Kommentare zu: Politik und Weblogs https://macnotes.de/2007/01/28/politik-und-weblogs/ iPhone, iPod, iPad, Mac - das unabhängige Magazin rund um Apple Sun, 28 Feb 2021 21:00:42 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.1 Von: nilz https://macnotes.de/2007/01/28/politik-und-weblogs/#comment-406738 Tue, 30 Jan 2007 12:07:31 +0000 http://www.sajonara.de/2007/01/28/politik-und-weblogs/#comment-406738 es stimmt: es gibt viele leute, die keine eigene meinung haben, weil sie sich aber auch einfach nicht für politische sachverhalte interessieren, was man ihnen meistens nicht einmal verübeln kann, denn vieles ist einfach langweilig und nervig. ich bin halt so aufgeachsen das auch langweilige und nervige diskussionen irgendwo ihren sinn haben, deswegen hatte ich nie ein problem damit mich mit sowas zu beschäftigen resp. ihm zu folgen. man muss, so doof das klingt, politik umverpacken. in kleinen dosen reichen. attraktiver machen. dann besteht auch mehr interesse. joschka fischer ist ein gutes beispiel: der war anders, nicht noch maniriert, dem haben die leute gerne zu gehört. weil der politischen sprech in kleine häppchen unterteilt hat. das kann man jetzt als politischer mensch empörend finden, oder sich eben freuen, das er versucht hat unpolititsche zu mobilisieren.

und ja: es ist mühsam, anstrengend und nervig seine eigene meinung zu haben. aber es ist auch ein supergefühl sie gefunden zu haben…;)

@ linus:
ich sehe nicht das die gesellschaft sich auseinander dividiert, im gegenteil…gut, der bunte-vorwurf an spreeblick ist nicht neu. (bin ich jetzt eigentlich deren offizieller sprecher..?;))aber m.e. nach ebenso falsch. klar, sb deckt sehr viele themen ab, aber die sind ja nicht alle so unwichtig wie prinz foffi in der bunten. sb ist eher so ein feuilleton-mix aller grossen zeitungen mit kleinen teilen aus den jeweiligen polit-teilen. oder so. ok?

und klar: so ne macht wie in usa sind blogger hier noch nicht, aber sie kommen gerade, they rise. dabei wird es auch interessant sein zu sehen wie diese ganze kochbuch nummer jetzt ausgeht…

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Von: linus https://macnotes.de/2007/01/28/politik-und-weblogs/#comment-406737 Tue, 30 Jan 2007 10:39:54 +0000 http://www.sajonara.de/2007/01/28/politik-und-weblogs/#comment-406737 staatlich-soziale verantwortung im sinne von „eine gesellschft sollte sich nicht auseinander dividieren“ und dies sehe ich leider in den letzte jahren immer mehr.

@Wenn ja, welche sind das?
puh. jetzt hast du mich aber erwischt und ich denke jegliche nennung von blogger [spreeblick, johnny in ehren, ist zb in meinen augen die netzvariante der „bunte“] würde da zu weiteren diskusionsen führen. aber zur not fange ich einfach mal mit dir an.

zu deiner hauptfrage zurück – ich glaube, das blogger genauso politisch sind wie der rest der leute die gerne schreiben&lesen!. nicht mehr und nicht weniger. aber da politik kein konsumartikel ist, sondern als ergebnis auch etwas hinten raus kommen sollte, stellt sich mir die frage ob blogger politisch relevant sind.

ich schau mir dieses blogdings jetzt schon ne weile an und sehe da eine haufen von leuten die aus verschieden motivationen heraus bloggen. ab und zu bilden sich gruppen, die sich auf ein thema „einschiessen“ und nach einer weile verklingt der rush dann wieder.

es gibt immer wieder versuche für ein gemeinsames ziel ein projekt aufzubauen (zb.ua. abmahnblogger), aber wenn ich mir die menge an kommentare, die in usa stellenweise auflaufen anschaue, dann braucht es in meinen augen noch eine weile in deutschland um hier gleichzuziehen.

was ich sagen will. ich glaube nicht, dass ein einzelner blogger viel bewirken kann, außer dem tagesschaubeispiel, welches ich schon beschrieb. ich glaube allerdings, dass er als zugmaschine dienen kann – nur hier sehe ich wieder den mangel an resonanz da schlichtweg die menge fehlt.

ich hoffe, dass wenn sich tv und internet verbinden, sich eine neue informationsstruktur bildet. denn wenn die tv-affinen, sofahockenden, kartoffelchipessenden „hirne in ihren nährlösungen“ auf links klicken können, dann besteht die möglichkeit, dass sie nach dem 2..3…4.. klicks auf eine gegenmeinung zu dem gerade tv-konsumierten stossen und zum nachdenken animiert werden und vieleicht sogar zum mitmachen.

…die menge macht es in meinen augen und da sind blogger monentan einfach noch ein zu kleiner haufen, der sich momentan auch noch zu sehr um sich selber dreht kann/muss/will um politsch relevant zu sein. aber!, dass wird wohl auf dauer nicht so bleiben.

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Von: Alexander Trust https://macnotes.de/2007/01/28/politik-und-weblogs/#comment-406736 Tue, 30 Jan 2007 03:26:02 +0000 http://www.sajonara.de/2007/01/28/politik-und-weblogs/#comment-406736 Es ist übrigens auch nicht ganz einfach, in einem relativ sinnfreien gesellschaften Kontext so etwas wie eine „eigene“ Meinung auszubilden. Ich war auch lange auf der Suche, habe aber sukzessive einen Standpunkt ausgebildet.

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Von: Alexander Trust https://macnotes.de/2007/01/28/politik-und-weblogs/#comment-406735 Tue, 30 Jan 2007 03:24:59 +0000 http://www.sajonara.de/2007/01/28/politik-und-weblogs/#comment-406735 Okay. Akzeptiert. Aber ich wollte mit „politisch“ auch nicht nur Parteipolitik angesprochen haben. Für mich sind insgesamt viel zu wenige Leute „politisch“. Mag ein subjektives Gefühl sein. Aber ein Kreuzchen bei einer Wahl zu machen bedeutet für mich nicht zwingend ein politischer Mensch zu sein. Da gehört schon mehr dazu, in meinen Augen. Aber viele Leute haben keine Meinung, so erlebe ich das zumindest. Manche können auf Fragen nicht ein Mal mit Ja oder Nein antworten. Dafür gibt es unheimlich viele Opportunisten, die sich wie eine Fahne im Wind drehen, liegt vielleicht auch daran, weil sie keine eigene Meinung haben.

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Von: nilz https://macnotes.de/2007/01/28/politik-und-weblogs/#comment-406734 Tue, 30 Jan 2007 02:50:55 +0000 http://www.sajonara.de/2007/01/28/politik-und-weblogs/#comment-406734 einigen wir uns auf nachtmensch…;)

ja, spreeblick ist IMHO ein sehr politisches blog. denn es geht nicht (nur) um parlamentarische politik. ich finde politik ist deutlich mehr, ist alltag und pop zugleich. es ist ebenso ein politisches statement in einem absurden post seinen alltag zu beschreiben, wie über raf, nazis oder anderes artikel zu veröffentlichen. und auch die musikauswahl folgt einer richtung..nicht nach dem motto: guckt mal was es alles im netz umsonst gibt, sondern ausgesuchte, besondere künstler werden vorgestellt. natürlich ist spreeblick sehr liberal, also nicht in einem fdp-sinne, sondern im eigentlichen sinne des wortes.

von thomas gottschalk zu wünschen er würde sich politisch engagieren ist ein ähnlicher wunsch, als wenn ich wollte das angela merkel eine samstagabendshow moderiert. gottschalk ist etabliert, ist eine marke, steht für unterhaltung. und die ist nunmal die fluchtmöglichkeit vor politik und „daily business“, passt also nicht zusammen und würde wohl sehr viele menschen befremden, wenn thommi plötzlich politisch stellung beziehen würde. das muss man ganz klar trennen und das macht er auch bislang sehr gut und konsequent.

desweiteren glaube ich nicht, das spreeblick themen politisch „auflädt“. man geht schon sehr sorgfältig mit der themenauswahl um und überlegt sich 5mal was man postet und was nicht (anders als auf dem weltfrieden…;)) damit es nicht den selbstgesteckten rahmen sprengt. es mag ein weitgegriffener politischer begriff sein, der da angewandt wird, aber er ist politisch. definitiv.

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Von: Alexander Trust https://macnotes.de/2007/01/28/politik-und-weblogs/#comment-406733 Mon, 29 Jan 2007 16:52:01 +0000 http://www.sajonara.de/2007/01/28/politik-und-weblogs/#comment-406733 @Linus: Für dich ist also vor allem staatlich-soziale Verantwortung wichtig? Würdest du sagen, dass es Blogger gibt, die staatliche-soziale Verantwortung wahrnehmen? Wenn ja, welche sind das?

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Von: linus.uk https://macnotes.de/2007/01/28/politik-und-weblogs/#comment-406732 Mon, 29 Jan 2007 10:18:59 +0000 http://www.sajonara.de/2007/01/28/politik-und-weblogs/#comment-406732 btw. ich möchte mich hiermit von dem mir zugeteilten avatar distanzieren und gleichzeitig meinen protest ausdrücken neben meinen kommentar, zum wiederholten male, ein mario-ähnliches gesicht zu sehen. oberlippenbart und basecap verursachen bei mir fremdschämbefühle. :)

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Von: linus https://macnotes.de/2007/01/28/politik-und-weblogs/#comment-406731 Mon, 29 Jan 2007 10:12:46 +0000 http://www.sajonara.de/2007/01/28/politik-und-weblogs/#comment-406731 was ist schon politisch? wenn ich mir den ringelpitz zb. auf den pressebällen anschaue, dann mag dort eine „politische kaste“ zusammenkleben, aber politisch im sinne von staatlich-sozialer verantwortung finde ich dort nur noch in fragmenten.

die „alten medien“ aka „vierte macht“ haben in meine augen kaum noch eine chance an glaubwürdigkeit zu gewinnen. und in diese lücke sehe ich die blogger bzw. die 2.0 – x.0er springen. es wird vielleicht noch eine weile dauern, aber ein anfang wird zb. der satz in der tagesschau „blogger deckten den skandal um … auf“ sein. dann wird ein grösseres publikum auf diese szene aufmerksam und dann könnte es evtl. mit einer gegenöffentlichkeit etwas politischer werden.

ein blick zurück in die 70/80er kann allerdings nicht schaden und wenn ich mich wehmütig erinnere wie die medienlandschaft damals aussah (experimente in ard/zdf, kritische berichterstattung zb. des spiegel, visionäre film selbst aus usa), dann haben wir heute eine andere ausgangssituation, die vielleicht die frage rechtfertigt, ob heutzutage politische interesse überhaupt noch gesellschaftfähig ist, ausser in ländern in denen die individuelle entfaltungsmöglichkeiten mit füssen getreten werden und man dies nicht mit konsum überfüttert wie hierzulande.

ich glaube allerdings, dass die nächsten jahre sehr spannend werde und wenn nicht das internet mit seinen freien informationen etwas ändert, was dann? „blogger“ werden zahlreicher werden und sie werden ihren beitrag leisten – mit welchem ergebnis sei mal dahin gestellt.

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Von: Alexander Trust https://macnotes.de/2007/01/28/politik-und-weblogs/#comment-406730 Mon, 29 Jan 2007 04:38:25 +0000 http://www.sajonara.de/2007/01/28/politik-und-weblogs/#comment-406730 @Nilz: Wie mir scheint bist du entweder ein Nachtmensch, oder aber ein Frühaufsteher. Jedenfalls find ich deinen Kommentar recht praktisch. :) Zumindest, wenn du dich auf eine Diskussion einlassen magst.

Findest du, dass Observation, wie sie denn dann bei Spreeblick stattfindet, auch in einer Weise politisch ist? Du schreibst, Spreeblick würde Denkanstöße liefern – meinst du nicht, dass Spreeblick einfach bloß Themen anbietet, die alleine aber noch keineswegs politisch sind? Wenn du Spreeblick einschätzen wolltest, würdest du sie eher liberal oder konservativ heißen?

Ist ein Meinungsgeber für dich überdies immer schon politisch? Ein Beispiel aus einem anderen Metier: Thomas Gottschalk. Ich bin enttäuscht darüber, wie wenig politisch dieser Mensch ist. Zumindest in meinen Augen. Er nutzt meines Erachtens die mediale Öffentlichkeit und Aufmerksamkeit, die ihm zuteil wird, viel zu wenig, um sich „einzumischen“. Er kolportiert zwar dann und wann, dass seine Söhne ihn recht konservativ fanden, aber das scheint eher ein allgemeingülltiges Problem zwischen den Generationen zu sein. Und wird es zunehmend auch innerhalb von Generationen. Jene nämlich, die nicht mit der Zeit gehen, werden direkt in die Schublade konservativ gestuft.

Und ja, es war natürlich nur eine oberflächliche Untersuchung der Inhalte der einzelnen Blogs. Aber manches konnte man auf den ersten Blick erkennen und wie mir scheint, gibt es mit dem zweiten Blick an mancher Stelle noch Überraschungen zu entdecken. Du bleibst also bei dem Votum, Spreeblick sei der politischste Blog, den du kennst?! ;) Danke schon Mal für den Kommentar.

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Von: nilz https://macnotes.de/2007/01/28/politik-und-weblogs/#comment-406729 Mon, 29 Jan 2007 03:37:02 +0000 http://www.sajonara.de/2007/01/28/politik-und-weblogs/#comment-406729 oh! schönes thema. ich halte mich durchaus für einen sehr politischen menschen. natürlich, und das weisst du ja auch, reicht es nicht auf einer seite in der suchmaske nach „politik“ zu suchen und dann darauf zu schliessen wie politisch der/die/das blog ist. denn politik ist ja viel mehr als das nennen des begriffs. boah, das jetzt auszuführen greift sehr weit…nur kurz: spreeblick halte ich für eines der politischsten blogs von allen. gesellschaftsrelevante themen (und damit meine ich nicht solche aus der „bunten“..;)) werden immer aufgegriffen und in neue kontexte gestellt. denkanstösse werden geliefert. zeitgeschehen wird beobachtet. etc. DAS ist politik, und vieles mehr….

und was den weltfrieden betrifft: ich räume das feld von hinten auf..erstmal bin ich froh mit meinem blog einen ort geschaffen zu haben, an dem man relativ sicher vor falsch genutzter ironie ist, vor kommentarflamewars und wo man sich immer einer gewissen freundlichkeit sicher sein kann. und ich fang gerade erst an..:)

aber wie gesagt: schönes thema.

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