Kommentare zu: Lernen mit Apple 2: Schulen ans oder vom Netz? https://macnotes.de/2011/03/11/lernen-mit-apple-2-schulen-ans-oder-vom-netz/ iPhone, iPod, iPad, Mac - das unabhängige Magazin rund um Apple Mon, 26 Jul 2021 14:43:36 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.1 Von: Matthias https://macnotes.de/2011/03/11/lernen-mit-apple-2-schulen-ans-oder-vom-netz/#comment-97710 Fri, 11 Mar 2011 21:47:00 +0000 http://www.macnotes.de/?p=57661#comment-97710 Für mich als noch selbst Schüler in der 13. Klasse ein wirklich sehr interessanter Artikel, den man vielen Lehrern einmal zeigen sollte. Aber letztlich vergisst man oftmals, dass all diese Möglichkeiten nur dabei helfen können und sollten etwas kompliziertes anschaulich darzustellen und alle Lerntypen direkt anzusprechen, damit jeder versteht um was es geht, dies einzuprägen/zu lernen. Im Grunde also die pseudoalternative zum Gang in die Natur, die reale Welt der verschiedenen Kulturen mit ihren Sprachen und vielleicht auch dem Weg in ein gutes Museum, wo man in den letzten Jahren tolle Dinge erleben kann. Jede Schule soll also nicht weniger als dem Anspruch gerecht werden, alles was in der Schule aus welchen Gründen auch immer nicht möglich ist, begreifbar zu machen. Genau an dieser Stelle denke ich, können Rechner helfen.

Bestes Beispiel, wie es vielleicht nicht geht, ist hier meine (Noch-) Schule, an welcher es vor etwa einem Jahr galt, durch einen Medienentwicklungplan die Weichen der zukünftigen Rechnernutzung zu stellen. Ich selbst werde davon wohl nichts mehr haben, da die praktische Aufrüstung in ein wahres PC-Fachgeschäft wohl erst zum Ende diesen Jahres beginnen wird. Letztlich läuft es nach heftiger Diskussion unter den neidischen aber wohl mit dieser Technik unbeholfenen Lehrern darauf hinaus, dass fast jeder Raum zu einem mit allemmöglichen zugestellten „Medienkabinett“, wahlweise mit Standrechnern für jeden Schüler (auch z.T. Laptopwagen) oder mindestens Rechnerinseln ausgestattet werden soll. Hinzukommen zahlreiche Whiteboards, Beamer und Soundsysteme, die nach meinem Erachten wohl letztlich verstauben werden, bis sie zu alt sind… Es war letztlich ein einziges Geschacher um mehr Technik im Raum als die Kollegen haben, solange der Videorecorder auch hängen bleibt :D

Wir als Schüler wurden anfangs zunächst auch befragt und haben uns dabei auch durch einen Bericht in dieses Verfahren eingebracht, uns wohl mehr Gedanken gemacht, als die Lehrer, was man wie sinnvoll nutzen könnte und über exakte Umfragen an jeden Schüler, sowie Studien verschiedener Institute auch das Nutzungsverhalten dazu einbezogen.
Großer Anspruch unsererseits: bei Bedarf muss es für jeden möglich sein Infos aus dem Internet zu erhalten und auch der von Lehrern immerwieder geforderte multimedialere Aufbau von Präsentationen mit Videos usw. muss möglich sein, denn es kann nicht sein, dass es z.B. in Musik keine Möglichkeit gibt, kurzfristig einen Künstler des Blues als Youtubefilm zu zeigen.
Unser Plan sah dabei im Grunde so aus, dass es in jedem Raum (außer den Fachräumen für Info oder Wirtschaft) einige für jeden zugängliche Rechercherechner + einen Lehrer-PC mit Beamer, vll. eine Dokumentenkamera geben sollte, um bei Bedarf auch Multimediainhalte nutzen zu können bzw. auch kurzfristig, ohne Hindernisse aktuelle Infos einholen zu können.

Dazu sollte ein ein von den älteren Schülern verwalteter Schülerclub mit WLAN oder Netzwerkanschlüssen zur Planung verschiedener Aktionen, z.B. Schulveranstaltungen und auch zum Hausaufgaben erledigen eingerichtet werden, da besonders in höheren Jahrgängen – auch in meinem – viele ihre eigenen Netbooks und Notebooks mitbringen und genau in der Schule, als Ort des Lernen eben nicht die Möglichkeit haben, in Freistunden mal eben etwas z.B. für einen Vortrag in einem Fach auch mit Infos aus dem Internet zu erarbeiten. Das ist sehr schade, wo wir doch in Zeiten, in welchen vieles durch richtig gute Podcasts, die bisher keine Rolle in Schulen spielen, erfahren können. Da spreche ich auch aus eigener Erfahrung, da ich versuche, wo immer es sinnvoll sein könnte, durchaus auch eigene animierte Infografiken, Soundkollagen aus dem Radio oder andere selbsterstellte Inhalte mit Experten dort einzubauen, da man so eben über mehrere Sinne vieles besser erklären kann.
Später wurden unsere Pläne, bis auf den geplanten Schülerclub, den wir gerade durchsetzen konnten, im Grunde verworfen und als Begründung für einen Lehrerkindergarten mit vielen unpraktischen, sinnlosen Lösungen, welche die Lehrer an meiner Schule wohl nie sinnvoll nutzen werden und die letztlich viel Geld für nichts kosten werden, missbraucht.

Ich denke also viel muss nicht viel helfen, glaube aber dass die Möglichkeiten von PCs oder MACs in Schulen an vielen Stellen helfen können und eben keineswegs die Realität ersetzen können.

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Von: brian https://macnotes.de/2011/03/11/lernen-mit-apple-2-schulen-ans-oder-vom-netz/#comment-97706 Fri, 11 Mar 2011 20:07:38 +0000 http://www.macnotes.de/?p=57661#comment-97706 erstmal sehr guter artikel der auch viele aspekte anschneidet!
ich bin auch etwas zwiegespalten ob und inwieweit computer ins klassenzimmer gehören!

eine forderung an die schule bezüglich computer hätte ich jedoch:
bringt den kindern doch bitte ein schuljahr lang (vlt so 5.-7- klasse) als fach 10 fingerschreiben bei!
es ist so ärgerlich, dass alle vom computerzeitalter reden und dann fast alle, wenn auch teilweise recht flott…die „adlersuchmethode“ anwenden!!! das sollte wirklich ein muss für die ausbildung sein wie auch das normale schreiben!

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Von: Andreas Sander https://macnotes.de/2011/03/11/lernen-mit-apple-2-schulen-ans-oder-vom-netz/#comment-97698 Fri, 11 Mar 2011 17:19:34 +0000 http://www.macnotes.de/?p=57661#comment-97698 Ich stimme dem Artikel soweit zu, dass das Internet, die Rechnernutzung etc. keine Allheil-Lösung darstellt.

Ich denke aber z.B. an Dinge wie Augmented Reality um z.B. räumliches Denken zu schulen. Dies ist an einer Tafel nur begrenzt zu erreichen. Mit augmented reality oder auch 3D-Ansicht-Programmen lässt sich da vieles besser darstellen als bisher möglich. Oder denken wir an den Erdkundeunterricht und Google Earth.

Klar ist die normale Tafel im Punkte didaktische Reduktion zu bevorzugen, um z.B. Ländergrenzen zu erkennen etc.

Aber um mal interaktiv ein Land zu erforschen bietet sich Google Earth meiner Meinung nach gerade zu an.

Aber wie gesagt, das kann keinen guten Lehrer (der in solchen Szenarien weniger als „Instruktor“, sondern mehr als „Coach“ agiert) ersetzen. Aber ich denke es kann das Lernen in vielen Punkten erleichtern. Dabei setze ich z.Zt. allerdings auch mehr auf iPad/iPhone als auf große Desktoprechner.

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Von: rj https://macnotes.de/2011/03/11/lernen-mit-apple-2-schulen-ans-oder-vom-netz/#comment-97688 Fri, 11 Mar 2011 14:49:05 +0000 http://www.macnotes.de/?p=57661#comment-97688 Ich bin grade an der Nachbearbeitung des Kommentars von Eike und Rene, und denke, dass ich tatsächlich eher falsch liege bzw. den Blick über den Tellerrand nicht schaffe. ich denke in der tat recht 2klassisch“ in den bekannten „Unterrichtsszenarien“, einen Vorwurf, den sich aber wohl so manch anderer aus dem Praxisfeld auch machen kann :o) Diesen Schwenk hin zu völlig neuen Lernkonzepten und -Vorstellungen hab ich noch nicht geschafft, was insbesondere deswegen leicht ironisch ist, weil ich ja selbst a) zwar permanent am Weiterlernen bin, das aber b) niemals in schulischen oder schulartigen Kontexten. Die Übertragung des „Netzlernens“ in bedarfsorientierter Recherche, Kommunikation und Informatioon via Netz aus meinem Alltag in einen Schulkontext kriege ich schlicht nicht hin.

Was ich eigentlich und konkreter sagen wollte: klar, Unterrichtseinheiten zu Datenschutz, Facebook, Privatsphäre, politischer Partizipation im Netz, der neuen Öffentlichkeit, demokratisierende Potentiale usw. usf. – kann man in großer Zahl machen und werden alle sinnvoll sein. Mir fehlt weniger das inhaltliche, denn das *methodische* Konzept.

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