Kommentare zu: Wird Musik eigentlich wirklich verramscht? https://macnotes.de/2015/07/24/wird-musik-verramscht/ iPhone, iPod, iPad, Mac - das unabhängige Magazin rund um Apple Thu, 18 Mar 2021 01:53:10 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.1 Von: Alexander Trust https://macnotes.de/2015/07/24/wird-musik-verramscht/#comment-171606 Mon, 27 Jul 2015 15:18:28 +0000 http://www.macnotes.de/?p=196310#comment-171606 @Kaiusch: Außerdem: Das Indie-Bands nicht von Streaming leben „können“ mit Betonung auf Können, ist ein Gerücht. Sie können das genauso „gut“ oder „schlecht“ z. B. wie Leute, die E-Books verkaufen, oder Apps produzieren. Nur das ist der freie Markt und nicht die Wohlfahrt. Es gibt kein Recht darauf, nur weil jemand Musik macht, dass er davon leben können „muss“. Wer soll denn die ganze Musik hören? Die ganzen E-Books lesen? Die ganzen Apps nutzen?

Streaming ist verhältnismäßig fair, weil derjenige, der gehört wird, dafür bezahlt wird. Warum man wirtschaftlich nicht dasselbe Geld dafür ausgeben kann, wie fürs Radio, habe ich in meinem Text erläutert. Wenn du gerne möchtest, dass beim Streaming mehr bezahlt wird, dann wird Musik zum Luxusgut. Apple gibt 71,5% ab. Du kannst dich noch heute dort anmelden und deine Songs auf die Plattform hochladen. Dass deine Musik weltweit zu den Leuten gebracht werden muss und Apple Geld für Strom, Traffic, Technik und Techniker etc. pp. ausgeben muss, wie andere Hersteller auch, wird gerne unter den Teppich gekehrt. Bei Amazon darf man, weil der Verein so gierig ist, deshalb z. B. seine E-Books nicht gratis anbieten. Apple hingegen erlaubt das für Apps und iBooks und muss ja trotzdem den Traffic zahlen. So und wie viel soll denn deiner Meinung nach pro Song beim Künstler ankommen? 1 Euro? Wenn sein Song 50.0000 Mal gehört wird, kriegt er von Apple dann ne halbe Milliarde? Und nächsten Monat noch mal? Dann braucht der doch nie wieder arbeiten zu gehen. YouTube-Videos werden Millionen Mal angesehen… Die Streaming-Charts sind voll von Songs, die jede Woche ebenfalls 5, 10, 20 Millionen Mal gehört werden. Wie willst Du das denn ins Verhältnis setzen? Sollen dann diese Musiker jede Woche so viel Geld kriegen, wie ganze Börsenkonzerne wert sind?

Es gibt heute sooooo viele Möglichkeiten, wie man selbständig Geld verdienen kann, die die Künstler im Mittelalter und die Philosophen in der Antike nicht hatten. Auf Plattformen wie Dawanda kannst du weltweit deine Produkte feilbieten und wenn du eben gut Stricken, Nähen oder Basteln kannst. Per Crwodfunding kannst du Geld für Ideen und Projekte einsammeln. In den digitalen Geschäften kannst du deine Produkte anbieten, und zwar einem weltweiten Publikum. Nur dass nicht jeder mit allem Geld verdient, erklärt sich von selbst. Es gibt kein „Recht“ darauf, dass Leute deine Produkte gutfinden, dass sie sie hören müssten oder jemand dich dafür bezahlt, wenn es aber mit deinem Wusnch, mit der Musik Geld zu verdienen doch nicht klappt. In Deutschland gibt’s aber auch dafür ne Menge Möglichkeiten, du kannst z. B. bei der Künstlersozialkasse den fehlenden Arbeitgeberanteil für deine Kranken- und Rentenversicherung beantragen, wirst da dann also vom Staat zu 50% bezuschusst.

Doch dieses Problem mit dem Markt haben nicht nur Indies, sondern die Industrie genauso. Dir dürfte nicht verborgen geblieben sein, dass z. B. die letzen beiden DSDS-Stars ihre Konzerte fast vollständig abblasen mussten. Und also müssen die sich was anderes suchen. Alexander Klaws macht heute auf Musical, Elli Erl ist Lehrerin. Man muss auch einsehen, dass Selbständigkeit nicht das Paradies voller erfüllter Träume ist, sondern man auch kämpfen und verlieren kann. Dann heißt es Mund abputzen und wieder aufstehen.

]]>
Von: Alexander Trust https://macnotes.de/2015/07/24/wird-musik-verramscht/#comment-171605 Mon, 27 Jul 2015 13:52:44 +0000 http://www.macnotes.de/?p=196310#comment-171605 @Kaiusch: Du hast scheinbar heutzutage noch kein Radio gehört. Es gibt tausende Genre-Radiosender, wo du quasi fast auf den Punkt die Musik hören kannst, die du möchtest. ;) Und die Anbieter von Musik-Streaming haben ja sogar selbst viele Radio-Angebote drin. Du kannst auf Spotify und Apple Music deine eigenen Radiosender starten… nur die werden nicht nach dem Radio-Tarif, sondern nach dem Streaming-Tarif bezahlt. Ich denk, dann erledigen sich auch deine Vorurteile.

]]>
Von: Kaiusch https://macnotes.de/2015/07/24/wird-musik-verramscht/#comment-171604 Mon, 27 Jul 2015 06:36:27 +0000 http://www.macnotes.de/?p=196310#comment-171604 Nicht alles was hinkt ist ein vergleich! Man kann streaming doch nicht mit radio vergleichen, aber genau das tust du in 80% deines beitrags. Beim streaming geht es viel mehr um das gezielte anhoeren eines songs, was auch beim kauf von musik eine grosse grundlage ist. Das geht beim radio nicht. Wenn wir frueher mal im radio einen song mitschneiden wollten, auf kassette wohlgemerkt, musten wir tage davor sitzen um ein tape mit den gewuenschten songs voll zu bekommen und dann hat der moderator doch wieder zwischengequatscht oder die songs wurden gefaded. An ganze alben war da eh nicht zu denken. Heute dauert das keine stunde mehr, und du hast das album komplett auf der festplatte. Streams mitzuschneiden ist so einfach das es jeder dau hinbekommt. Da wandelt man im grenzbereich, aber verstoest eigentlich nur gegen die bestimmung der dienste. Das ist denen aber eh egal da sie die bestimmung nur als alibi fuer die musikindustrie so stehen haben. Und dann kommt auch noch wieder das totschlag argumemt es ist nicht erwiesen das streaming oder ilegale downloads schuld sind. Ganz toll. Man kann aber ueber indizien sehr wohl aufzeigen dass dies mit sehr hoher wahrscheinlichkeit so ist. Man kann aber auch den kopf in den sand stecken und alles anzweifeln. Wenn man sich dann besser fühlt. In den 90er jahren konnten auch kleine indie bands von ihrer musik leben, nicht unbedingt gut, aber es war noch möglich. Eine kleine band die von ihrer musik leben moechte hat im moment keinerlei vorteile durch streaming. Und was beim urheber und musiker zur zeit ankommt ist eher im 0,0 cent bereich pro stream.

]]>