setzen&#8220;. Gerade weil doch <a href="http://www.mobilegeeks.de/adblock-plus-zahltag-30-mio-von-amazon-ebay-google-und-yahoo/" target="_blank">der Besitzer Basic Thinkings in AdBlock Plus investiert</a> ist, müssten Gillen und Co. es besser wissen. Der Vorwurf, Apple würde die Konkurrenz bedrängen mit einer Funktion, die Android schon seit Jahren bietet, wirkt schon auf den ersten Blick an den Haaren herbeigezogen. Man könnte Apple vorwerfen, dass das Unternehmen viel zu spät diesen Weg für sich erkannt hat. Denn bei Adblock Plus bietet man nicht nur seit Jahren Werbeblocker für Android an, sondern produziert sogar einen eigenen <a href="https://macnotes.de/2015/05/20/adblock-plus-android-browser/">Browser mit Adblock-Funktionalität</a> für das System. Warum ist es nun bei Apple problematisch, wenn es genau das gleiche zulässt, was Android schon lange erlaubt? Diese Frage stellt Gillen sich nicht.</p>
<h2>Falsche Beispiele</h2>
<p>Dass Gillen zudem Schwierigkeiten bei der Beurteilung der Situation hat, zeigt sein Verweis auf eine Untersuchung von Nieman Lab, derzufolge die New York Times zwar 50% ihres Besucherstroms über mobile Geräte erhält, aber nur 10% der Werbeumsätze darüber erzielt. Wissenschaftlich würde man sagen: ein Negativbeispiel würde die ganze Argumentation über den Haufen werfen. Man muss Gillen gar nicht fragen, warum die iOS-Adblock-Funktion so relevant sei, wenn doch Android-Nutzer bereits lange Zeit Adblocker nutzen können. Denn das ist gar nicht das Problem. Es hätte bereits gereicht, wenn Gillen als &#8222;Geschäftsführer&#8220; von Basic Thinking, der er ist, einfach die Werbeumsätze der Webseite vor dem Verkauf, bzw. vor der Übernahme durch den Adblock-Plus-Investor zur Hand genommen hätte, um festzustellen, dass es Webseiten gibt, die auf mobilen Endgeräten sehr wohl Umsätze erzielen, auch prozentual mehr Umsätze als die New York Times es tut, weil sie besser an die Plattformen und ihre Anforderungen angepasst sind. Gillen wirkt in diesem Fall wie der Kriminologe Pfeiffer, der sich Statistiken zurechtbiegt, um damit Amokläufe durch Computerspieler zu begründen. Die New York Times weist Ähnlichkeiten zum StudiVZ auf, das, anders als Facebook, nicht in der Lage war, alle Kanäle ausreichend zur Monetarisierung zu nutzen. Bei StudiVZ lag es an Holtzbrinck, dessen Manager die Vermarktung des Social Networks nach dem Schema durchführten, das sie aus dem Print kannten, und online aber nicht funktionierte. Es gibt moderne Onlinemedien, die sehr wohl ganz viele Möglichkeiten der Monetarisierung zu nutzen wissen &#8211; sicher auch mehr als Macnotes. Doch schon in unserem Fall zeigt sich ein Negativbeispiel zur New York Times, das das Argument Gillens hinfällig werden lässt. Die nachfolgende Grafik zeigt die Verteilung der Werbeeinnahmen über einen von mehreren Kanälen &#8211; in diesem Fall Google Adsense. Man erkennt deutlich, dass Tablets und High-End-Mobilgeräte rund 50% der Einnahmen erzeugen. Dass das die New York Times nicht hinbekommt, bedeutet nicht, dass es nicht funktioniert und sowieso nicht, dass Apples Erlaubnis für Adblocker unter iOS 9 sofort zum Wegbrechen von Einnahmen für Webseitenbetreiber führen wird.</p>
<p><div data-id="195505" class="ajaxGalleryInit" style="display:none;"></div>  </p>
<p>Sascha Pallenberg hat Adblock Plus mal ein <a href="http://www.mobilegeeks.de/adblock-plus-undercover-einblicke-in-ein-mafioeses-werbenetzwerk/" target="_blank">mafiöses Werbenetzwerk</a> genannt, in das Basic Thinking nun, je länger man darüber nachdenkt, als Waschmittel für vermeintlich weiße Wäsche eingetaucht wird.</p>
<p><blockquote class="notification is-dark is-radiusless mt-4" style="border-left: 2rem solid #22C3A7; display:inline-block;">&#8222;Offenlegung: Am 30. April 2015 wurde BASIC thinking von Tim Schumacher gekauft, der ebenfalls ein Investment in Adblock Plus hat. Um Interessenskonflikte zu vermeiden, hat Tim Schumacher keinerlei redaktionellen Einfluss, selbstverständlich auch nicht auf diesen Beitrag. Dieser obliegt in vollem Umfang bei Chefredakteur und Geschäftsführer Tobias Gillen, dem Autor dieses Beitrags.&#8220;<br /><cite>Tobias Gillen (Basic Thinking)</cite></blockquote></p>
<h2>Echte Kritik oder Lobbyarbeit?</h2>
<p>Als Leser von <a href="https://www.basicthinking.de/blog/2015/06/23/apple-news-adblock-safari-ios-9/" target="_blank">Gillens Artikel</a>, der eine ganze Redaktion von einen auf den anderen Tag weiterführt, obwohl das einstige Verdienstmodell Werbung von jetzt auf gleich wegfiel, wird man den Verdacht nicht los, dass da mehr dahinter stecken &#8222;könnte&#8220; als der Versuch der Aufklärung über &#8222;Apples Machenschaften&#8220;.<br />
Gillen kommuniziert meines Erarchtens lediglich die Sorge, die die Betreiber von Adblock Plus haben und dient diesen als Sprachrohr. Wenn nämlich Apple mit der Plattform Apple News Erfolg haben sollte, wird der Konsum von Nachrichten in ein geschlossenes, proprietäres System verlagert, auf das die Besitzer von Adblock Plus keinen Zugriff haben und an dem sie nicht mehr mitverdienen können.</p>
<p>Gillen ist diesbezüglich an einem zweiten Punkt einem Irrtum unterlegen. Denn seine Kritik an der Funktion von Apple News ist insofern ebenfalls ungerechtfertigt als er abermals etwas unter den Teppich kehrt, oder vergisst, oder gar nicht wusste. Denn Flipboard, <a href="https://macnotes.de/2015/06/13/flipboard-5-jahre-frueher-als-apple-news-kommentar/">das zurecht darauf hinwies</a>, Apple würde 5 Jahre später die gleiche Funktionalität anbieten wie der eigene Dienst, war zuerst da. Flipboard ist ein RSS-Reader, der Nachrichten in einem Magazin-Layout aufgewertet hat, ohne dafür allerdings die Inhalte-Anbieter an möglichen Einnahmen teilhaben zu lassen.<br />
Noch heute, 5 Jahre nach der Einführung von Flipboard, können lediglich Großkunden Verträge mit der Plattform aushandeln. Apple News hingegen wird, wenn die Probephase vorbei ist, ähnlich dem App Store, Nachrichten-Anbietern eine Plattform anbieten, auf der sie mittels Werbung Geld verdienen können.<br />
Macnotes hat monatlich ein paar tausend Besucher, die über Flipboard zu uns kommen. Die Zahl derer, die auf der Plattform bleiben und nicht unsere Webseite besuchen, ist statistisch gesehen um ein Vielfaches höher. Der Service steigert mit Sicherheit unsere Reichweite, doch macht sich das nicht in jedem Fall in unserem Geldbeutel bemerkbar.</p>
<h2>Endlich kontrolliert jemand die Werbung</h2>
<p>Was Gillen als Nachteil interpretiert, vielleicht, weil er selbst so denkt, oder vielleicht weil der Besitzer von Basic Thinking als Investor in Adblock Plus es fürchtet, ist die zunehmende Kontrolle Apples über den Werbemarkt mit der Einführung von Apple News. Denn das Geschäftsmodell von Adblock Plus funktioniert nur über den Browser.<br />
Es ist sicherlich richtig, dass, wenn Apple News ein Erfolg wird, Google an Werbeeinnahmen einbüßen wird, und Apple über seine iAds hingegen davon profitieren wird, weshalb ich grundsätzlich die Idee hinter dem Artikel Gillens nicht infrage stelle, wohl aber seine Absichten.</p>
<p>Doch was bedeutet das Szenario &#8222;Siegeszug von Apple News&#8220; am Ende für den Nutzer? Ihm oder ihr kommt die Kontrolle durch Apple meines Erachtens zugute. Denn der iPhone-Hersteller wird nur Werbung zulassen, die gewissen Kriterien entspricht. Damit wird eine immer größer werdende Gefahr von Malware eingedämmt, die über Werbung auf Webseiten auf die Computer, Smartphones und Tablets der Nutzer wirkt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://macnotes.de/2015/06/26/kommentar-apple-kritik-lobbyismus-basic-thinking/">Kommentar: Echte Apple-Kritik oder Lobbyismus bei Basic Thinking?</a> erschien zuerst auf <a href="https://macnotes.de">Macnotes.de</a>.</p>
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		<title>Nähkästchen #8: von Raketen und Phantomen</title>
		<link>https://macnotes.de/2015/05/29/naehkaestchen-8/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexander Trust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2015 00:17:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Herzlich willkommen zur jüngsten Ausgabe des Nähkästchens, in dem wir Euch manchmal hinter die Kulissen blicken lassen oder zumindest so viel Zeug verraten, dass manche sich daran stoßen. In dieser Episode geht es um ein neues Affiliate-Netzwerk, das wir ablehnen, und ein Google-Update, das einen bescheidenen Namen bekommen hat, uns aber wohl gesonnen war. Raketenhaftes [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Herzlich willkommen zur jüngsten Ausgabe des Nähkästchens, in dem wir Euch manchmal hinter die Kulissen blicken lassen oder zumindest so viel Zeug verraten, dass manche sich daran stoßen. In dieser Episode geht es um ein neues Affiliate-Netzwerk, das wir ablehnen, und ein Google-Update, das einen bescheidenen Namen bekommen hat, uns aber wohl gesonnen war.</p>
<h2>Raketenhaftes Affiliate-Marketing</h2>
<p>Ich bin eigentlich nicht in der Position, dass ich mich allzu weit aus dem Fenster lehnen könnte, doch nachdem mich mein Studium ein wenig desillusioniert hat, weil Akademiker nicht die besseren Menschen sind, bin ich mittlerweile wieder ein bisschen als Verfechter gewisser Werte aktiv. Besser ist, wenn man keine Werte verteidigt, weil man dann nicht alt wird, oder einem die Leute nicht vorwerfen können, dass man alt wird. Doch da wir alle alt werden, macht es eigentlich keinen Unterschied, ob man sein Lebtag kämpft oder aber schweigt (und beobachtet). Beides kann Spaß machen.</p>
<p>Jüngst erreichte mich also eine Anfrage, einem weiteren Affiliate-Netzwerk beizutreten, die ich mehr als dankend auf zynische Weise ablehnte (und also für meine Werte eintrat). Nicht noch eines, dachte ich. Affiliate-Marketing ist ein höchst sensibles Feld, das viel Aufwand bedarf, damit es Früchte trägt. Doch ich bin sozialisiert worden mit dem Internet, ich habe Mailboxen zwar nicht mit der Muttermilch aufgesaugt, aber doch mitgemacht, und von diesem Darpa hat sowieso fast &#8222;kein Schwein&#8220; etwas &#8222;wirklich&#8220; mitbekommen, weil die Amerikaner das ja gar nicht wollten&#8230;<br />
Ich kann getrost behaupten, dass ich die Anfänge des Internet in Deutschland nicht nur erlebt, sondern mitgemacht habe. Also ist es mir nicht verheimlicht geblieben, womit die Führungspersonen eines gewissen &#8222;Inkubators&#8220; für Start-ups mit einer Rakete im Namen früher ihr Geld verdient haben. Sie haben nach der Posse mit unaufgeforderten Abbuchungen, die von Verbraucherschützern zurechtgeklagt werden mussten, irgendwann in StudiVZ investiert und sich als deren Heilsbringer aufgespielt, dann aber das sinkende Schiff verlassen und Kohle in Facebook gesteckt und sogar beim Aufbau in Deutschland geholfen. Das ist ein bisschen wie bei Goldman Sachs, nicht wahr? Vielleicht ist das ja Raketenkapitalismus.</p>
<p>Nun begab es sich, dass dieser Raketen-Inkubator mit den Klingeltonmenschen im Hintergrund ein neues Affiliate-Programm aus dem Boden stampft. Ich wurde gebeten, mit einer Webseite von mir beizutreten. Meine Antwort machte klar, dass es uns am Allerwertesten vorbei ginge, &#8222;was die Klingeltonbrüder veranstalten.&#8220; Ich beschloss meine Replik mit dem Beisatz, dass ich &#8222;in den 90ern schon im Internet unterwegs war und deshalb weiß, worum es hier geht&#8220;, nicht ohne weiterhin der eigentlich unbeteiligten PR-Mitarbeiterin frohes Schaffen beim &#8222;Kapitalismusgeschwader&#8220; zu wünschen und gleichzeitig darauf hinzuweisen, dass wir jede weitere unaufgeforderte E-Mail seitens der Raketenkapitalisten mit einer Bitte um Unterlassung beantworten würden.</p>
<h2>Phantome mögen Macnotes</h2>
<p>Doch genug von Raketen. Kommen wir in einer Zeit, in der der &#8222;lupenreine Demokrat&#8220; Wladimir Putin den &#8222;Paten&#8220; Seppl Blatter von der FIFA verteidigt, lieber zu Phantomen. Denn wenngleich mich das SEO-Geschwafel von Sistrix, Xovi und Co. nervt, weil die Betreiber dieser Dienstleister nur irgendwo aus dem angelsächsischen Sprachraum einen Namen für etwas aufgreifen, was sie selbst nicht vorhersehen konnten, hat doch das jüngste unangekündigte Google-Update Macnotes gutgetan. Unsere Sichtbarkeit hat zugenommen. Mehr Menschen finden über Google zu unserer Webseite und wir werden zumindest &#8222;ein bisschen&#8220; für unsere Arbeit belohnt. Kann ich mich also bei einem Algorithmus bedanken. Prima.<br />
Zumal schon der vorherige Algorithmus, der Wert auf &#8222;Mobilität&#8220; legte, Macnotes gerne verarbeitet hat. Lustig ist, dass Macnotes quasi schon zur Gründung Wert auf eine Erreichbarkeit via Smartphone-Display legte und dieses Mantra nur für kurze Zeit aus technischen Gründen mal verschütt ging. Freilich hat sich die Art und Weise, wie wir uns &#8222;mobil&#8220; präsentierten häufig geändert, doch wir optimieren nun sogar Bilder und Zugriffszeiten, dass die Bude wackelt.</p>
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		<title>Kommentar: Affentanz um Vorratsdatenspeicherung</title>
		<link>https://macnotes.de/2015/05/19/kommentar-affentanz-um-vorratsdatenspeicherung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Trust]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2015 20:57:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein kleiner Teil der Netzgemeinde, der sich mit dem Thema befasst, schreibt regelmäßig und seit Jahren negativ über die Ambitionen der Politik, die Vorratsdatenspeicherung (VDS) einzuführen. Stattdessen sollte man die Nutzer ermuntern sich &#8222;effektiv&#8220; zur Wehr zu setzen: zum einen bedeutet dies, die Nutzer medienkompetent genug zu machen, damit sie wissen, was sie tun. Zum [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://macnotes.de/2015/05/19/kommentar-affentanz-um-vorratsdatenspeicherung/">Kommentar: Affentanz um Vorratsdatenspeicherung</a> erschien zuerst auf <a href="https://macnotes.de">Macnotes.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein kleiner Teil der Netzgemeinde, der sich mit dem Thema befasst, schreibt regelmäßig und seit Jahren negativ über die Ambitionen der Politik, die Vorratsdatenspeicherung (VDS) einzuführen. Stattdessen sollte man die Nutzer ermuntern sich &#8222;effektiv&#8220; zur Wehr zu setzen: zum einen bedeutet dies, die Nutzer medienkompetent genug zu machen, damit sie wissen, was sie tun. Zum anderen heißt es Software-Lösungen vorzustellen, die der VDS auf der Nase rumtanzen.</p>
<p>Es ist ein wenig wie mit kleinen Kindern &#8211; wenn die etwas wollen, quengeln sie solange, bis sie es bekommen, vorausgesetzt, sie haben Eltern, die klein beigeben. Zwar haben Instanzen wie das Bundesverfassungsgericht 2010 oder der EUGH 2014 wiederholt zum Ausdruck gebracht, dass sie mit dieser Art der Daten-Sammelleidenschaft nicht in jedem Fall und nicht in jeder Art und Weise einverstanden sind, doch lässt die Politik nicht davon ab, trotzdem eine VDS einführen zu wollen. Papier ist geduldig, und was unter dem Strich passiert, muss niemanden etwas angehen. In etwa so wie beim Ausspionieren durch den BND.</p>
<h2>Viel zu viel Gemecker</h2>
<p>Grundsätzlich teile ich die Einstellung vieler Gegner der Vorratsdatenspeicherung. Doch bin ich der Auffassung, dass in diesem Fall ganz andere Strategien notwendig sind als Meckern, und zwar aus zweierlei Gründen. Der eine hat mit &#8222;uns&#8220;, den Internet-Nutzern selbst, zu tun, der andere mit der Perspektive auf diese Angelegenheit.</p>
<h3>1) Konsument: &#8222;Ich hab doch nichts zu verbergen&#8220;</h3>
<p>Man kann es den Leuten in den Kopf hämmern wollen, sie werden trotzdem regelmäßig zu Protokoll geben: &#8222;Ich hab doch nichts zu verbergen!&#8220; Die Nutzer von Sozialen Netzwerken wie Facebook, <a href="https://macnotes.de/2011/01/30/iphone-kamera-apps-teil-14-instagram/">Instagram</a>, Twitter und Co. breiten mitunter ihr ganzes Leben darin aus. Das haben manche jedoch schon deutlich früher getan. Mit der Einführung von Blogs nämlich. Als es die Möglichkeit gab, mit wenig Aufwand, eine eigene Internetseite zu betreiben, haben viele Personen ihrem Drang nach Geltungssucht nachgegeben und spontan Dinge preisgegeben, die sie später womöglich bereut haben. Ganz arg hapert es in diesem Kontext an der Medienkompetenz der Nutzer, die man schulen muss, am besten schon &#8222;in&#8220; der Schule.</p>
<p>Man muss keine Horror-Videos zeigen, bei denen ein Smartphone-Nutzer vom Bus überfahren wird und am Ende nur noch ein Haufen Blut und Gedärme ist. Es würde ausreichen, eine Schulklasse in Gruppenarbeit auf moderne Archäologie-Reise im Internet zu schicken, und zwar jeweils im Namen eines anderen, quasi eine Art digitalen Stasi-Auftrag zu erteilen. Die Leute würden sich wundern, was man alles über sie in Erfahrung bringt. Gerade dieses Wundern hat zu dem Geführt, was wir heute als das &#8222;Recht aufs Vergessen&#8220; kennen. Google muss zu bestimmten Suchworten Ergebnisse in lokalen Suchindexen rausfiltern, wenn eine entsprechende Beschwerde verifiziert wurde. Solche Beschwerden gibt es in den Hunderttausenden und mehr als 40 Prozent davon wird derzeit stattgegeben.</p>
<p>Ich selbst könnte Beispiele zitieren, in denen mir Prügel angedroht, oder der Anwalt als drohendes Damoklesschwert erhoben wurde, weil ich aus Blogs oder von Facebook- und StudiVZ-Seiten Zitate veröffentlichte, die wohlgemerkt für jedermann frei zugänglich waren. Vor allem wenn es darum ging, dass manche Jugendliche Suizidgedanken äußerten, Drogen konsumierten, sich frauen- oder fremdenfeindlich äußerten, wurde &#8222;mir&#8220; die eigentlich eigene Naivität der Nutzer später umgekehrt zum Vorwurf gemacht, anstatt dass die Personen erkannt hätten, dass sie selbst diese Informationen vollkommen öffentlich preisgegeben haben.</p>
<p>Es gibt im Internet Beiträge, in denen Fotos von Kreditkarten samt Nummer und Name veröffentlicht wurden, weil Nutzer sich so darüber freuten, ihre erste Kreditkarte erhalten zu haben. Sie öffnen Angreifern Tür und Tor. Und wenn man darüber hinaus noch den passenden Haustürschlüssel nachmachen wollte, hat man in manchen Fällen ebenfalls Glück als Einbrecher, weil sowohl Ort als auch hochauflösendes Foto des Schlüssels veröffentlicht wurden. Über Dienste wie Foursquare teilen viele unbeabsichtigt mit, dass sie gerade außer Haus sind. Sport-Fans geben gerne damit an, wie viele Kilometer sie gerade gelaufen sind, vergessen dabei aber, dass man mithilfe der Daten einen Rhythmus ausmachen kann und eventuell sogar ihren Wohnort zurückverfolgen. Dienstags läuft er immer 10 Kilometer? Also dann brechen wir doch dann seine Wohnungstür auf. Wann würde es sich lohnen einzubrechen und relativ unbemerkt zu bleiben? Wohl dann, wenn man auf Facebook mitgeteilt bekam, dass Mister X gerade zwei Wochen in der Sonne weilt und nicht zu Hause ist.</p>
<p>Fakt ist: Wir wissen gar nicht, was für Informationen wir alle selbst preisgeben. Dieses Bewusstsein muss man schärfen. Denn das ist deutlich wichtiger als die ständige Kritik an der VDS. Je weniger Hinz und Kunz heraus posaunen, desto weniger kann überhaupt erst aufgesammelt werden.</p>
<p>Der Arbeitgeber kündigt einem, weil man zu geschwätzig auf Facebook war, die Krankenversicherung zahlt nicht, oder wirft einen aus der Versicherung, weil man über Fitness-Apps dokumentiert, dass man ein fauler Sack ist, oder weil man zur Schau stellt, dass Alkohol und rotes Fleisch zum Alltag gehören. Nicht in jedem Fall sind diese Szenarien bereits Realität, in manchen aber schon. Die Nutzer müssen offenbar noch viel häufiger &#8211; pardon &#8211; &#8222;auf die Fresse fallen&#8220;, bevor ihnen bewusst wird, womit sie es zu tun haben.</p>
<p>Genauso ist es mit den Verbindungsdaten, die Auskunft darüber geben, wann und wo jemand mit wem telefoniert und kommuniziert hat. Doch auch solche Verbindungsdaten sind, wie zum Beispiel viele Raubkopierer wissen, die ihre Spuren beim Download von urheberrechtlich geschütztem Material verschleiern, durchaus zu verbergen.</p>
<h3>2) Verbieten oder verbergen?</h3>
<p>Wie Don Quichotte gegen Windmühlen kämpft, so muss man sich den <a href="https://netzpolitik.org/2015/die-vorratsdatenspeicherung-und-das-panoptikum/" target="_blank">Kampf</a> <a href="https://digitalegesellschaft.de/2015/05/vds-lack-ist-ab/" target="_blank">der vielen</a> <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/Vorratsdatenspeicherung-Abruf-auch-bei-Internetstraftaten-2651524.html" target="_blank">Netzpolitik-Aktivisten</a> <a href="http://www.internet-law.de/2015/05/die-geplante-neuregelung-der-vorratsdatenspeicherung.html" target="_blank">vorstellen</a> <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/757/1/lang,de/" target="_blank">gegen die Vorratsdatenspeicherung</a>. Zumal man Nutzer gegen eine &#8222;latente&#8220; Gefahr sensibilisieren muss, die man nicht sieht, geschweige denn vollumfassend versteht (vgl. Punkt 1).</p>
<p>Deshalb stellt sich für mich die Frage, muss man überhaupt die ganze Zeit darauf drängen, dass eine VDS verboten gehört, oder sollte man nicht lieber dafür Sorge tragen, dass der &#8222;gemeine&#8220; Internetnutzer sich dagegen schützt, indem er seine Daten verbirgt. Verschlüsselung ist dabei nur eines von vielen Stichwörtern, das meiner Meinung nach deutlich zu wenig betrachtet wird, auch von der Industrie und von den Start-ups dieser Welt.</p>
<p>Wie heißt es so schön? Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt, muss eben der Prophet zum Berg gehen. Wir brauchen &#8222;einfache&#8220; und vor allem &#8222;einfachste&#8220; Software- und vielleicht sogar Hardware-Lösungen, die den Nutzer in die Lage versetzen, sich gegen eine VDS zu schützen. Wenn die Politik gerne Petabyte-weise Daten sammeln möchte, ja dann lasst sie doch. Denn wenn sie am Ende gar nichts damit anfangen kann, weil wir ihr nur verschlüsselten Kauderwelsch überlassen, wird sie gefrustet davon ablassen. Oder aber sich die Zähne daran ausbeißen. Wenn sich die Gemeinde der Gegner einer VDS nur ein wenig so verhalten könnte wie Hacker oder Raubkopierer, dann wäre das ein Rennen zwischen Hase und Igel, in dem am Ende die Politik immer nur reagieren kann. Denn letztlich müssen Unternehmen, die ihr Urheberrecht schützen wollen, feststellen, dass sie immer nur Lücken stopfen, aber die Ursachen nicht in den Griff bekommen. Was nicht bedeutet, dass ich dieses Treiben gutfinde. Einzig diesen Elan müsste die Bewegung an den Tag legen, damit man immer im Vorsprung gegenüber den Datensammlern wäre. Denn aktuell hat die Politik die Aktivisten abgehängt.</p>
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		<item>
		<title>Nico Lumma: Troll, der</title>
		<link>https://macnotes.de/2015/01/25/nico-lumma-per-definition-ein-troll/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexander Trust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jan 2015 00:26:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Trolle seien &#8222;kotzende Arschlöcher&#8220; schreibt Nico Lumma und begibt sich damit, wie einige seiner Leser kommentieren, auf eine Ebene mit Trollen, die er scheltet. Rein per Definition hat Nico Lumma mit seinem Beitrag &#8222;Trolle sind kotzende Arschlöcher&#8220; sich wohl selbst zum Troll gemacht. Er wählt in seinem Beitrag zur ewig währenden Troll-Diskussion ein Vokabular, das [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://macnotes.de/2015/01/25/nico-lumma-per-definition-ein-troll/">Nico Lumma: Troll, der</a> erschien zuerst auf <a href="https://macnotes.de">Macnotes.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Trolle seien &#8222;kotzende Arschlöcher&#8220; schreibt Nico Lumma und begibt sich damit, wie einige seiner Leser kommentieren, auf eine Ebene mit Trollen, die er scheltet.</p>
<p>Rein per Definition hat Nico Lumma mit seinem Beitrag &#8222;<a href="//lumma.de/2015/01/24/trolle-sind-kotzende-arschloecher/" target="_blank" rel="noopener">Trolle sind kotzende Arschlöcher</a>&#8220; sich wohl selbst zum Troll gemacht. Er wählt in seinem Beitrag zur ewig währenden Troll-Diskussion ein Vokabular, das sonst vorwiegend von den Trollen genutzt wird, die er zu kritisieren sucht.</p>
<h2>Trollen oder nicht, das ist hier die Frage</h2>
<p>Lumma setzt sich mehr oder weniger kritisch mit anderen Meinungen zu dem Thema auseinander &#8211; so erhält Journalist Martin Giesler eine Schelte dafür, dass er die Auffassung vertritt, <a href="https://martinfehrensen.de" target="_blank" rel="noopener">Zurücktrollen sei keine Option</a>. Ebenfalls lässt Lumma kein gutes Haar an der Meinung von ZEIT Online Chefredakteur Jochen Wegner, der fordert, man solle <a href="https://www.zeit.de/zustimmung?url=https%3A%2F%2Fwww.zeit.de%2F2014%2F35%2Fsocial-media-troll-demokratie-meinungsfreiheit" target="_blank" rel="noopener">die Trolle verhungern lassen</a>. Lummas eigene Meinung lautet wie folgt:</p>
<p><blockquote class="notification is-dark is-radiusless mt-4" style="border-left: 2rem solid #22C3A7; display:inline-block;">&#8222;Daher ist es gut, wenn immer mehr Community Manager diese Troll genannten Arschlöcher vor allen anderen Nutzern als Arschlöcher bloßstellen und sie zum Gespött der Leute machen. Das ist genau richtig. Asoziales Verhalten erfordert soziale Ächtung, nicht Verständnis.&#8220;<br /><cite>Nico Lumma</cite></blockquote></p>
<p>Solange man keine unwahren Tatsachenbehauptungen äußert, bewegt man sich im Bereich der Meinungsäußerung, <a href="https://web.archive.org/web/20150129030417/http://www.socialmediarecht.de:80/2015/01/21/tatsachen-meinungen-und-onlinebewertungen-wogegen-sich-unternehmen-nicht-wehren-koennen/?" target="_blank" rel="noopener">und das ist erlaubt</a>. Entsprechend kann man der Meinung Lummas vor diesem Hintergrund zustimmen, man solle Trollen ihre Grenzen aufzeigen und verbal zurückschlagen.</p>
<h2>Zurücktrollen funktioniert, mit Eiern</h2>
<p>Doch ich bin der Auffassung, dass trotzdem &#8222;nicht jeder&#8220; sich dieser Strategie bedienen sollte. Glaubt man Oliver Kahn, braucht es nämlich &#8222;Eier&#8220;. Zurücktrollen ist nur dann anzuraten, wenn man selbst ein gesundes Selbstbewusstsein an den Tag legt, in der Form, dass es einem mancherorts als Arroganz ausgelegt wird. Denn wer die besagten &#8222;Eier&#8220; nicht hat, der schlittert dann nur auf dem Social-Media-Glatteis ins Abseits. Wer von seiner eigenen Meinung nicht überzeugt ist, der tritt nicht nur in Fettnäpfchen, sondern weiß die Viralität von Shit-Storms nicht für sich auszunutzen und muss dann ausschließlich mit den negativen Auswüchsen auskommen.</p>
<h2>Don Alphonso: die Erfolgsgeschichte Zurücktrollen</h2>
<p>Eine Erfolgsgeschichte aus dem Bereich &#8222;Zurücktrollen&#8220; stellt sicherlich <a href="https://rebellmarkt.blogger.de/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Rainer Meyer</a> alias &#8222;Don Alphonso&#8220; dar. Dieser betrieb vor einigen Jahren StudiVZ- und Holtzbrinck-Bashing sondergleichen und man darf ihn per Definition ebenfalls einen Troll nennen. Denn gegen jeden, der nicht Meyers Meinung vertrat, wurde in Kommentaren von Blogs und auf Social-Media-Kanälen heftigst zurückgeschossen. Meyer hat dieses Spiel mit der Meinung letztlich einen Job bei der FAZ eingebracht.</p>
<p>Es gibt also gewisse Parallelen zwischen Meyer und Lumma. Denn letzterer hat ebenfalls nach vielen Meinungsäußerungen im Netz einen Job von alten Verlegern spendiert bekommen: Lumma schreibt seit einigen Monaten eine Netz-Kolumne für die BILD-Zeitung. <em>Wer also Gegenwind aushalten kann, der wird am Ende womöglich dafür belohnt.</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://macnotes.de/2015/01/25/nico-lumma-per-definition-ein-troll/">Nico Lumma: Troll, der</a> erschien zuerst auf <a href="https://macnotes.de">Macnotes.de</a>.</p>
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		<item>
		<title>Mister Wong ist tot, versteht das doch endlich</title>
		<link>https://macnotes.de/2015/01/18/mister-wong-tot-social-bookmarks/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexander Trust]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Jan 2015 03:30:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Jahr 2015 gibt es immer noch dutzende von Webseiten, die Mr. Wong als Social-Media-Button auf ihrer Webseite verwenden. Besonders nachdenklich macht die Verwendung des Service auf Medien-Webseiten, deren Betreiber wissen sollten, dass seit August 2013 aus der Social-Bookmarking-Raupe Mr. Wong ein Modeplattforms-Schmetterling Mr. Wong geworden ist. 2006 startete in Deutschland der Social-Bookmarking-Service Mr. Wong. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Jahr 2015 gibt es immer noch dutzende von Webseiten, die Mr. Wong als Social-Media-Button auf ihrer Webseite verwenden. Besonders nachdenklich macht die Verwendung des Service auf Medien-Webseiten, deren Betreiber wissen sollten, dass seit August 2013 aus der Social-Bookmarking-Raupe Mr. Wong ein Modeplattforms-Schmetterling Mr. Wong geworden ist.</p>
<p>2006 startete in Deutschland der Social-Bookmarking-Service Mr. Wong. Doch wie das mit in Deutschland kopierten Ideen aus dem Ausland nunmal so ist (vgl. StudiVZ), war 2013 bereits wieder Schluss. Ein weiteres prominentes Beispiel kopierter Social-Bookmarking-Idee war Yigg. Weder der Hamster im Logo noch ein Redesign halfen. Im März 2014 war bei Yigg endgültig Schluss. Nun wird an gleicher Stelle versucht Buzzfeed und Co. Konkurrenz zu machen.</p>
<p>Doch zurück zu Mr. Wong &#8211; warum haben seit 2 Jahren einige Leute noch nicht mitbekommen, dass es den Service nicht mehr gibt? Ich könnte dutzende Blogs nennen, auf denen mir das Logo des ehemaligen Social-Bookmarking-Service noch ab und zu begegnet, doch interessanter sind freilich Webseiten von mehr oder weniger &#8222;offiziellen&#8220; Medien.</p>
<p>Während also beispielsweise Zeit Online eine eigene Schnittstelle fürs Weitersagen implementiert hat, benutzt der Online-Auftritt der wöchentlichen Beigabe Christ&amp;Welt unter jedem Artikel &#8222;prominent&#8220; einen Button fürs <a href="https://www.zeit.de/zustimmung?url=https%3A%2F%2Fwww.zeit.de%2Fchrist-und-welt" target="_blank" rel="nofollow noopener">Weitersagen auf Mr. Wong</a>.</p>
<p>Doch selbst vermeintlich &#8222;moderne&#8220; Satire wie der Postillon <a href="https://www.der-postillon.com/2015/01/links-zwo-drei-vier-257.html" target="_blank" rel="nofollow noopener">ermöglicht seinen Nutzern</a>, wenn auch weniger prominent, immer noch das Weitersagen mittels Mr. Wong.</p>
<p><div data-id="71266" class="ajaxGalleryInit" style="display:none;"></div></p>
<p>Analog zum Postillon funktioniert das Weitersagen auf den Seiten des Berliner Kuriers oder der B.Z. Letzteres ist ein Erzeugnis aus dem Springer Verlag, der aber bei der BILD auf Mr. Wong verzichtet.</p>
<h2>Addthis muss aktualisiert werden!</h2>
<p>Viele der genannten Webseiten haben Eines gemeinsam. Sie verwenden ein Plugin von oder eine Schnittstelle zum Service &#8222;addthis&#8220;, der gleich mehrere Dutzend Social-Media-Weiterleitungskanäle auf der eigenen Webseite implementiert. Dort wird Mr. Wong noch immer geführt &#8211; ich vermute, weil sich niemand darum schert und der Service aus dem Ausland stammt. Entsprechend würde es schon viel helfen, wenn Addthis endlich die digitale Sterbeurkunde von Mr. Wong zur Kenntnis nimmt.</p>
<p>Meckern kann jeder, doch damit Mr. Wong endlich zu Grabe getragen wird, haben wir eine offizielle Support-Anfrage an Addthis gestellt, mit dem Hinweis, dass es Mr. Wong seit 2013 nicht mehr gibt. Wir haben vom Support von addthis mittlerweile (19.01.2015) bestätigt bekommen, dass man die Löschung von Mr. Wong vornehmen wird.</p>
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		<title>Kommentar: Wenn Online-Journalismus kein Journalismus mehr ist</title>
		<link>https://macnotes.de/2014/09/20/kommentar-online-journalismus/</link>
					<comments>https://macnotes.de/2014/09/20/kommentar-online-journalismus/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexander Trust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Sep 2014 23:27:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gestern war es so weit, Apple hat das iPhone 6 in Deutschland in den Handel gebracht. Der Online-Journalismus der Mainstream-Medien hat sich allerdings nicht allzu sehr mit Ruhm bekleckert. Von Ausschreitungen in Dresden war die Rede. Doch viel tiefer fault die online-journalistische Wurzel, wenn Redakteure bei Nachrichtensendern nicht mehr wissen, was die journalistische Form eigentlich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern war es so weit, <a title="iPhone 6 in Deutschland gestartet" href="https://macnotes.de/2014/09/19/iphone-6-deutschland/">Apple hat das iPhone 6 in Deutschland in den Handel gebracht</a>. Der Online-Journalismus der Mainstream-Medien hat sich allerdings nicht allzu sehr mit Ruhm bekleckert. Von Ausschreitungen in Dresden war die Rede. Doch viel tiefer fault die online-journalistische Wurzel, wenn Redakteure bei Nachrichtensendern nicht mehr wissen, was die journalistische Form eigentlich ausmacht.</p>
<p>In den 2000ern, als das StudiVZ noch &#8222;in&#8220; war und Blogs von Services wie Technorati vermessen werden sollten, gab es ebenfalls ideologische Grabenkämpfe zwischen Journalisten, die ihren Berufsstand durch Blogger gefährdet sahen. Seinerzeit wurde lang und breit vorgekaut, warum der Journalismus richtig und wichtig ist. 2014 und im Prinzip schon viele Jahre vorher, kann man diese Behauptungen nicht mehr in jedem Fall mit Tatsachen belegen.</p>
<p>Im Deutsch-Unterricht in der Schule kommen einige einmal an den Punkt, an dem sie unterschiedliche Text-Gattungen gezeigt bekommen und der Übung halber selbst anfertigen müssen. Neben Gedichten oder Geschichten werden vor allem Text-Formen aus dem Journalismus thematisiert. Die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nachricht_(Journalismus)" target="_blank" rel="noopener">Nachricht</a>, der Kommentar, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kolumne" target="_blank" rel="noopener">Kolumne</a>, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Glosse" target="_blank" rel="noopener">Glosse</a>, usf. Wir haben uns daran gewöhnt, dass der Journalismus inhaltlich zu wünschen übrig lässt, weil es uns der <a href="http://www.spiegelfechter.com/" target="_blank" rel="noopener">Spiegelfechter</a> oder der <a href="https://web.archive.org/web/20140902002405/http://www.bildblog.de/" target="_blank" rel="noopener">Bildblog</a> lang und breit immer und immer wieder erklären.</p>
<h2>Online-Journalisten ohne Form</h2>
<p>Dass sich die Damen und Herren Journalisten aber sogar ihrer sprachlichen Form selbst berauben, hätte wohl vor 10 Jahren niemand gedacht. Diejenigen, die Mitgliedsbeiträge bezahlen, um sich einen Journalisten-Ausweis ausstellen zu lassen und rufen zu können, hört her, ich bin wichtig, tun sich und ihrem Berufsstand keinen Gefallen. &#8222;Online&#8220; stellt das nur deutlich besser zur Schau. Jüngstes Beispiel in dieser fortwährenden Entwicklung ist <a href="https://www.n-tv.de/technik/Verkauf-des-iPhone-6-beginnt-article13637466.html" target="_blank" rel="nofollow noopener">ein Beitrag von n-tv</a> zum Verkaufsstart des iPhone 6 in Dresden &#8211; sollte man meinen.</p>
<p>Eine Nachricht, ist eine Nachricht, ist eine Nachricht: In deren Einleitung werden die wichtigsten W-Fragen kurz abgehandelt, nachdem man mit der Überschrift die ultimative Verknappung des Inhalts bereits fabriziert hat. Erst danach wiederholt man die verkürzten Aussagen aus der Einleitung, und zwar in der Art, dass man vom Wichtigen zum Unwichtigen geht. Nun titelt n-tv: &#8222;<em>Polizei muss in Dresden eingreifen: Verkauf des iPhone 6 beginnt</em>&#8222;. Dass diese Überschrift inhaltlich fragwürdig ist, weil selbst Video-Dokumente zeigen, dass die Polizei kein &#8222;Chaos&#8220; in Ordnung, und keine &#8222;Tumulte&#8220; befrieden musste, sondern lediglich den Eingang zum Kaufhaus freihielt, ist nichts Neues.</p>
<p>&#8222;Neu&#8220; ist jedoch, dass Überschrift, Einleitung und Inhalt der Nachricht im Beispiel von n-tv absolut nicht zueinander passen. Anhand der zitierten Überschrift darf und muss man erwarten, dass n-tv einen Artikel mit regionalem Bezug über die Situation am Apple Store in Dresden präsentiert. Die Einleitung allerdings spricht vom iPhone-6-Start &#8222;rund um den Globus&#8220;, in den nächsten Absätzen wird dann Tokio erwähnt. Im dritten Absatz wird das Tokio-Thema mit dem Verweis auf die &#8222;weltberühmte Luxus-Einkaufsmeile Ginza&#8220; konkretisiert. Erst der vierte Absatz (inkl. Einleitung) geht auf Dresden ein, und zwar in nur vier Sätzen. Davor und danach ist von Dresden nicht mehr die Rede. Dafür wird zum Beispiel von Apple Pay berichtet. Also hat der Verfasser oder die Verfasserin alles falsch gemacht, was während seiner/ihrer Ausbildung eingebläut hätte werden sollen.</p>
<h2>SEO ist auch Journalismus</h2>
<p>Glücklicherweise gibt es in Deutschland einen Streit zwischen einigen Verlegern und Google, wegen des Leistungsschutzrechts, der Beispiele wie die von n-tv ad absurdum führt. Die Verleger heulen rum, dass sie zu wenig Besucher über die Suchmaschine erhalten. Dass aber die journalistischen Tugenden einen Einfluss auf den Besucherfluss von Google haben, wird von den Damen und Herren Journalisten ignoriert, weil nur die wenigsten von ihnen ein dezidiertes Verständnis mitbringen und sich stattdessen in der Rolle wohlfühlen, überfordert zu sein von dem, was da zwischen SEO und SEM auf sie einprasselt.</p>
<p>Wenn ich dem n-tv-Redakteur den Online-Journalismus erklären müsste, würde ich ihm raten, dass er sich auf die Form zurückziehen soll, die er eigentlich gelernt haben sollte. Denn tatsächlich ist Alles, was im Web über inhaltliche <a title="Wenn SEOs Journalisten werden, oder die 5 W-Fragen" href="https://macnotes.de/2012/05/22/wenn-seos-journalisten-werden-oder-die-5-w-fragen/">Qualität im Kontext von Suchmaschinenoptimierung</a> (SEO) <a title="SEO und SMO: Zeitpunkt der Veröffentlichung ist wichtig und erklärt Mythos vom Abschreiben" href="https://macnotes.de/2012/11/06/der-mythos-vom-abschreiben-in-der-deutschen-blogosphaere-seo-und-smo/">geschrieben wird</a>, dazu angetan genau darauf hinaus zu laufen. Wer zunächst in Überschrift und Einleitung das Thema beschreibt und dann im Fließtext weiter ausführt, der wird bei Google dafür belohnt. Streng genommen haben SEOs in den letzten Jahren immer wieder vorgekaut, was Online-Journalisten als Handwerkszeug benötigen. Selbst Zwischenüberschriften für den Lesefluss, die bei SEOs wegen der zusätzlichen H2-Überschrift mit Keywords angemerkt wurden, sind im Journalismus keine Unbekannten.</p>
<p>Viele Blogger, das ist richtig, haben sich an diese journalistischen Formen nicht gehalten, sondern roh ihre Meinung artikuliert, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Das fand ein Teil der Leser toll, weshalb Blogger an Zulauf gewannen. Tatsächlich gibt es auch im Bereich der Tech-Blogger viele, die über Stammleser verfügen und nicht selten gar nicht so viele Benutzer über Google News oder die allgemeine Google-Suche auf ihre Seite bringen. Das ist denen aber schnuppe, im Gegensatz zu den Verlagen, die auf das Leistungsschutzrecht pochen. Ihre Besucher bekommen sie über Social-Media-Kanäle und Mundpropaganda.</p>
<p>Dass Online-Journalismus sich beschwert, zu wenig Besucher über Suchmaschinen zu erlangen, wenn er inhaltliche Qualität vermissen lässt und nicht einmal die journalistische Form wahrt, ist ein Zeichen dafür, dass Ignoranz nicht an Bildungsgrenzen halt macht.</p>
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		<title>Social Media oder was VICE noch nicht weiß</title>
		<link>https://macnotes.de/2013/11/15/social-media-vice/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexander Trust]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Nov 2013 10:42:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Magazin Vice hat sich in einem Beitrag online über Social Media Manager lustig gemacht, allerdings auf eine Weise, die mehr einem virtuellen Sich-in-die-Nesseln-setzen gleicht. Die Fluggesellschaft KLM, der Online-Lieferservice Lieferheld, DOVE, Nokia und viele weitere Firmen bekommen im Beitrag vom &#8222;Vice Staff&#8220; ihr Fett weg. Wofür? Nun, für mehr oder weniger gelungenes &#8222;Social Media&#8220;-Management. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://macnotes.de/2013/11/15/social-media-vice/">Social Media oder was VICE noch nicht weiß</a> erschien zuerst auf <a href="https://macnotes.de">Macnotes.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Magazin Vice hat sich in einem Beitrag online über Social Media Manager lustig gemacht, allerdings auf eine Weise, die mehr einem virtuellen Sich-in-die-Nesseln-setzen gleicht.</p>
<p>Die Fluggesellschaft KLM, der Online-Lieferservice Lieferheld, DOVE, Nokia und viele weitere Firmen bekommen im Beitrag vom &#8222;Vice Staff&#8220; ihr Fett weg. Wofür? Nun, für mehr oder weniger gelungenes &#8222;Social Media&#8220;-Management. Allerdings ist die Kritik, die Vice sehr direkt äußert, weil sie die Personen hinter den Tweets und Timeline-Einträgen <a href="https://www.vice.com/de/article/dpezzk/warum-sind-social-media-manager-solche-vollidioten" target="_blank" rel="noopener">als &#8222;Vollidioten&#8220; brandmarkt</a>, selbst auf äußerst dünnem Eis unterwegs.</p>
<h2>Niveaudiskussion</h2>
<p>Die Fluglinie KLM Middle East hat auf Twitter mal ein &#8222;Quiz&#8220; veranstaltet, das profan Galgenmännchen heißt. Für je 20 Likes würde man einen weiteren Buchstaben eines Worts aufdecken, das man anfänglich mit _O_D_N entstellt hat. Gesucht war London und der Anspruch an die Lösung dieser Aufgabe ist natürlich gering.</p>
<p>Gleiches gilt wohl für eine Nahaufnahme von einem Hund, die von Nokia Australien via Twitter gepostet wurde. Man wollte mit dem Bild einerseits für die Zoom-Funktion der eigenen Lumia-Smartphones werben, andererseits eine Reihe fortsetzen. Denn scheinbar hat man davor und danach noch einige Zoom-Fotos im wöchentlich Rhytmus veröffentlicht.</p>
<h2>Beteiligung</h2>
<p>Bei KLM und Nokia stört sich die Redaktion von Vice am Niveau der Werbeaussage. &#8211; Nun muss ich vorsichtig sein, wollte ich fragen: Gibt es niveauvolles Fernsehen? Und warum stelle ich diese Frage an dieser Stelle? &#8211; Wenn man RTL2 und Co. medial als Unterschichten-Fernsehen anprangert, dann sind doch die Gewinnspiele bei Samstagabend-Shows oder in Sportsendungen der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten nach demselben Muster gestrickt und sie sind in ihrer &#8222;Einfachheit&#8220; nicht weit weg von den Social-Media-Beiträgen von KLM und Nokia. Ganz gleich ob der Anbieter dem Vernehmen nach zur Unterschicht (RTL2, 9Live) oder dem Bürgertum (ARD, ZDF, KLM, Nokia) passt. Einige Zuseher haben sich sicherlich schon geärgert, wie einfach doch solche Fragen bei den Gewinnspielen sind. Der Grund warum sie ist es sind, ist, dass möglichst viele Leute partizipieren. Es ist derselbe Grund, warum viele Social Media Manager nicht höchst anspruchsvolle Aufgaben twittern oder bei Facebook und G+ zum Besten geben. Denn bei Social Media kommt es unter dem Strich vor allem auf die Beteiligung an. Je mehr Multiplikatoren man hat, desto besser. Das Wie ist eigentlich egal. Ehssan Dariani und Co. hätten und haben vielleicht mit ihrer Zielgruppe damals zur StudiVZ-Gründung sogar Komasaufen gemacht. Die öffentliche Kritik hat das anfängliche Wachstum des Social Network zu keiner Zeit gefährdet. Kein Don Alphonso und auch kein Rainer Meyer konnten den Aufstieg des StudiVZ aufhalten. Der tiefe Fall indes hat mit ganz anderen Stellschrauben zu tun.</p>
<h2>Wie doof kann man sein?</h2>
<p>Doch kommen wir zurück zu den Vollidioten, die Vice brandmarken möchte. Für die Pflegemarke DOVE Men+Care wollte man 5000 Likes auf Facebook erhaschen, und zwar für ein Foto mit einem Kürbis darauf. Vor den Kürbis hat ein Mitarbeiter einen Zettel gehalten, auf dem Stand: Wenn dieser Beitrag 5000 Likes erhält, dann machen wir Matsch aus dem Kürbis. Allerhöchstens moralisch verwerflich ist die Aufforderung, wenn man meint, dass man mit Lebensmitteln nicht spielen soll.</p>
<p>Vice selbst aber hat in seinem Beitrag lediglich Dinge an den Pranger gestellt und nicht hinterfragt. Gerade beim Kürbis-Beispiel von DOVE schreibt die Redaktion:</p>
<p><blockquote class="notification is-dark is-radiusless mt-4" style="border-left: 2rem solid #22C3A7; display:inline-block;">&#8222;Nein, ich weiß nicht, ob sie ihre 5.000 Likes gekriegt haben, aber ich fürchte, ja.&#8220;<br /><cite>Vice</cite></blockquote></p>
<p>Der Leser bei Vice kann leider auch nicht wissen, ob die 5000 Likes erzielt wurden oder nicht. Denn außer Screenshots und Häme in Wörtern hat Vice leider keine Quell-Links hinzugefügt, die zu den entsprechenden Social-Media-Beiträgen führen würden.<br />
Ich habe auf Facebook und mit Hilfe von Suchmaschinen einige Zeit nach dem Bild mit dem Kürbis bei DOVE Men+Care gesucht, es allerdings nicht gefunden. Eventuell wurde das Bild wieder herausgenommen, denn folgt man der Angabe von Vice zu Condescending Corporate Brand Facebook (CCBFP) Page, wo der Kürbis zuerst an den Pranger gestellt wurde, müsste das Bild Anfang November oder Ende Oktober <a href="https://www.facebook.com/dovemencareus" target="_blank" rel="nofollow noopener">bei DOVE Men+Care veröffentlicht</a> worden sein. Zu diesem Zeitpunkt finde ich den Kürbis aber nicht wieder.</p>
<p>Vom Erbesenzählen aber abgesehen: Tragisch ist doch, dass die Redaktion von Vice nicht versucht ihre Aussagen zu überprüfen. Denn Social Media Marketing kann so albern und sinnfrei sein wie es will, wenn das Ziel erreicht wird, hat das SMM seinen Zweck erfüllt. Und natürlich gibt es weltweit nur eine verschwindend geringe Anzahl von exklusiven Marken aus speziellen Umfeldern, die sich solche Aktionen tatsächlich nicht leisten können. Das würden dann aber auch die Social Media Manager ratzfatz merken, wenn ihnen die Kunden Contra gäben. Doch solange die Kunden mitmachen und man die Multiplikatoren erzielt, ist alles bestens. Erst wenn den Kunden langweilig wird, muss man die Methoden anpassen. As simple as that. In der öffentlichen Wahrnehmung wird wegen der Kürbis-Aktion DOVE Men+Care nicht anders wahrgenommen als davor. Den Kommentaren bei CCBFP war zu entnehmen, dass die DOVE-Aktion noch am selben Tag mindestens über 4600 Likes hatte.</p>
<h2>Einfallslos</h2>
<p>Was aber Vice den Social Media Managern vorwirft, nämlich einfallslos zu sein, das bekommt die Redaktion selbst prima hin. Denn der Beitrag &#8222;<a href="https://www.vice.com/de/article/dpezzk/warum-sind-social-media-manager-solche-vollidioten" target="_blank" rel="noopener">Warum sind Social Media Manager solche Vollidioten?</a>&#8220; ist nur eine plumpe Übersetzung der US-Version, deren Beitrag Mark Duffy unter dem Titel &#8222;<a href="https://www.vice.com/en/article/jmb8xd/why-are-so-many-social-media-managers-dipshits" target="_blank" rel="noopener">Why Are So Many Social Media Managers Dipshits?</a>&#8220; herausbrachte. Weil dort genügend Leser den Like-Button geklickt haben, lief die Traduktionsmaschine warm. Das zeugt vor allem davon, dass die deutsche Redaktion &#8222;wenig kreativ&#8220; ist, um sie selbst in anderem Kontext zu zitieren.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://macnotes.de/2013/11/15/social-media-vice/">Social Media oder was VICE noch nicht weiß</a> erschien zuerst auf <a href="https://macnotes.de">Macnotes.de</a>.</p>
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