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	<title>Du hast nach christentum gesucht - Macnotes.de</title>
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	<description>iPhone, iPod, iPad, Mac - das unabhängige Magazin rund um Apple</description>
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	<title>Du hast nach christentum gesucht - Macnotes.de</title>
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		<title>Atheismus als Gretchenfrage</title>
		<link>https://macnotes.de/2008/03/17/atheismus-als-gretchenfrage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexander Trust]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Mar 2008 03:26:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Misanthrop (Blog existiert nicht mehr) hatte einen Blogkarneval zum Thema Atheismus und Religion/Gotteswahn initiiert. Der Spa&#223; ist nun vorbei und herausgekommen ist mehr als eine Handvoll Beitr&#228;ge, aber eben nicht viel mehr. Woran das liegen kann? Nun, vielleicht an der Einstellung der Leute. Wir sind keine Mitmachgesellschaft in der Freiwilligkeit als oberste Pr&#228;misse angenommen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://macnotes.de/2008/03/17/atheismus-als-gretchenfrage/">Atheismus als Gretchenfrage</a> erschien zuerst auf <a href="https://macnotes.de">Macnotes.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class='lead'>Der Misanthrop (Blog existiert nicht mehr) hatte einen Blogkarneval zum Thema Atheismus und Religion/Gotteswahn initiiert. Der Spa&szlig; ist nun vorbei und herausgekommen ist mehr als eine Handvoll Beitr&auml;ge, aber eben nicht viel mehr. Woran das liegen kann? Nun, vielleicht an der Einstellung der Leute. Wir sind keine Mitmachgesellschaft in der Freiwilligkeit als oberste Pr&auml;misse angenommen wird, sondern vielmehr eine Neidgesellschaft, in der eine Hand nur dann die andere w&auml;scht, wenn sie sich davon etwas erhofft.<span id="more-73071"></span></p>
<h2>Religion ist nicht privat</h2>
</p>
<p>Gibt es denn noch andere Gr&uuml;nde, warum der Erfolg von des Misanthrops Blogkarneval sich bescheiden ausnimmt? Nun, eine der Teilnehmerinnen schreibt in ihrem Beitrag, Religion sei eine private Angelegenheit. Sie notiert:</p>
<p><blockquote class="notification is-dark is-radiusless mt-4" style="border-left: 2rem solid #22C3A7; display:inline-block;">&#8222;Religion bzw. Nicht-Religion ist ein heikles Thema und man beh&auml;lt besser seine Meinung f&uuml;r sich. Auch ich w&uuml;rde darum eigentlich lieber einen Bogen machen, weil es ein sehr pers&ouml;nliches Thema ist und man sehr leicht missverstanden werden kann und/oder anderen auf die F&uuml;&szlig;e treten kann.&#8220;<sup id="fnref-73071-1"><a class="jetpack-footnote" href="#fn-73071-1">1</a></sup></blockquote><sup id="fnref-73071-1"></sup></p>
<p>Hier liegt einmal der erste Hase im Pfeffer begraben. Nicht Religion mag eine Privatsache sein, sondern allerh&ouml;chstens der Glaube. Und das, wo die Bloggerin selbst in ihrem Artikel auf eine Differenz zwischen Religion und Glaube hinweist; Religion ist so &ouml;ffentlich wie nur irgendwas. Der Papst und andere religi&ouml;se Oberh&auml;upter str&ouml;men in die &Ouml;ffentlichkeit, um die verirrten Schafe ihrer Religionsgemeinschaften durch ihre Aussagen zu verunsichern und sie in die Arme von Rattenf&auml;nger &agrave; la Scientology zu treiben. Theologie als wissenschaftliche Disziplin kann auf eine lange Geschichte verweisen und strebt mit ihren Ergebnissen durchaus ebenso in die &Ouml;ffentlichkeit. Religion lebt davon, &ouml;ffentlich zu sein, weil man anders nicht nach Gleichgesinnten suchen kann.</p>
<p>Und nicht nur das, m&ouml;chte man noch an Kritik zum Beitrag von Julia hinzuf&uuml;gen &ndash; vielmehr sind Missverst&auml;ndnisse nur nat&uuml;rlich. H&auml;tten wir kein Missverstehen, w&uuml;rden wir auch kein Interesse an Verst&auml;ndigung haben. Ein Impuls von Kommunikation ist das Missverst&auml;ndnis.</p>
<h2>Moral durch Glaube?</h2>
<p>Nach Julia gibt es in diesem Bereich keinen erkennbaren Zusammenhang. Sie bem&uuml;ht eine Statistik aus Amerika, derzufolge im so genannten &#8222;Bible Belt&#8220;, im besonders gl&auml;ubigen S&uuml;den der USA also, besonders viele Menschen straff&auml;llig werden.</p>
<p>Einen Zusammenhang zwischen Moral und Religion indes kann man nicht wegdiskutieren. Denn die Religionen sind diejenigen Institutionen in unserer Welt, die sich dadurch auszeichnen, eine Morallehre &uuml;berhaupt erst eingef&uuml;hrt zu haben. Mag sie dogmatisch sein und von Sanktionierungen begleitet, so ist doch Morallehre der katholischen Kirche eine Grundfeste unserer europ&auml;ischen Gesellschaften. Selbst Wirtschaftsweise aus Gro&szlig;britannien, die den klassischen Liberalismus<sup id="fnref-73071-2"><a class="jetpack-footnote" href="#fn-73071-2">2</a></sup> predigten, oder der gute Nietzsche, der Gott tot sein lassen wollte, haben diese Erkenntnis konstatiert. Wir sind Kinder unserer Umwelt, und wollten wir auch nicht religi&ouml;s sein, so sind wir es in St&uuml;cken trotzdem, immer dann, wenn wir uns auf unsere Moral berufen. Die Idee von Kants kategorischem Imperativ ist ein Konstrukt, das ohne die Religion nie zur Existenz gekommen w&auml;re. Sich auf christliche Werte zu berufen, ist Thema in einem anderen, sehr lesenswerten Beitrag zur Blogparade gewesen und dort wird diese Position zumindest beginnend in Zweifel gezogen.<sup id="fnref-73071-5"><a class="jetpack-footnote" href="#fn-73071-5">3</a></sup> Gerade mit Blick auf das Gesellschaftsgef&uuml;ge und die Bedeutung des Festhaltens an den christlichen Werten im Kontext von Integration und Religionsfreiheit.</p>
<h2>Glauben ist nicht gleich Glauben</h2>
<p>Andreas G., ein weiterer Teilnehmer, spaltet Haare und erhebt die Stimme, wenn es darum geht, die Differenz zwischen Glauben und Glauben zu erkl&auml;ren.<sup id="fnref-73071-6"><a class="jetpack-footnote" href="#fn-73071-6">4</a></sup> Ich ulke nicht dar&uuml;ber, sondern finde die Aufkl&auml;rungsarbeit von Herrn G. in Ordnung. Ich kann mich mit seiner Annahme, Atheismus w&uuml;rde nicht zwingend einen Glauben ben&ouml;tigen, wie er einer herk&ouml;mmlichen Definition nach zur Religion geh&ouml;rt zustimmen. Ich gebe allerdings zu bedenken, nicht jeder, der an die Theorie vom Urknall oder weitere naturwissenschaftliche Welterkl&auml;rungstheorien glaubt, w&uuml;rde das tun.</p>
<p>Ich selbst bin n&auml;mlich der &Uuml;berzeugung, dass man daran glauben muss. Wenn man nicht in die Mathematik vertraut und ihrer Logik Glauben schenkt, kann man sich nicht angemessen ihr gegen&uuml;ber verhalten. Wenn ich zwar akzeptiere, dass nach dem Tod nichts kommt, muss ich dennoch akzeptieren lernen, dass ich nicht wei&szlig;, was den Ursprung ausmacht. Ich k&ouml;nnte darum streiten, ob das von Belang ist oder nicht, aber das k&ouml;nnen Philosophen weitaus besser. Und diese tun es mit einer glasklaren Logik, die mir selbst nicht behagt. Ich bin kein Logiker, ich bin ein Intuitiver.</p>
<h2>In dubio pro Religionsfreiheit</h2>
<p>Konstantin, der selbst an ein Leben (oder einen Himmel) nach dem Tod glaubt, spricht sich indes f&uuml;r Religionsfreiheit aus.<sup id="fnref-73071-7"><a class="jetpack-footnote" href="#fn-73071-7">5</a></sup> Diskussionen jedweder Art w&uuml;rden andernfalls in einer Aporie enden, also der Ausweglosigkeit eine L&ouml;sung f&uuml;r ein bestehendes Problem zu finden. Stellt sich die Frage, ob man es sich mit dieser Haltung nicht zu einfach macht. Was tun, wenn man selbst sich raushalten m&ouml;chte, andere aber nach wie vor f&uuml;r ihre Religion in den Krieg ziehen? Wie kann man sein Engagement f&uuml;r Religionsfreiheit nicht nur in einem Pl&auml;doyer enden lassen?</p>
<p>Diese Frage von mir ist sehr ernst gemeint. Wollen wir uns den Kopf dr&uuml;ber zerbrechen, werden wir in der Lage sein, zuk&uuml;nftig die Streith&auml;hne miteinander zu vers&ouml;hnen. Aber wie? Eine Antwort auf diese Frage erfahren wir beim Lyriksplitter nicht, aber er bl&auml;st ins selbe Horn wie Konstantin und predigt Toleranz, Akzeptanz, Religionsfreiheit eben.<sup id="fnref-73071-8"><a class="jetpack-footnote" href="#fn-73071-8">6</a></sup> Nach wessen Ebenbild eigentlich?</p>
<p>Dem Beitrag vom Tonnendreher merkt man an, dass die Annahmen des Autors stark von Implikationen ausgehen, die auf dem christlichen Religionsbegriff fu&szlig;en.<sup id="fnref-73071-9"><a class="jetpack-footnote" href="#fn-73071-9">7</a></sup> Er selbst glaubt nicht an die (christliche?) Religion. Gott habe die Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen, schreibt er. Die schlechten, fragt er sich, dann ebenso? &ndash; Ein Beleg daf&uuml;r, dass es sich hier um die Bibel im weitesten Sinn handelt, die er zur Grundlage seiner Fragen und Antworten macht. Ein Indiz aber f&uuml;r die Eingeschr&auml;nktheit seiner Argumentation und derjenigen vieler anderer Beitr&auml;ge der Blogparade. Wenn ich diese so lese, dann stelle ich fest, kann kaum einer der Autoren wirklich umfassend abw&auml;gen, einfach weil er oder sie kaum andere Religionen kennt.<sup id="fnref-73071-3"><a class="jetpack-footnote" href="#fn-73071-3">8</a></sup></p>
<p>Nicht mal einen Bezug zu antiken religi&ouml;sen Vorstellungen gibt es. Keine Rede von Polytheismus &agrave; la Rom oder Athen, kein Zeus als G&ouml;ttervater von so vielen anderen g&ouml;ttlichen Gestalten. Aber auch kein Hinweis auf Naturreligionen, die zum Teil noch heute akut sind. Keine Vorstellung von Gaia, der Mutter Erde, oder anderem mehr. Wenn man in einem sehr eingeschr&auml;nkten Spektrum argumentiert, bedeutet das zwangsl&auml;ufig keine weitreichenden Antworten oder Argumente angeben zu k&ouml;nnen. Mit wem wollte man auf diese Art dann in einen Diskurs treten? &Uuml;ber den Tellerrand hinaus kann man nur t&auml;tig werden, wenn man den Staub jenseits des eigenen Porzellans aufwirbelt.</p>
<h2>Der Rest vom Sch&uuml;tzenfest</h2>
<p>Gwendolan hat der Blogparade ebenfalls beigewohnt. Er schreibt in einem Community-Blog aus der Schweiz mehr oder minder eine Kritik zu einer (Hochschul-)Veranstaltung.<sup id="fnref-73071-10"><a class="jetpack-footnote" href="#fn-73071-10">9</a></sup> Drum pr&uuml;fe, wer sich ewig bindet &ndash; das Christentum ist in seinen Augen ein &Auml;rgernis.</p>
<p>Wer auch immer Uriella sei, sie schweigt, und sie schwieg &uuml;ber den 10. M&auml;rz hinweg und konnte deshalb der Ausl&ouml;ser f&uuml;r das knappe Pamphlet auf kyriacou.ch sein.<sup id="fnref-73071-11"><a class="jetpack-footnote" href="#fn-73071-11">10</a></sup> Zynisch, ein Ausdruck, der den Atheismus des Autoren impliziert, aber ansonsten im Vergleich zu vielen anderen Beitr&auml;gen der Blogparade eher schw&auml;chelnd daher kommt.</p>
<p>Nicht weniger schwach der Beitrag von Fabian.<sup id="fnref-73071-12"><a class="jetpack-footnote" href="#fn-73071-12">11</a></sup> Und vielleicht trotzdem stark &ndash; stark subjektiv auf alle F&auml;lle, clever auf keinen Fall. Indem er alle Religionsanh&auml;nger Spinner und Idioten schimpft disqualifiziert er sich auf jeden Fall f&uuml;r irgendeine Form von Diskurs.</p>
<div class="footnotes">
<hr />
<ol>
<li id="fn-73071-1">Vgl. http://49suns.de/2008-03-02/die-gretchenfrage-wie-einfach-ist-atheismus&nbsp;<a href="#fnref-73071-1">&#8617;</a></li>
<li id="fn-73071-2">Vgl. z.&nbsp;B. Thomas Hobbes, hier vor allem das Werk Leviathan.&nbsp;<a href="#fnref-73071-2">&#8617;</a></li>
<li id="fn-73071-5">Vgl. http://variaeteventualia.iblogger.org/wordpress/archives/3&nbsp;<a href="#fnref-73071-5">&#8617;</a></li>
<li id="fn-73071-6">Vgl. http://cimddwc.net/2008/02/24/gretchenfrage-gotteswahn-gestirne-gehirn-und-geist/&nbsp;<a href="#fnref-73071-6">&#8617;</a></li>
<li id="fn-73071-7">Blog existiert nicht mehr.&nbsp;<a href="#fnref-73071-7">&#8617;</a></li>
<li id="fn-73071-8">Blog existiert nicht mehr.&nbsp;<a href="#fnref-73071-8">&#8617;</a></li>
<li id="fn-73071-9">Blog existiert nicht mehr.&nbsp;<a href="#fnref-73071-9">&#8617;</a></li>
<li id="fn-73071-3">Dies schlie&szlig;e ich nur von den Aussagen, die ich aus den Texten heraus lesen kann. Es mag sein, dass die Autoren durchaus andere Religionen kennen, aber sie beim Verfassen der Beitr&auml;ge einfach au&szlig;er Acht gelassen hatten.&nbsp;<a href="#fnref-73071-3">&#8617;</a></li>
<li id="fn-73071-10">Vgl. http://www.students.ch/community/user/blog/Gwendolan/4519&nbsp;<a href="#fnref-73071-10">&#8617;</a></li>
<li id="fn-73071-11">Vgl. http://www.kyriacou.ch/files/uriella_und_der_gottesbeweis.html&nbsp;<a href="#fnref-73071-11">&#8617;</a></li>
<li id="fn-73071-12">Blog existiert nicht mehr.&nbsp;<a href="#fnref-73071-12">&#8617;</a></li>
</ol>
</div>
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	</item>
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		<title>Vom Essen &#8211; Udo Pollmers Thesen vorgestellt</title>
		<link>https://macnotes.de/2007/05/10/vom-essen-udo-pollmers-thesen-vorgestellt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexander Trust]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 May 2007 01:23:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deutschland wird fettleibig. Wir sind Deutschland. Also haben wir ein Problem? Mein BMI zeigt an, ich h&#228;tte Normalgewicht, Unterkante.&#160;Udo Pollmer&#160;war gestern bei&#160;Menschen bei Maischberger&#160;eingeladen. Der Titel der Sendung lautete: &#8220;Dick oder D&#252;nn &#8211; Glaubenskrieg ums Essen&#8220;. Pollmer wurde auf den Internetseiten des Ersten angek&#252;ndigt als ein streitbarer Ern&#228;hrungswissenschaftler und Bestsellerautor. Er vertrat eine Position, die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://macnotes.de/2007/05/10/vom-essen-udo-pollmers-thesen-vorgestellt/">Vom Essen &#8211; Udo Pollmers Thesen vorgestellt</a> erschien zuerst auf <a href="https://macnotes.de">Macnotes.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class='lead'></p><p class="has-drop-cap">Deutschland wird fettleibig. Wir sind Deutschland. Also haben wir ein Problem? Mein BMI zeigt an, ich h&auml;tte Normalgewicht, Unterkante.&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_Pollmer">Udo Pollmer</a>&nbsp;war gestern bei&nbsp;<em>Menschen bei Maischberger</em>&nbsp;eingeladen. Der Titel der Sendung lautete: &ldquo;<a href="https://web.archive.org/web/20070814194730/http://www.daserste.de/maischberger/sendung_liste.asp?datum=08.05.2007&amp;Suche+starten.x=13&amp;Suche+starten.y=14">Dick oder D&uuml;nn &#8211; Glaubenskrieg ums Essen</a>&ldquo;.</p><p></p><p></p><p>Pollmer wurde auf den Internetseiten des Ersten angek&uuml;ndigt als ein streitbarer Ern&auml;hrungswissenschaftler und Bestsellerautor. Er vertrat eine Position, die mir pers&ouml;nlich recht plausibel vorkam. Plausibilit&auml;t ist ja nicht immer gleich zu setzen mit Wahrheit, auch wenn unsere Gesellschaft so sehr darauf getrimmt ist, alles, was plausibel scheint, f&uuml;r bare M&uuml;nze zu nehmen.</p><p></p><p></p><h2 class="wp-block-heading">Der K&ouml;rper stellt automatisch ein Gleichgewicht her</h2><p></p><p></p><p>Vollmer hat mit Sicherheit einige B&uuml;cher geschrieben, doch die Recherche im Netz reicht aus, um einige seiner zentralen Argumente zusammen zu tragen. Am 6. Dezember 2005 erscheint in der Welt ein Interview mit Pollmer unter dem Titel &ldquo;<a href="https://www.welt.de/print-welt/article182457/Der-Koerper-holt-es-sich.html">Der K&ouml;rper holt es sich</a>&ldquo;. Zentrales Anliegen an dieser Stelle: Unser K&ouml;rper reguliert unsere Nahrungszufuhr weitgehend automatisch auf einem Niveau, das f&uuml;r ihn gesund ist. Fett sei ein Langzeit-Engergiespender, so erfahren wir indirekt aus Pollmers Aussagen. Da die Anforderungen an die Individuen in einer Informationsgesellschaft jedoch andere seien, als noch zu Zeiten seiner Gro&szlig;mutter, habe man im Kontext eines Weniger an Bewegung die Interpretation vorgenommen, Fett sei ungesund. Wir meiden Fett, und trotzdem ben&ouml;tigt unser K&ouml;rper es in gewissen Mengen und die holt er sich auch.</p><p></p><p></p><p class="is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><blockquote class="notification is-dark is-radiusless mt-4" style="border-left: 2rem solid #22C3A7; display:inline-block;">&ldquo;[&hellip;] Trotzdem haben wir einen Bedarf an Fett, auch wenn der Zeitgeist die Fettaugen auf der Suppe ausmerzen will. Doch unser K&ouml;rper holt sich schon, was er will. Wer fettbewu&szlig;t zur Halbfettbutter greift, i&szlig;t zum Ausgleich Croissants. Werden die verteufelt, kaufen wir eben Ciabatta-Brote. Da ist dann reichlich Oliven&ouml;l drin.&rdquo;<br /><cite>Welt-Online, 06.05.2005</cite></blockquote></p><p></p><p></p><p>Der K&ouml;rper sorge f&uuml;r ein inneres stoffliches Gleichgewicht, so Pollmer weiter, und unser Geschmack sei in diesem Fall der Ma&szlig;stab.</p><p></p><p></p><p class="is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><blockquote class="notification is-dark is-radiusless mt-4" style="border-left: 2rem solid #22C3A7; display:inline-block;">&ldquo;[&hellip;] Unser Geschmack ist keine b&ouml;se Laune der Natur, er hat einen evolution&auml;ren Sinn. Freude am Essen ist &uuml;berlebensnotwendig. Wenn wir unserer Natur entsprechend handeln, empfinden wir Freude, wie bei der Sexualit&auml;t. Aber wir wittern hinter jedem Genu&szlig; Fallstricke des Teufels.&rdquo;<br /><cite>ebd.</cite></blockquote><cite></cite></p><p></p><p></p><h2 class="wp-block-heading">Christliche Wertvorstellungen bedingen negative Einfl&uuml;sse</h2><p></p><p></p><p>Angesprochen auf die Gr&uuml;nde f&uuml;r diesen Sinneswandel, gibt Pollmer zu verstehen, dass der Wandel von der antiken Religion hin zum Christentum diese Ver&auml;nderungen gezeitigt h&auml;tte. &Auml;hnlich wie in der Politik die Opposition, selbst wenn sie gleicher Meinung sein k&ouml;nnte in einer Frage mit der Koalition, nur deswegen opponiert, um sich abzugrenzen &#8211; eben deshalb opponierte die christliche Religion offenbar gegen&uuml;ber der antiken polytheistischen Religion.</p><p></p><p></p><p class="is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><blockquote class="notification is-dark is-radiusless mt-4" style="border-left: 2rem solid #22C3A7; display:inline-block;">&ldquo;Das christliche Denken nahm uns die Freude am K&ouml;rper. Das Christentum k&auml;mpfte lange gegen antike Religionen, die das Wirken des Sch&ouml;pfers nicht nur im Geistigen, sondern auch im K&ouml;rperlichen sahen. Es forderte zum Sieg des Geistes &uuml;ber das b&ouml;se Fleisch auf, &uuml;ber den eigenen K&ouml;rper, die Sexualit&auml;t, den Appetit&hellip;&rdquo;<br /><cite>ebd.</cite></blockquote></p><p></p><p></p><p>Nieder also mit dem Christentum?! So einfach ist es nat&uuml;rlich nicht. Gleichwie ist dies ein Argument f&uuml;r Atheisten und andere, die dem Christentum abgeneigt sind. Ein Schelm w&uuml;rde die Verh&auml;ltnisse von Normal- zu &Uuml;bergewichtigen auf der Welt anschauen und sie mit der jeweilig vorherrschenden Religion in Relation bringen. Ein Argument Pollmers n&auml;mlich ist, dass die Psyche sehr viel Einfluss auf unser Dicksein hat und eben nicht die Ern&auml;hrung. Moralische und ethische Hemmnisse, die einen Druck erzeugen, wirken sich negativ auf unser Gewicht aus.</p><p></p><p></p><h2 class="wp-block-heading">Die L&uuml;ge(n) &uuml;ber BSE und Acrylamid</h2><p></p><p></p><p>BSE h&auml;tten britische Rinder offenbar nicht deshalb bekommen, weil der Mensch sie k&uuml;nstlich zu Kannibalen machte. Vielmehr w&auml;re die Krankheit einiger weniger Rinder, dessen Hirne man zu Wachstumspr&auml;paraten in Tierfutter umarbeitete der verheerende Fehler in der Kette gewesen. Rinder sind nicht, wie wir glauben gemacht werden, von Natur aus Vegetarier. Deshalb sei der voreilige Schluss, BSE sei durch das Verf&uuml;ttern der Artgenossen entstanden, auf den ersten Blick schon als unzureichend durchschaubar. Der Welt-Redakteur insistiert: &ldquo;<em>Die Mehrheit der Wissenschaftler sieht aber das Futter aus arteigenen Hirnen als Ursache.</em>&rdquo; Doch Pollmer h&auml;lt dementgegen:</p><p></p><p></p><p class="is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><blockquote class="notification is-dark is-radiusless mt-4" style="border-left: 2rem solid #22C3A7; display:inline-block;">&ldquo;Mit Hirn hat die britische Epidemie schon was zu tun, aber etwas anders als gedacht: Die Briten haben aus Rinderhirnen Wachstumshormone gewonnen und ihren Herden gespritzt, &uuml;ber Jahrzehnte. Da brauchen Sie nur eine einzige kranke Charge, und Sie infizieren Hunderte von Tieren. Wenn das ein paar Mal recycelt wird, bekommen Sie eine Epidemie. Das ist unstrittig. Wie eine &Uuml;bertragung auf diesem Wege m&ouml;glich ist, wurde tragischerweise am Menschen gezeigt: In Frankreich wurden in den neunziger Jahren &#8211; also parallel zur BSE-Krise &#8211; zwergw&uuml;chsige Kinder mit menschlichen Hypophysenextrakten behandelt. Dutzende von denen starben an Creutzfeld-Jacob.&rdquo;<br /><cite>ebd.</cite></blockquote></p><p></p><p></p><p>Die Debatte um Acrylamid entsch&auml;rft Pollmer analog:</p><p></p><p></p><p class="is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><blockquote class="notification is-dark is-radiusless mt-4" style="border-left: 2rem solid #22C3A7; display:inline-block;">&ldquo;Bis heute liegen drei Studien am Menschen vor, die sich der Krebsgefahr durch Acrylamid im Essen widmeten. In keiner fand man ein erh&ouml;htes Risiko, einmal sank sogar die Darmkrebsrate. Das h&auml;ngt damit zusammen, da&szlig; es einen Unterschied macht, ob ich einer K&auml;figratte gezielt eine hohe Dosis Acrylamid verpasse oder ob jemand Pommes i&szlig;t. Lebensmittel bestehen aus vielerlei Stoffen, alle mit unterschiedlichen Wirkungen. Gerade beim Fritieren entstehen R&ouml;ststoffe, die Krebs blockieren. Wenn jetzt mit weniger Hitze fritiert wird, entsteht zwar etwas weniger Acrylamid als zuvor, aber auch deutlich weniger Schutzstoffe. Das Risiko steigt damit. Wir sollten unsere Nahrung, unsere Gerichte als Ganzes betrachten &#8211; als sinnvolle Einheit, die sich &uuml;ber Jahrtausende herausgebildet hat&hellip;&rdquo;<br /><cite>ebd.</cite></blockquote></p><p></p><p></p><h2 class="wp-block-heading">Exkurs: Lohnt ein Kauf von Pollmers &ldquo;Bestsellern&rdquo;?</h2><p></p><p></p><p>Erstaunlich, was ein einziges Interview an Thesen hergibt. Wer da noch ein Buch Pollmers kauft, ist selbst Schuld.&nbsp;&nbsp;Ernsthaft: Diejenigen, die mit einer Informationstiefe, wie ich sie an dieser Stelle aufbereite, zufrieden ist, f&uuml;r den lohnt es bald nicht mehr, Pollmers &ldquo;Bestseller&rdquo; zu kaufen.</p><p></p><p></p><p>Ich spreche aus Erfahrung, habe ich in den Bereichen Mnemonik, Schnelllen, Sprachenlernen und so fort &auml;hnliche Eindr&uuml;cke gesammelt. Immer lie&szlig;en sich die &bdquo;Argumente&ldquo; der &bdquo;Bestseller&ldquo; schon an anderer Stelle nachlesen. Wem diese plausibel erscheinen, der kann sich mit den Literaturverweisen auf etwaige Studien in den B&uuml;chern von Pollmer auseinandersetzen.</p><p></p><p></p><h2 class="wp-block-heading">Es gibt keine Patentrezepte im Bereich der Ern&auml;hrung</h2><p></p><p></p><p>Weil&rsquo;s so sch&ouml;n ist, lasse ich Pollmer selbst zu Wort kommen:</p><p></p><p></p><p class="is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><blockquote class="notification is-dark is-radiusless mt-4" style="border-left: 2rem solid #22C3A7; display:inline-block;">&ldquo;[&hellip;] Der ehemalige Pr&auml;sident der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Ern&auml;hrung (DGE), Volker Pudel, meinte einmal, es k&auml;me ihm so vor, als h&auml;tten Jahrzehnte Beratung nur eines erreicht: Die Menschen &auml;&szlig;en, was sie immer gegessen haben, aber jetzt mit schlechtem Gewissen. Wie kann man nur auf die Idee kommt (sic!), es g&auml;be eine &lsquo;gesunde Ern&auml;hrung f&uuml;r alle&rsquo;? Es empfiehlt ja auch kein Schuster der Menschheit die &lsquo;ideale Schuhgr&ouml;&szlig;e&rsquo;. Menschen gibt es in vielen Formen, Farben und Gr&ouml;&szlig;en. Was dem einen bekommt, schadet dem n&auml;chsten. Deshalb haben wir unterschiedliche Vorlieben. Auch dies ist evolutionsbiologisch zu erkl&auml;ren: Kein Lebewesen wird gern gefressen. Da Pflanzen nicht davonrennen k&ouml;nnen, wehren sie sich mit Abwehrstoffen oder Giften. Um der chemischen Phantasie der Pflanzen gewachsen zu sein, verf&uuml;gt jeder Mensch &uuml;ber eine andere Kombination von Entgiftungsenyzmen. Wir m&uuml;ssen unterschiedlich sein&rdquo;.<br /><cite>ebd.</cite></blockquote></p><p></p><p></p><p>Die Differenzierung von gesunden und ungesunden Nahrungsmitteln lehnt Pollmer zudem ab. Zumindest nach dem jetzigen Stand der Forschung muss er dies tun, und so wird indirekt seine Argumentation begr&uuml;ndet. Es gibt offensichtlich im Bereich der Ern&auml;hrungswissenschaft keine oder wenig Erkenntnisse und kaum nennenswerte statistische Zusammenh&auml;nge zwischen diversen Nahrungsmitteln und ihrer Wirkung auf den menschlichen K&ouml;rper. Ob Obst und Gem&uuml;se gesund seien, oder nachweislich vor diversen Krankheiten sch&uuml;tzen k&ouml;nnten &#8211; in dieser Frage musste selbst die wissenschaftliche Begr&uuml;ndung einer Kampagne der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Ern&auml;hrung passen. Pollmer gibt sie dem Interviewer der Welt an: &ldquo;<em>Einen unmittelbaren Nachweis, da&szlig; eine Intervention mit Gem&uuml;se und Obst das Risiko f&uuml;r Krebs oder auch andere chronische Erkrankungen senkt, gibt es derzeitig nicht.</em>&rdquo;</p><p></p><p></p><h2 class="wp-block-heading">Pardon: Fresst Schei&szlig;e!</h2><p></p><p></p><p>Auf die Frage, was Pollmer als gesunde Ern&auml;hrung ansieht, antwortet dieser wie folgt:</p><p></p><p></p><p class="is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">&nbsp;</p><blockquote class="notification is-dark is-radiusless mt-4" style="border-left: 2rem solid #22C3A7; display:inline-block;">&ldquo;Goutieren Sie doch mal die offiziellen Ratschl&auml;ge. Die empfehlen eine Kost, die kalorien-, zucker- und fettarm ist, daf&uuml;r viele Ballaststoffe und Vitamine, sowie hochwertiges Eiwei&szlig; enth&auml;lt. Es gibt ein Produkt, da&szlig; diesen Anspr&uuml;chen in jeder Hinsicht gerecht wird: Es ist exakt das, was wir jeden Morgen auf der Toilette hinterlassen. Die genannten guten Gaben verdanken wir der ausgeschiedenen Darmflora. Mahlzeit!&rdquo;<br /><cite>ebd.</cite></blockquote><p></p><p></p><p>Ich hab ehrlich gesagt nicht gewusst, dass der menschliche Kot voll von angeblich gesunden Stoffen ist. Wieder was gelernt.</p><p></p><p></p><h2 class="wp-block-heading">Unsere Psyche macht uns dick, nicht unsere Ern&auml;hrung</h2><p></p><p></p><p>Das scheint das zentrale Anliegen von Pollmer zu sein, das er &uuml;berall kommuniziert. Offenbar gibt es in der Wissenschaft mehr Zusammenh&auml;nge, die von der Psyche zum &Uuml;bergewicht f&uuml;hren, als von Lebensmitteln zu Ebenjenem. Im M&auml;rz des Vorjahres gibt Pollmer der ap-Korrespondentin Mirjam Mohr ein Interview das auf den Online-Seiten von 3SAT im Kontext der Sendung &ldquo;Nano&rdquo;&nbsp;<a href="https://web.archive.org/web/20070814194730/http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/astuecke/89816/index.html">ver&ouml;ffentlicht wird</a>. Im Titel wird Pollmer mit einer Aussage zitiert: &ldquo;Wer Angst vorm Essen hat, wird fetter&rdquo;. Dick sein, so der Einstieg des Interviews, sei Definitionssache, so wie&nbsp;<a href="https://web.archive.org/web/20070814194730/http://www.sajonara.de/2007/05/07/mannlichkeit-und-so/">M&auml;nnlichkeit</a>&nbsp;und viele andere Dinge im &Uuml;brigen auch. Die derzeitige Definition eines Sch&ouml;nheitsideals f&uuml;hrt nach Pollmer dazu, dass D&uuml;nne sich tot hungerten und Dicke zudem einem psychischen Druck ausgesetzt w&uuml;rden, der ihrem Gewicht nicht zutr&auml;glich sei. Und noch ein Mal auf die Regulierung zur&uuml;ckgekommen: Wie funktioniert sie eigentlich, oder was bedeutet das f&uuml;r unseren K&ouml;rper?</p><p></p><p></p><p class="is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><blockquote class="notification is-dark is-radiusless mt-4" style="border-left: 2rem solid #22C3A7; display:inline-block;">&ldquo;Das bedeutet, dass der K&ouml;rper kein Fass ist, in das man etwas reinf&uuml;llt oder durch Bewegung etwas entnimmt. Er hat f&uuml;r alles eine innere Regulation, hier den &lsquo;Ponderostat&rsquo;, der das Gewicht regelt. Genau so wie bei einem Haus der Thermostat f&uuml;r eine konstante Temperatur sorgt. Wenn er auf 28 Grad steht, nutzt es nichts, den Heiz&ouml;ltank nur halb voll zu machen oder zur kalorischen Verd&uuml;nnung Steine reinzuwerfen. Es hilft auf Dauer auch nichts, die Fenster aufzurei&szlig;en &#8211; dadurch steigt nur die Heiz&ouml;lrechnung. Genau so wird das K&ouml;rpergewicht nicht &uuml;ber den K&uuml;hlschrank geregelt, sondern &uuml;ber hormonelle Systeme, die nach biologischen Gesetzen arbeiten &#8211; auch dann, wenn sie Ihr Arzt noch nicht kennt.&rdquo;<br /><cite>3SAT, 13.03.2006</cite></blockquote></p><p></p><p></p><h2 class="wp-block-heading">Glaubt nicht alles, was euch erz&auml;hlt wird</h2><p></p><p></p><p>So lautet ebenfalls ein Credo von Udo Pollmer. Das ZDF&nbsp;<a href="https://web.archive.org/web/20070814194730/http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/2/0,3672,2400578,00.html">befragte</a>&nbsp;ihn im Kontext von Fleisch- und Lebensmittelskandalen, und Pollmer gab an, dass ihm seine Wei&szlig;wurst nachwievor schmecke und er den Verbrauchen vor allem rate, sich keinen B&auml;ren aufbinden zu lassen. Die Politik w&uuml;rde vor allem wegen der Wirtschaftlichkeit des Lebensmittelmarktes vor zu starker Intervention lieber eine Politik der ruhigen Hand betreiben. Als Lebensmittelchemiker wisse er zudem, was in diesem und jenem Lebensmittel drin sei oder dessen Rezeptur (siehe Bratwurst) ausmache. W&uuml;rden die Verbraucher das wissen, w&uuml;rden sie wahrscheinlich unheimlich viele Lebensmittel nicht mehr zu sich nehmen. Pollmer jedoch findet dies in vielen F&auml;llen unbedenklich. Zudem k&ouml;nnte er auch Geschichten &uuml;ber Rohkost erz&auml;hlen. Und was kann der Verbraucher tun?</p><p></p><p></p><p class="is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><blockquote class="notification is-dark is-radiusless mt-4" style="border-left: 2rem solid #22C3A7; display:inline-block;">&ldquo;Nicht mehr den Mist glauben, der ihm jeden Tag erz&auml;hlt wird von wegen h&ouml;chster Lebensmittelqualit&auml;t und einer Verwaltung, die das alles sauber kontrolliert. Mir ist vollkommen klar, dass man f&uuml;r einen bestimmten Preis eine bestimmte Ware nicht anbieten kann. Aber im Umkehrschluss l&auml;sst sich auch nicht sagen, dass teurer immer besser ist. Da kann billig besser sein, weil die billigen Preise zum Teil &#8211; wie Fachleute sagen &#8211; durch &ldquo;Beschei&szlig;ereien&rdquo; im oberen Preissegment finanziert werden. Die heutigen Preise spiegeln nicht mehr den Warenwert wider, es sind Marktpreise.&rdquo;<br /><cite>ZDF, 26.11.2005</cite></blockquote></p><p></p><p></p><p>Dass in der Lebensmittelbranche getrickst wird, und wie, das hatte Udo Pollmer bereits 2002 in der Sendung Fakt im MDR zum Besten gegeben. Auch hier&uuml;ber&nbsp;<a href="https://web.archive.org/web/20070814194730/http://www.mdr.de/fakt/archiv/202737.html">liegt ein Interview vor</a>. Dies bekr&auml;ftigt die Position, dass der Verbraucher besser beraten ist, nicht zu glauben, was von offizieller Seite aber auch von Seiten der Industrie kommuniziert wird.</p><p></p><p></p><h2 class="wp-block-heading">Noch mehr Pollmer</h2><p></p><p></p><p>Sport ist gesund? &#8211; Mitnichten. Udo Pollmer zweifelt beispielsweise auch an, dass durch Sport die Herzgesundheit nachweislich gef&ouml;rdert wird. Ein guter Freund von mir wird best&auml;tigen k&ouml;nnen, dass ich selbst manchmal diese These vorgebracht habe, ohne vorher von Pollmer zu wissen, und eben in einem anderen Kontext. Ich gehe n&auml;mlich davon aus, dass sportliche Bet&auml;tigung nicht in &ldquo;jedem&rdquo; Fall gesund sein muss. Angenommen jemand betreibt Sport, sein K&ouml;rper sch&uuml;ttet irgendwelche Stoffe aus, die dieser jedoch nicht in der Lage ist zu verarbeiten, bzw. deren Produktion und gest&ouml;rter Abbau gesundheitlich Sch&auml;den nach sich ziehen w&uuml;rden. Was dann?! Eine WDR-Sendung, Q21, ging der Frage nach: Wie gesund ist Sport wirklich. Mit von der Partie auf der &ldquo;<a href="https://web.archive.org/web/20070814194730/http://www.wdr.de/tv/q21/53.0.phtml">Spurensuche im Healthland</a>&ldquo;, Udo Pollmer. Sogar ein Sportmediziner argumentiert nicht gegen Pollmer, gibt er doch zu verstehen, dass Bewegung zwar notwendig ist, Sport aber nicht unbedingt!</p><p></p><p></p><p>Wer sich indes &uuml;ber die popul&auml;rsten Ern&auml;hrungsirrt&uuml;mer nach Pollmer informieren m&ouml;chte, findet sie an dieser Stelle: Auf der Informationsseite zur WDR5 Radiosendung LebensArt. Der Titel der Sendung vom 29. Dezember 2004 lautete &ldquo;<a href="https://web.archive.org/web/20070814194730/http://www.wdr5.de/service/service_rat/417573.phtml">Fett macht krank&hellip; und andere Ern&auml;hrungsirrt&uuml;mer</a>&ldquo;. Die Ern&auml;hrungsirrt&uuml;mer im Schnelldurchlauf: Frischer Spinat enth&auml;lt gar nicht so viel Eisen; Margarine ist nicht unbedingt ges&uuml;nder als Butter; Vitamin C hilft nicht gar so viel bei Erk&auml;ltung; Kaffee ist nicht nachweislich ungesund; Kopfsalat ist nicht wirklich wertvoll; nat&uuml;rliche Aromen kommen (in Deutschland und anderswo) nicht zwingend von der Frucht; brauner Zucker ist nicht besser als wei&szlig;er; Obst ist kein unverzichtbares Lebensmittel; Eier erh&ouml;hen nicht nachweislich den Cholesterinspiegel oder das Infarktrisiko. Ach ja, und Hamburger sind besser als ihr Ruf.</p><p></p><p></p><h2>Weitere Verweise:</h2></p><p></p><p></p><ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://web.archive.org/web/20070814194730/http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/mahlzeit/572011/">Dumme N&uuml;sse von der DGE</a>, von Udo Pollmer</li>
<li><a href="https://web.archive.org/web/20070814194730/http://www.dradio.de/dlr/sendungen/mahlzeit/348997/">Impotenter Kaffee &#8211; koffeeinfreie Angebote</a></li>
<li><a href="https://web.archive.org/web/20070814194730/http://www.das-eule.de/super_size.html">Dickes Ende: Super Size Me</a>, von Udo Pollmer</li>
<li><a href="https://web.archive.org/web/20070814194730/https://www.stern.de/wissenschaft/ernaehrung/582396.html">Ein paar Kr&uuml;mel Fleisch, der Rest Glutamat</a>, Interview mit Pollmer im Stern</li>
<li><a href="https://web.archive.org/web/20070814194730/http://www.blog-frosta.de/index.php?title=udo_pollmer_zu_ostern&amp;more=1&amp;c=1&amp;tb=1&amp;pb=1">Udo Pollmer zu Ostern</a>, von Felix Ahlers</li>
<li><a href="https://web.archive.org/web/20070814194730/http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=9161&amp;CategoryID=62">Di&auml;ten machen dick. Und krank</a>, Weltwoche-Gespr&auml;ch</li>
<li><a href="https://web.archive.org/web/20070814194730/http://meguenther-ernaehrungsberatung.de/index.php?/archives/15-Wer-sind-die-Feinde-von-Udo-Pollmer.html">Wer sind die Feinde von Udo Pollmer?</a>, von M. E. G&uuml;nther</li>
<li><a href="https://web.archive.org/web/20070814194730/http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/mahlzeit/591171/">Supersize me revisited</a>, Deutschlandradio Kultur</li>
<li><a href="https://web.archive.org/web/20070814194730/http://www.welt.de/print-wams/article117761/Die_Menschen_kaufen_Illusionen.html">Die Menschen kaufen Illusionen</a>, von Michael Miersch (die Welt)</li>
<li><a href="https://web.archive.org/web/20070814194730/http://www.emma.de/06_6_diaetwahn.html">Einfach satt essen</a>, Interview mit Pollmer in der Emma</li>
<li><a href="https://web.archive.org/web/20070814194730/http://www.faz.net/s/Rub268AB64801534CF288DF93BB89F2D797/Doc~EEC1BD1C69A1B4E5BBA947609FE1484CA~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Dicke Menschen leben l&auml;nger</a>, Interview mit Pollmer auf Faz.net</li>
</ul><p></p><p></p><p>&hellip;</p><p></p><p></p><p>Die Liste w&auml;re zumindest noch mit diversen Links erweiterbar. Wer selbst jetzt noch nicht genug von Pollmer hat, der m&ouml;ge bitte nach &ldquo;Udo Pollmer&rdquo; googeln und ab&nbsp;<a href="https://web.archive.org/web/20070814194730/http://www.google.de/search?q=Udo+Pollmer&amp;hl=de&amp;start=40&amp;sa=N">Ergebnisseite 5</a>&nbsp;mit dem Auswerten der Suchergebnisse fortfahren. Viel Spa&szlig;, wie Maybritt Illner immer meint, beim Vermehren der gewonnenen Einsichten.</p><p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://macnotes.de/2007/05/10/vom-essen-udo-pollmers-thesen-vorgestellt/">Vom Essen &#8211; Udo Pollmers Thesen vorgestellt</a> erschien zuerst auf <a href="https://macnotes.de">Macnotes.de</a>.</p>
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